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Bild: Fotolia.com, Thorsten Schier
KERNKRAFT:
Hitachi legt britische Atomprojekte auf Eis
Der Technologiekonzern Hitachi gibt seine Pläne, zwei Atomkraftwerke in Großbritannien zu bauen, vorerst auf.
 

Das Unternehmen teilte in Tokio mit, man habe sich in Gesprächen mit der britischen Regierung nicht über die Finanzierung der Projekte verständigen können.

Die Hitachi-Tochter Horizon wollte in Wylfa Newydd (Wales) und Oldbury (England) jeweils mindestens einen Siedewasser-Reaktor (ABWR: advanced boiling water reactor) mit einer Kapazität von 1 350 MW errichten. Dabei ging man offensichtlich davon aus, dass sich die britische Regierung an der Finanzierung beteiligt.

Die Gespräche darüber kamen jedoch ins Stocken, nachdem das Finanzierungsmodell für den Reaktor in Hinkley Point in die Kritik geriet. Dort baut der französische Energiekonzern EDF einen Reaktor und erhält dafür eine Preisgarantie der britischen Regierung (contract for difference). Eine solche Vereinbarung wollte die britische Regierung offenbar kein zweites Mal abschließen.

Hitachi habe „detaillierte Gespräche mit der britischen Regierung über verschiedene Optionen“ geführt, wie sie das Projekt unterstützen könne, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Trotz des guten Willens beider Seite konnte aber keine Verständigung gefunden werden.

Im Ergebnis werde Hitachi in seiner Konzern-Bilanz Rückstellungen von 300 Mrd.Yen (rund 2,5 Mrd. Euro) bilden. Der Konzern hatte seine Tochter Horizon 2012 für rund 800 Mio. Euro von Eon und RWE übernommen und seitdem erhebliche Investitionen in die Entwicklung der Standorte sowie die Ausbildung von Arbeitskräften vorgenommen.

Der Chef von Horizon, Duncan Hawthorne, hält eine Wiederbelebung der nuklearen Pläne allerdings für denkbar: „Wie werden unsere Präsenz an den beiden Standorten zunächst reduzieren, behalten aber die Option, die Entwicklung der Projekte in Zukunft wieder aufzunehmen“, sagte er gegenüber der BBC.

 

 

 

Tom Weingärtner
© 2019 Energie & Management GmbH
Freitag, 18.01.2019, 13:53 Uhr

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