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Energie & Management > Windkraft Offshore - Ostwind 3 speist ersten Offshore-Strom ein
Quelle: Fotolia / vadim petrakov
Windkraft Offshore

Ostwind 3 speist ersten Offshore-Strom ein

50 Hertz hat die Inbetriebnahmetests für das Netzanbindungssystem Ostwind 3 vor Rügen abgeschlossen. Erste Turbinen des Windparks Windanker speisen Strom ein.
Nordöstlich der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz die letzten Inbetriebnahmetests für das Netzanbindungssystem Ostwind 3 abgeschlossen. Damit speist bereits ein Großteil der 21 Windenergieanlagen des Offshore-Windparks Windanker Strom in das deutsche Höchstspannungsnetz ein. Der Regelbetrieb soll dem Unternehmen zufolge nach der verbindlichen Fertigstellung Ende September starten.

50 Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands. Das Unternehmen bindet Windanker über die Offshore-Plattform OSS Jasmund, eine rund 100 Kilometer lange See- und Landkabelverbindung, sowie das neue Umspannwerk Stilow bei Greifswald an das Höchstspannungsnetz an.

Das Netzanbindungssystem verfügt über eine Übertragungsleistung von 300 MW. Rechnerisch kann es damit Strom für rund 300.000 Haushalte transportieren. Für 50 Hertz ist Ostwind 3 der dritte Offshore-Netzanschluss im Seegebiet nordöstlich von Rügen. Die beiden bereits realisierten Systeme Ostwind 1 und Ostwind 2 binden die Windparks Wikinger und Arkona sowie Baltic Eagle und Arcadis Ost 1 an.

Weitere Projekte im Werden

Zusammen stehen dort künftig rund 1.800 MW Anschlussleistung zur Verfügung.
„50 Hertz liefert pünktlich und zuverlässig“, erklärte Stefan Kapferer, CEO von 50 Hertz. Weniger als zweieinhalb Jahre nach dem letzten Planfeststellungsbeschluss starte Ostwind 3 demnächst in den Regelbetrieb. Kapferer verwies zugleich auf weitere Offshore-Projekte des Übertragungsnetzbetreibers in der Ost- und Nordsee.

Dazu zählt das deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt Bornholm Energy Island, das 50 Hertz gemeinsam mit dem dänischen Übertragungsnetzbetreiber Energinet als hybriden Interkonnektor mit einem Stromdrehkreuz auf Bornholm entwickeln will.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank sieht in dem Projekt wirtschaftliche Chancen für das Bundesland. „Der erfolgreiche Start von Ostwind 3 ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende in der Ostsee und in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Blank. Der Ausbau der Offshore-Windenergie schaffe Wertschöpfung und Arbeitsplätze unter anderem in Häfen, maritimer Industrie sowie Betrieb und Wartung.

50 Hertz baut seinen Offshore-Standort in Rostock-Warnemünde nach eigenen Angaben weiter aus. Dort sollen künftig auch große Komponenten für die Offshore-Energiewende gefertigt werden. Das Unternehmen hatte dafür bereits einen Großauftrag an die Neptun Werft und Meyer Werft vergeben.

Neue Anschlüsse in der Ostsee

Mit Ostwind 4 bereitet 50 Hertz bereits den nächsten Netzanschluss im Seegebiet vor. Die Planungen und das Genehmigungsverfahren haben begonnen. Wesentliche Komponenten wie Kabel und Konverter sind laut Unternehmen bereits beauftragt und befinden sich in der Fertigung. Der Baustart für Ostwind 4 ist für 2027 vorgesehen. Das Projekt soll als erstes Gleichstromprojekt von 50 Hertz in der deutschen Ostsee umgesetzt werden.

Vor der Küste des Darß schreiten zudem die Arbeiten am Netzanschlussprojekt OST-6-1 für den Windpark Gennaker voran. Der Windpark soll eine Leistung von rund 900 MW erreichen. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Landtrasse zwischen dem Anlandungspunkt Dierhagen und dem neuen Umspannwerk Gnewitz. Die beiden Offshore-Plattformen OSS Zingst und OSS Darß sollen noch im Herbst auf See installiert werden.

