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Bild: Fotolia.com, daboost
BELGIEN:
Rasanter Anstieg der belgischen Strompreise
Der Ausfall eines großen Teils der belgischen Kernkraftwerke hat in dem Land zu einem drastischen Anstieg der Börsenstrompreise geführt.
 
Für die Lieferung von einer Megawattstunde im November werden inzwischen nahezu 150 Euro gezahlt - doppelt so viel wie Anfang August. In den Nachbarländen (F, D, NL) bewegen sich die Notierungen für November weiter zwischen 63 und 79 Euro. Wie E&M bereits berichtet hat, steht im November voraussichtlich nur einer von sieben belgischen Reaktorblöcken zur Verfügung. Die anderen müssen nachgerüstet oder gewartet werden.

Die Chefs des Netzbetreibers Elia, Chris Peters, und des AKW-Betreibers Electrabel, Thierry Saegeman, machten sich bei einer Anhörung im belgischen Parlament gegenseitig für die sich abzeichnende Versorgungskrise verantwortlich. Elia habe die bekannten Probleme der Reaktoren in Doel und Tihange nicht berücksichtigt, sagte Saegeman. Der Vertreter der belgischen Regulierungsbehörde (Creg) warf dem Netzbetreiber mangelnde Transparenz seiner Berechnungen von Angebot und Nachfrage vor.

Klar ist inzwischen, dass die belgischen Verbraucher mit höheren Preisen rechnen müssen. Für 40 % steigen die Preise unmittelbar mit den Großhandelspreisen. 60 % der Kunden haben Festpreise, die zunächst nicht angehoben werden können. Neue Festpreis-Verträge (für 3 500 kWh) sind jedoch schon 110 bis 125 Euro im Jahr teurer als vor einem Monat.
 

Tom Weingärtner
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Donnerstag, 04.10.2018, 10:27 Uhr

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