Quelle: Stadtwerke Düsseldorf AG
Trotz eines rückläufigen Umsatzes haben die Stadtwerke Düsseldorf das Geschäftsjahr 2025 mit einem leicht verbesserten Jahresüberschuss abgeschlossen.
Die Stadtwerke Düsseldorf haben ihre Bilanz für das abgelaufene Jahr vorgelegt. Der Umsatz 2025 ging auf 2,5 Milliarden Euro zurück, nach 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Grund seien die weiter gesunkenen Energiepreise gewesen, teilte das mehrheitlich zum Karlsruher EnBW-Konzern gehörende Unternehmen mit.
Der Jahresüberschuss stieg auf 107 Millionen Euro nach 104 Millionen Euro im Jahr 2024. Gleichzeitig erhöhten die Stadtwerke ihre Investitionen von 125 Millionen auf rund 130 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 42 auf 46 Prozent.
Nach Angaben des Unternehmens blieb das wirtschaftliche Umfeld auch 2025 von geopolitischen Unsicherheiten und einer schwachen Konjunktur geprägt. Dennoch sehen sich die Stadtwerke finanziell robust aufgestellt. „Unser Ergebnis verschafft uns den finanziellen Spielraum, um die Transformation der Energieinfrastruktur in Düsseldorf weiter voranzutreiben“, sagte Finanzvorstand Jan Huth. Dazu trägt auch bei, dass die Anteilseigner erneut auf die Ausschüttung eines wesentlichen Teils des Gewinns verzichteten. Insgesamt flossen 52,5 Millionen Euro in die Gewinnrücklagen.
Einen Schwerpunkt bildeten erneut Investitionen in die Energieinfrastruktur. Rund 130 Millionen Euro investierte der Versorger vor allem in den Ausbau, die Erneuerung und Digitalisierung der Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetze. Gleichzeitig treiben die Stadtwerke die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung voran.
Nutzung der industrieller Abwärme des Henkel-Werks
Zu den positiven Höhepunkten des Jahres zählt die Fertigstellung der Energiezentrale zur Nutzung industrieller Abwärme des Düsseldorfer Henkel-Werks. Für das Projekt beim Chemieunternehmen investierten die Stadtwerke rund 40 Millionen Euro. Künftig soll die dort gewonnene Wärme einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Fernwärmeversorgung leisten. Das Unternehmen sieht darin ein Modell für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Energieversorgern.
Ein weiterer Fortschritt gelang beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Ende 2025 betrieben die Stadtwerke mehr als 4.300 öffentliche Ladepunkte sowie Ladeeinrichtungen bei Unternehmen und in Wohnanlagen. Zudem ging der erste City-Schnellladepark mit Photovoltaik-Überdachung in Betrieb.
Parallel baute die Grünwerke GmbH ihr Erzeugungsportfolio mit zwei Photovoltaikparks in Bayern sowie zwei Windenergieanlagen im niederrheinischen Geldern weiter aus. Die Grünwerke ist die Erneuerbare-Energien-Tochter der Stadtwerke und entwickelt, betreibt und beteiligt sich an Wind- und Solarparks in Deutschland.
Eine Belastung für die Planungen der Düsseldorfer ist die Unsicherheit über die energiepolitischen Rahmenbedingungen. Nach Einschätzung des Unternehmens stehen Eigentümer, Wohnungswirtschaft und Industrie insbesondere bei der Wärmewende weiterhin vor schwierigen Investitionsentscheidungen. Hinzu kommen die Auswirkungen geopolitischer Konflikte auf die Energieversorgung und die Beschaffung.
Für die kommenden Jahre setzt Düsseldorf den Investitionskurs fort. Im Mittelpunkt steht die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung. Am Kraftwerksstandort Lausward laufen die Planungen für eine Großwärmepumpe, die künftig den Wärmebedarf von bis zu 40.000 Haushalten decken soll. Ergänzend entstehen bis 2028 zwei wasserstofffähige Heißwasserkessel mit jeweils 40 MW Leistung. Außerdem soll bis Sommer 2027 ein Batteriespeicher mit 20 MW Leistung errichtet werden.
Die Stadtwerke Düsseldorf gehören mehrheitlich der EnBW, die 54,95 Prozent der Anteile hält. Weitere Gesellschafter sind die Stadt Düsseldorf mit 25,05 Prozent sowie die GEW Köln AG mit 20 Prozent. (sag)
Mittwoch, 8.07.2026, 17:16 Uhr
Stefan Sagmeister
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