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Bild: Verbund
STROMNETZ:
Baubeginn für den Alegro-Konnektor
Mit einem symbolischen Spatenstich wird am 30. Oktober der Bau des Alegro-Konnektors zwischen Deutschland und Belgien der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und Elia beginnen. 
 
Nachdem die Bezirksregierung in Köln am 17. Oktober den Planfeststellungsbeschluss erteilt hat, steht dem Baubeginn für Alegro (kurz für: Achen-Liege Electricity Grid Overlay) Ende des Monats nichts mehr im Weg: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp (CDU), werden in Aachen-Brand den ersten Spatenstich für die deutsch-belgische Strombrücke vornehmen. Bis 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Alegro ist ein Hochspannungs-Gleichstromkabel mit 320 kV Spannung, das auf einer Strecke von rund 90 km die Umspannwerke Oberzier im Rheinland und Lixhe in der Wallonie verbindet. Es kann dabei bis zu 1 000 MW nach Belgien oder Deutschland liefern. Die Leistung reicht aus, um etwa eine Million Menschen zu versorgen. Ziel ist es, die Windenergie-Einspeisung zwischen Deutschland und Belgien besser auszugleichen. Der Konnektor wird als zwei zwölf Zentimeter starke Erdkabel ausgeführt, die etwa zwei Meter tief im Boden liegen.

Durch die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) lassen sich große Energiemengen effizienter über große Entfernungen übertragen als mit Wechselstrom. Der Grund: bei hohen Strömen geht in einer Gleichstromleitung weniger Energie durch die Erwärmung der Leiter verloren.

Das Konzept hat zudem den Vorteil, dass die Konverter von 380 kV Wechselstrom auf 320 kV Gleichstrom und zurück in den beiden Umspannwerken auch in der Lage sind, dem AC-Netz Blindleistung bereitzustellen und damit die Netze zu stabilisieren.
 

Peter Koller
Redakteur
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Dienstag, 23.10.2018, 11:58 Uhr

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