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Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
BIOGAS:
Verbände fordern weiter schnelle EEG-Änderung
Die Biogas-Verbände, die Anlagenbauer im VDMA und die Energieversorger im BDEW fordern als Konsequenz aus der jüngsten Biomasse-Ausschreibung erneut Änderungen beim EEG.
 
Bei der zweiten Auktionsrunde bekamen nur 76 537 kW einen Zuschlag. Das ausgeschriebene Volumen lag mit 225 807 kW weit über den eingegangen Geboten. Die deutliche Unterzeichnung sowie das Erzielen von Zuschlagswerten nahe der Höchstwerte zeigt nach Einschätzung des VDMA erneut, dass das bisherige Konzept überdacht werden muss.
 
„Für die wichtige Flexibilisierung der Biogasanlagen bleibt deshalb bis auf Weiteres die Flexibilitätsprämie im EEG das zentrale Instrument. Hier muss schnell Klarheit für Investoren bezüglich der Förderdauer von Projekten geschaffen werden“, fordert Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems.
 
Neben den Änderungen bei der Flexibilitätsprämie seien auch die vor der Sommerpause diskutierten und innerhalb der Koalition unstrittigen EEG-Änderungen für die Anpassung von Einsatzstoffen für Biogasanlagen jetzt schnellstmöglich umzusetzen.
 
Biogas und Biomethan vollständig als erneuerbaren Energieträger anerkennen
 
Nachbesserungen am EEG fordern auch die Bioenergieverbände. Sie ziehen nach der zweiten Ausschreibung eine „insgesamt durchwachsene Bilanz“. Positiv werten sie, dass sich mehr und mehr Anlagenbetreiber trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf das neue Verfahren eingestellt haben. Bemerkenswert sei auch, dass in dieser zweiten Ausschreibungsrunde wieder Anlagen bezuschlagt wurden, die nicht nur Rest- und Abfallstoffe einsetzen, sondern auch solche, die nachwachsende Rohstoffe nutzen.
 
Allerdings machten es die niedrigen Gebotshöchstwerte für Neu- wie Bestandsanlagen schwierig, weiter rentabel zu wirtschaften. „Auch ein Jahr nach den ersten Erfahrungen lassen die diesjährigen Ergebnisse also immer noch den gleichen Verbesserungsbedarf beim Ausschreibungsdesign erkennen wie 2017“, betonen die Bioenergieverbände und verweisen erneut auf ihre nach der ersten Ausschreibung veröffentlichten Vorschläge zur Weiterentwicklung des EEG.
 
Der BDEW bedauert, dass die zweite Auktionsrunde für Biomasseanlagen zu wenig Anklang bei den Bietern fand. Dabei sei Biomasse neben Windkraft und Photovoltaik mit einem Anteil an der Bruttostromerzeugung 2017 von 7,8 % eine tragende Säule der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
 
Damit das Ausschreibungsvolumen in Zukunft besser ausgeschöpft werden kann, schlägt der BDEW für Biomethan-KWK-Anlagen vor, die vermiedenen Netzkosten für 20 Jahre zu honorieren. Außerdem müsse Biogas und auf Erdgasqualität aufbereitetes Biomethan endlich in den einschlägigen Gesetzen vollumfänglich als erneuerbare Energie im Wärme- und Mobilitätssektor anerkannt werden.
 

Armin Müller
Redakteur
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Donnerstag, 20.09.2018, 11:56 Uhr

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