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Die Strompreissenkungen in der ersten Monaten des kommenden Jahres liegen zumeist im einstelligen Prozentbereich. Doch mancherorts geht mehr.
Die genauen Zahlen sind noch nicht öffentlich, doch die Ansage steht: „Mehr als die Hälfte der Privat- und Gewerbekunden mit Stromtarif profitiert ab dem 1. Februar von einer durchschnittlichen Preissenkung – um durchschnittlich 10 Prozent“, teilt das Stadtwerk am See mit.
Das Unternehmen mit Sitz in Überlingen hat auch die übrige Klientel im Auge: „Laufzeitverträge und die Grundversorgung sind noch in der Berechnung. Wir sind aber guter Dinge, in den kommenden Monaten auch für die restlichen Stadtwerkkunden den Preis Schritt für Schritt senken zu können“, wird Vertriebsleiter Niclas Labsch in einer Mitteilung zitiert.
Aktuell kostet die Kilowattstunde im Tarif „Öko Basis Strom“ 30,86 Cent netto (Eintarifzähler). Der jährliche Grundpreis beläuft sich auf 139,68 Euro. Als Begründung für die Preissenkung verweist Labsch auf reduzierte Netznutzungsentgelte und die Einkaufsstrategie des Versorgers.
5 Cent weniger in der Goethe-Schiller-Stadt
Ganz ähnlich klingt die Ankündigung aus Weimar. „Auf Grund der staatlichen Zuschüsse sowie gesunkenen Einkaufspreisen gehen wir aktuell von einer Entlastung für unsere Kundinnen und Kunden aus“, erklärt Constanze Reppin, Geschäftsführerin der Stadtwerke in der Goethe-Schiller-Stadt.
Im Tarif Weimar Strom soll der Arbeitspreis um 5,18 Cent/kWh (brutto) auf insgesamt 30,45 Cent/kWh (brutto) sinken. Der Grundpreis steigt nach Unternehmensangaben um 48,93 Euro/Jahr (brutto). Mit der Erhöhung des Grundpreises reagiere man auf höhere Kosten für den Messstellenbetrieb und Vertrieb. Unter dem Strich spart ein Weimarer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden nach Kalkulation der Stadtwerke durch die Anpassungen im Jahr etwa 8 Euro.
„Da die finalen Netzentgelte erst Ende Dezember vorliegen und Preisänderungen gesetzlich mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten bekanntzugeben sind, ist eine Anpassung zum 1. Januar oder 1. Februar 2026 nicht mehr fristgerecht möglich“, so Reppin. Die Preisanpassung soll zum 1. März in Kraft treten. „Für Januar und Februar gilt noch der bisherige Preis. Die Entlastung für die beiden Monate verrechnen wir in den Monaten März bis Dezember 2026“.
Rund 7 Prozent in Oldenburg
Um gut 7 Prozent will das Oldenburger Energieunternehmen EWE den Strompreis in der Grundversorgung herabsetzen. Der neue Arbeitspreis soll brutto 29,63 Cent brutto ausmachen, bisher beträgt er 31,90 Cent. Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch von 2.800 Kilowattstunden zahlt dadurch 48 Euro im Jahr weniger. Davon profitieren dem Vernehmen nach mehr 165.000 EWE-Stromkunden. Die Preisanpassung soll zum 1. Februar wirksam werden.
Um rund 12 Prozent im Vergleich zum Jahr 2025 schraubt EnBW den Strompreis in der Grundversorgung herunter (wir berichten). Der Arbeitspreis sinkt zum Jahreswechsel von 40,57 auf 35,37 Cent/kWh brutto. Der monatliche Grundpreis verringert sich von 18,30 auf 16,89 Euro brutto. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.900 kWh zahlt nach Rechnung von EnBW im Jahr 2026 rund 168 Euro weniger.
Freitag, 12.12.2025, 17:39 Uhr
Manfred Fischer
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