Mit Ostwind 3 kommt damit ein weiteres Netzanbindungssystem in einem Seegebiet hinzu, das bereits mehrere Offshore-Windparks bündelt. Nach Angaben von 50 Hertz soll das Unternehmen in seinem Netzgebiet bis 2032 über das Jahr gerechnet 100 Prozent erneuerbare Energien sicher in Netz und System integrieren. (sh)

Montag, 31.08.2026, 13:29 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Windkraft Offshore - Ostwind 3 speist ersten Offshore-Strom ein
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Ostwind 3 speist ersten Offshore-Strom ein
50 Hertz hat die Inbetriebnahmetests für das Netzanbindungssystem Ostwind 3 vor Rügen abgeschlossen. Erste Turbinen des Windparks Windanker speisen Strom ein.
Nordöstlich der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz die letzten Inbetriebnahmetests für das Netzanbindungssystem Ostwind 3 abgeschlossen. Damit speist bereits ein Großteil der 21 Windenergieanlagen des Offshore-Windparks Windanker Strom in das deutsche Höchstspannungsnetz ein. Der Regelbetrieb soll dem Unternehmen zufolge nach der verbindlichen Fertigstellung Ende September starten.

50 Hertz betreibt das Stromübertragungsnetz im Norden und Osten Deutschlands. Das Unternehmen bindet Windanker über die Offshore-Plattform OSS Jasmund, eine rund 100 Kilometer lange See- und Landkabelverbindung, sowie das neue Umspannwerk Stilow bei Greifswald an das Höchstspannungsnetz an.

Das Netzanbindungssystem verfügt über eine Übertragungsleistung von 300 MW. Rechnerisch kann es damit Strom für rund 300.000 Haushalte transportieren. Für 50 Hertz ist Ostwind 3 der dritte Offshore-Netzanschluss im Seegebiet nordöstlich von Rügen. Die beiden bereits realisierten Systeme Ostwind 1 und Ostwind 2 binden die Windparks Wikinger und Arkona sowie Baltic Eagle und Arcadis Ost 1 an.

Weitere Projekte im Werden

Zusammen stehen dort künftig rund 1.800 MW Anschlussleistung zur Verfügung.
„50 Hertz liefert pünktlich und zuverlässig“, erklärte Stefan Kapferer, CEO von 50 Hertz. Weniger als zweieinhalb Jahre nach dem letzten Planfeststellungsbeschluss starte Ostwind 3 demnächst in den Regelbetrieb. Kapferer verwies zugleich auf weitere Offshore-Projekte des Übertragungsnetzbetreibers in der Ost- und Nordsee.

Dazu zählt das deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt Bornholm Energy Island, das 50 Hertz gemeinsam mit dem dänischen Übertragungsnetzbetreiber Energinet als hybriden Interkonnektor mit einem Stromdrehkreuz auf Bornholm entwickeln will.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank sieht in dem Projekt wirtschaftliche Chancen für das Bundesland. „Der erfolgreiche Start von Ostwind 3 ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende in der Ostsee und in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Blank. Der Ausbau der Offshore-Windenergie schaffe Wertschöpfung und Arbeitsplätze unter anderem in Häfen, maritimer Industrie sowie Betrieb und Wartung.

50 Hertz baut seinen Offshore-Standort in Rostock-Warnemünde nach eigenen Angaben weiter aus. Dort sollen künftig auch große Komponenten für die Offshore-Energiewende gefertigt werden. Das Unternehmen hatte dafür bereits einen Großauftrag an die Neptun Werft und Meyer Werft vergeben.

Neue Anschlüsse in der Ostsee

Mit Ostwind 4 bereitet 50 Hertz bereits den nächsten Netzanschluss im Seegebiet vor. Die Planungen und das Genehmigungsverfahren haben begonnen. Wesentliche Komponenten wie Kabel und Konverter sind laut Unternehmen bereits beauftragt und befinden sich in der Fertigung. Der Baustart für Ostwind 4 ist für 2027 vorgesehen. Das Projekt soll als erstes Gleichstromprojekt von 50 Hertz in der deutschen Ostsee umgesetzt werden.

Vor der Küste des Darß schreiten zudem die Arbeiten am Netzanschlussprojekt OST-6-1 für den Windpark Gennaker voran. Der Windpark soll eine Leistung von rund 900 MW erreichen. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Landtrasse zwischen dem Anlandungspunkt Dierhagen und dem neuen Umspannwerk Gnewitz. Die beiden Offshore-Plattformen OSS Zingst und OSS Darß sollen noch im Herbst auf See installiert werden.

Mit Ostwind 3 kommt damit ein weiteres Netzanbindungssystem in einem Seegebiet hinzu, das bereits mehrere Offshore-Windparks bündelt. Nach Angaben von 50 Hertz soll das Unternehmen in seinem Netzgebiet bis 2032 über das Jahr gerechnet 100 Prozent erneuerbare Energien sicher in Netz und System integrieren. (sh)

Montag, 31.08.2026, 13:29 Uhr
Susanne Harmsen

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