Quelle: Siemens Gamesa
Nach Jahren der Verluste erwirtschaftet die Windsparte von Siemens Energy wieder Gewinne.
Die Windkrafttochter von Siemens Energy, Siemens Gamesa, hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erstmals seit 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis erzielt. Nach Jahren hoher Verluste erwirtschaftete die Sparte ein Ergebnis von 56 Millionen Euro beziehungsweise 75 Millionen Euro vor Sondereffekten. Damit sieht sich der Konzern auf Kurs, bei Siemens Gamesa im Gesamtjahr den operativen Break-even zu erreichen.
Auch der Gesamtkonzern Siemens Energy legte deutlich zu, ist den Geschäftszahlen von Siemens Energy zu entnehmen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro; das Unternehmen beginnt sein Geschäftsjahr bereits im Oktober. Der Gewinn nach Steuern kletterte auf 1,188 Milliarden Euro, nachdem ein Jahr zuvor 697 Millionen Euro erzielt worden waren.
„Dass unser Windgeschäft erstmals seit 2022 in einem Quartal wieder profitabel ist, ist eine fantastische Leistung des Teams“, sagt Christian Bruch, CEO der Siemens Energy AG. Die weltweit hohe Nachfrage nach Strom und Energietechnik halte an. Zugleich habe Siemens Energy Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität erreicht sowie die Effizienz weiter verbessert.
Zu der Verbesserung des Windgeschäfts trugen in erster Linie Produktivitätssteigerungen und eine höhere Kosteneffizienz bei. Zudem profitierte die Sparte von einem wachsenden Offshore-Geschäft sowie einem stärkeren Servicegeschäft. Der Umsatz legte im Quartal um 13,5 Prozent auf 2,743 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich von minus 438 Millionen Euro auf plus 75 Millionen Euro.
Allerdings bleibt das Windgeschäft nicht ohne Herausforderungen. So brach der Auftragseingang von Siemens Gamesa um 77 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro ein. Hintergrund sei allerdings ein Basiseffekt: Im Vorjahresquartal habe das Unternehmen zwei Offshore-Großaufträge im Wert von mehr als drei Milliarden Euro verbucht, vergleichbare Bestellungen blieben diesmal aus, heißt es weiter.
Positiv entwickelte sich dagegen das übrige Geschäft von Siemens Energy. Der Auftragseingang des Konzerns erreichte mit 17,9 Milliarden Euro erneut einen Höchstwert. Wachstumstreiber waren vor allem Gas Services sowie Grid Technologies. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 162 Milliarden Euro. Besonders stark blieb die Nachfrage aus den USA, unter anderem durch den Ausbau von Rechenzentren.
Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung bestätigte Siemens Energy die nach dem ersten Halbjahr angehobene Jahresprognose. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent sowie einer operativen Marge vor Sondereffekten zwischen 10 und 12 Prozent. Beim Gewinn nach Steuern werden rund 4 Milliarden Euro erwartet. (sag)
Mittwoch, 5.08.2026, 14:15 Uhr
Stefan Sagmeister
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