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Energie & Management > Windkraft Offshore - Trump-Regierung stoppt Offshore-Windprojekte
Quelle: Fotolia / ptoscano
Windkraft Offshore

Trump-Regierung stoppt Offshore-Windprojekte

Das US-Innenministerium hat mit sofortiger Wirkung fünf Offshore-Windprojekte pausieren lassen. Der Grund für den Baustopp: „Clutter“.
„Geheimdienstliche Erkenntnisse“ aus dem US-Kriegsministerium haben das US-amerikanische Innenministerium am 22. Dezember dazu veranlasst, die Bauarbeiten an fünf Offshore-Windkraftprojekten zu stoppen. Die Bewegung massiver Rotorblätter, so heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Ministeriums, und die stark reflektierenden Türme verursachten Radarstörungen, sogenanntes „Clutter“. Dieses verdecke reale bewegliche Ziele und erzeuge falsche Ziele in der Umgebung der Windprojekte. 

Betroffen von der Anordnung sind die Projekte Vineyard Wind 1 (800 MW), Revolution Wind (700 MW), CVOW – Commercial (2.600 MW), Sunrise Wind (920 MW) und Empire Wind 1 (810 MW), alle an der Ostküste der USA gelegen.

Der dänische Energiekonzern Orsted, verantwortlich für Revolution Wind (gemeinsam mit Skyborn Renewables) und Sunrise Wind, reagierte umgehend und kündigte in einer Pressemitteilung an, gemeinsam mit seinen Partnern „alle Optionen“ zu prüfen, um die Angelegenheit zügig zu klären. Das beinhalte Gespräche mit dem Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) des Innenministeriums und anderen Behörden ebenso wie die Prüfung rechtlicher Schritte.

Beide Projekte seien bereits weit fortgeschritten und sollen 2026 in Betrieb gehen. Alle Genehmigungen lägen vor, die Projekte seien in enger Abstimmung mit dem US-Verteidigungsministerium auf mögliche sicherheitsrelevante Auswirkungen geprüft worden.

„Neue Risiken für die nationale Sicherheit“

Auch das Equinor-Projekt Empire Wind ist bereits zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt und soll nach der vollständigen Inbetriebnahme 2027 ins New Yorker Stromnetz einspeisen. Derzeit laufen unter anderem Kabelverlege- und Kabelzieharbeiten. Mehr als 1.000 Arbeitskräfte, dutzende Schiffe und über 100 Unternehmen in den USA und international sind am Projekt beteiligt, wie das Unternehmen in einer ebenfalls umgehend veröffentlichten Pressemitteilung schreibt.

Equinor werde die Anordnung umsetzen und die Arbeiten auf See aussetzen, heißt es dort. Lediglich sicherheitsrelevante Maßnahmen und Notfallmaßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt würden fortgeführt. Man stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um die Angelegenheit besser verstehen zu können.

US-Präsident Trump hatte bereits mehrfach angekündigt, Offshore-Windkraftprojekte zu blockieren. Orsted und Skyborn Renewables waren bereits am 22. August angewiesen worden, die Bauarbeiten an Revolution Wind zu stoppen. Orsted hat nach eigenen Angaben gegen die Anordnung Klage eingereicht (wir berichteten).

„Die Trump-Regierung wird der Sicherheit des amerikanischen Volkes stets Vorrang einräumen“, lässt sich US-Innenminister Doug Burgum in der jüngsten Mitteilung seines Ministeriums zitieren. „Die heutige Maßnahme befasst sich mit neuen Risiken für die nationale Sicherheit, darunter die rasante Entwicklung der entsprechenden Technologien der Gegner und die Schwachstellen, die durch große Offshore-Windkraftprojekte in der Nähe unserer Bevölkerungszentren an der Ostküste entstehen.“

Dienstag, 23.12.2025, 15:20 Uhr
Katia Meyer-Tien
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Trump-Regierung stoppt Offshore-Windprojekte
Das US-Innenministerium hat mit sofortiger Wirkung fünf Offshore-Windprojekte pausieren lassen. Der Grund für den Baustopp: „Clutter“.
„Geheimdienstliche Erkenntnisse“ aus dem US-Kriegsministerium haben das US-amerikanische Innenministerium am 22. Dezember dazu veranlasst, die Bauarbeiten an fünf Offshore-Windkraftprojekten zu stoppen. Die Bewegung massiver Rotorblätter, so heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Ministeriums, und die stark reflektierenden Türme verursachten Radarstörungen, sogenanntes „Clutter“. Dieses verdecke reale bewegliche Ziele und erzeuge falsche Ziele in der Umgebung der Windprojekte. 

Betroffen von der Anordnung sind die Projekte Vineyard Wind 1 (800 MW), Revolution Wind (700 MW), CVOW – Commercial (2.600 MW), Sunrise Wind (920 MW) und Empire Wind 1 (810 MW), alle an der Ostküste der USA gelegen.

Der dänische Energiekonzern Orsted, verantwortlich für Revolution Wind (gemeinsam mit Skyborn Renewables) und Sunrise Wind, reagierte umgehend und kündigte in einer Pressemitteilung an, gemeinsam mit seinen Partnern „alle Optionen“ zu prüfen, um die Angelegenheit zügig zu klären. Das beinhalte Gespräche mit dem Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) des Innenministeriums und anderen Behörden ebenso wie die Prüfung rechtlicher Schritte.

Beide Projekte seien bereits weit fortgeschritten und sollen 2026 in Betrieb gehen. Alle Genehmigungen lägen vor, die Projekte seien in enger Abstimmung mit dem US-Verteidigungsministerium auf mögliche sicherheitsrelevante Auswirkungen geprüft worden.

„Neue Risiken für die nationale Sicherheit“

Auch das Equinor-Projekt Empire Wind ist bereits zu mehr als 60 Prozent fertiggestellt und soll nach der vollständigen Inbetriebnahme 2027 ins New Yorker Stromnetz einspeisen. Derzeit laufen unter anderem Kabelverlege- und Kabelzieharbeiten. Mehr als 1.000 Arbeitskräfte, dutzende Schiffe und über 100 Unternehmen in den USA und international sind am Projekt beteiligt, wie das Unternehmen in einer ebenfalls umgehend veröffentlichten Pressemitteilung schreibt.

Equinor werde die Anordnung umsetzen und die Arbeiten auf See aussetzen, heißt es dort. Lediglich sicherheitsrelevante Maßnahmen und Notfallmaßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt würden fortgeführt. Man stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt, um die Angelegenheit besser verstehen zu können.

US-Präsident Trump hatte bereits mehrfach angekündigt, Offshore-Windkraftprojekte zu blockieren. Orsted und Skyborn Renewables waren bereits am 22. August angewiesen worden, die Bauarbeiten an Revolution Wind zu stoppen. Orsted hat nach eigenen Angaben gegen die Anordnung Klage eingereicht (wir berichteten).

„Die Trump-Regierung wird der Sicherheit des amerikanischen Volkes stets Vorrang einräumen“, lässt sich US-Innenminister Doug Burgum in der jüngsten Mitteilung seines Ministeriums zitieren. „Die heutige Maßnahme befasst sich mit neuen Risiken für die nationale Sicherheit, darunter die rasante Entwicklung der entsprechenden Technologien der Gegner und die Schwachstellen, die durch große Offshore-Windkraftprojekte in der Nähe unserer Bevölkerungszentren an der Ostküste entstehen.“

Dienstag, 23.12.2025, 15:20 Uhr
Katia Meyer-Tien

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