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Energie & Management > E&M Vor 20 Jahren - Voith Siemens Hydro forciert Wellenkraft
Quelle: Shutterstock / Dabarti CGI
E&M Vor 20 Jahren

Voith Siemens Hydro forciert Wellenkraft

Anfang der 2000er-Jahre galten Wellenkraftwerke auf dem Meer als vielversprechende Technologie zur Stromerzeugung, wie diese E&M-Meldung von vor 20 Jahren zeigt.
Die Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH mit Sitz in Heidenheim hat im August 2006 ein Abkommen mit der britischen RWE-Tochtergesellschaft npower renewables getroffen, um die Entwicklung des Wellenkraftwerks „Limpet“ voranzutreiben.
 
Mit dem Bau eines Wellenkraftwerks mit 3 MW Leistung auf der Hebrideninsel Lewis vor der schottischen Westküste wollen npower und Voith Siemens Hydro voraussichtlich Mitte kommenden Jahres beginnen, erklärte ein Sprecher der britischen RWE-Tochtergesellschaft auf Anfrage von powernews.org. Die Kooperation sehe vor, die Kraftwerks-Technik in eine Küstenschutzmauer zu integrieren. npower werde die Anlage voraussichtlich betreiben.

„Das Vertrauen von npower renewables in unser beziehungsweise Wavegens Know-how bestätigt unsere Sicht, dass wir in der Entwicklung von Wellenenergie-Konzepten an der Spitze liegen“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, CEO von Voith Siemens Hydro. Im Mai 2005 hatte Voith Siemens Hydro die Firma Wavegen mit Sitz im schottischen Inverness übernommen, die seit 1990 mehrere Kraftwerks-Prototypen entwickelt. Seit November 2000 betreibt und testet das Unternehmen auf der Insel Islay an der schottischen Westküste das Wellenkraftwerk Limpet 500. Das Kürzel Limpet steht für „Locally Installed Marine Power Energy Transformer“.

Im Bereich der Nutzung von Meeresströmungen und Wellen gibt es trotz der großen Potenziale bislang noch keine Marktreife Technik zur Stromerzeugung. Gemeinsam mit Wavegen und npower strebt Voith Siemens Hydro die Kommerzialisierung der Limpet-Technik an.

Die in den steilen Küstenfels der Insel Islay gebaute Anlage funktioniert nach dem so genannten OWC-Prinzip der schwingenden Wassersäule (Oscillating Water Column). Dabei drückt jede an das Ufer anrollende Welle das in drei Zylindern befindliche Wasser nach oben und saugt es bei einem Wellental wieder heraus. Die kaminartigen Betonröhren mit je 56 m2 Querschnittsfläche ziehen sich etwa 25 m die Steilküste hinauf, ihre untere Öffnung liegt 2,5 m unter der Wasseroberfläche.

Durch die schwingende Wassersäule wird die Luft in den Zylindern komprimiert und wieder angesaugt. Am oberen Ende münden die Betonröhren in zwei hintereinander geschaltete Wells-Turbinen mit 250 kW Einzelleistung. Die Drehrichtung der mit Luftdruck angetriebenen Turbinen bleibt dabei konstant, obwohl der Luftstrom seine Richtung wechselt. Ein zusätzliches an die Turbinen gekoppeltes Schwungrad soll in den Ruhephasen zwischen den Wellen eine konstante Stromerzeugung gewährleisten.

In Deutschland will Voith Siemens Hydro gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) bis 2010 an der niedersächsischen Nordseeküste das erste deutsche Wellenkraftwerk in Betrieb nehmen. (sag)

Sonntag, 12.07.2026, 11:20 Uhr
Stefan Sagmeister
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Anfang der 2000er-Jahre galten Wellenkraftwerke auf dem Meer als vielversprechende Technologie zur Stromerzeugung, wie diese E&M-Meldung von vor 20 Jahren zeigt.
Die Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH mit Sitz in Heidenheim hat im August 2006 ein Abkommen mit der britischen RWE-Tochtergesellschaft npower renewables getroffen, um die Entwicklung des Wellenkraftwerks „Limpet“ voranzutreiben.
 
Mit dem Bau eines Wellenkraftwerks mit 3 MW Leistung auf der Hebrideninsel Lewis vor der schottischen Westküste wollen npower und Voith Siemens Hydro voraussichtlich Mitte kommenden Jahres beginnen, erklärte ein Sprecher der britischen RWE-Tochtergesellschaft auf Anfrage von powernews.org. Die Kooperation sehe vor, die Kraftwerks-Technik in eine Küstenschutzmauer zu integrieren. npower werde die Anlage voraussichtlich betreiben.

„Das Vertrauen von npower renewables in unser beziehungsweise Wavegens Know-how bestätigt unsere Sicht, dass wir in der Entwicklung von Wellenenergie-Konzepten an der Spitze liegen“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, CEO von Voith Siemens Hydro. Im Mai 2005 hatte Voith Siemens Hydro die Firma Wavegen mit Sitz im schottischen Inverness übernommen, die seit 1990 mehrere Kraftwerks-Prototypen entwickelt. Seit November 2000 betreibt und testet das Unternehmen auf der Insel Islay an der schottischen Westküste das Wellenkraftwerk Limpet 500. Das Kürzel Limpet steht für „Locally Installed Marine Power Energy Transformer“.

Im Bereich der Nutzung von Meeresströmungen und Wellen gibt es trotz der großen Potenziale bislang noch keine Marktreife Technik zur Stromerzeugung. Gemeinsam mit Wavegen und npower strebt Voith Siemens Hydro die Kommerzialisierung der Limpet-Technik an.

Die in den steilen Küstenfels der Insel Islay gebaute Anlage funktioniert nach dem so genannten OWC-Prinzip der schwingenden Wassersäule (Oscillating Water Column). Dabei drückt jede an das Ufer anrollende Welle das in drei Zylindern befindliche Wasser nach oben und saugt es bei einem Wellental wieder heraus. Die kaminartigen Betonröhren mit je 56 m2 Querschnittsfläche ziehen sich etwa 25 m die Steilküste hinauf, ihre untere Öffnung liegt 2,5 m unter der Wasseroberfläche.

Durch die schwingende Wassersäule wird die Luft in den Zylindern komprimiert und wieder angesaugt. Am oberen Ende münden die Betonröhren in zwei hintereinander geschaltete Wells-Turbinen mit 250 kW Einzelleistung. Die Drehrichtung der mit Luftdruck angetriebenen Turbinen bleibt dabei konstant, obwohl der Luftstrom seine Richtung wechselt. Ein zusätzliches an die Turbinen gekoppeltes Schwungrad soll in den Ruhephasen zwischen den Wellen eine konstante Stromerzeugung gewährleisten.

In Deutschland will Voith Siemens Hydro gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) bis 2010 an der niedersächsischen Nordseeküste das erste deutsche Wellenkraftwerk in Betrieb nehmen. (sag)

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