Stadtwerke-Chef Helmut Schauer (l.) und Bürgermeister Maximilian Eichstetter. Quelle: Stadt Füssen
Aus dem Wasserversorger wird nun auch ein Wärmelieferant: Die Stadtwerke Füssen haben mit der Änderung ihrer Rechtsform zugleich ein neues Aufgabengebiet hinzugewonnen.
Neues Gewand, neuer Tätigkeitsbereich: Die Stadtwerke Füssen sind nun als Kommunalunternehmen unterwegs. Damit übernimmt der Versorger fortan auch die Kommunale Wärmeplanung von der Stadt, die im Landkreis Ostallgäu liegt und Heimat für mehr als 15.000 Menschen ist.
Rund anderthalb Jahre hat die Kommune im Südwesten Bayerns an der Umwandlung ihres Versorgers gestrickt. Mit großer Mehrheit beschloss der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2025 die Transformation in das Kommunalunternehmen. Zuvor waren die Stadtwerke wie auch die Forggensee-Schifffahrt Füssen, die Rundfahrten auf dem Stausee anbietet, als Eigenbetriebe organisiert. Nun sind beide in den Stadtwerken Füssen, Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) zusammengeführt.
Die Stadtwerke sind somit seit Jahresbeginn 2026 neu aufgestellt. Personell hat es allerdings keine Veränderung gegeben: Der bisherige Werkleiter des Eigenbetriebs ist auch Vorstand des Kommunalunternehmens – Helmut Schauer. Ihn bestellte der neu konstituierte Verwaltungsrat der Stadtwerke auf seiner ersten Sitzung Mitte Januar. Vorsitzender des Verwaltungsrats, der über zwölf weitere Mitglieder verfügt, ist Füssens Erster Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU).
Der Versorger hatte bislang seine Hauptaufgaben im Bereich Wasser und Abwasser sowie der Parkraumbewirtschaftung. Ende Oktober 2025 kam auf Beschluss des Stadtrats die Betriebssparte Wärme hinzu. Einen Monat später übertrug das Kommunalparlament den Stadtwerken den Bereich der Kommunalen Wärmeplanung. Um hier handlungsfähig zu sein, stattet die Kommune die Stadtwerke mit einer Einlage in die Kapitalrücklage aus.
Dienstag, 27.01.2026, 12:09 Uhr
Volker Stephan
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