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Energie & Management > Windkraft Offshore - Nordseecluster A zur Hälfte fertig
Installation am Nordseecluster A. Quelle: RWE
Windkraft Offshore

Nordseecluster A zur Hälfte fertig

RWE hat die 22. von 44 Windturbinen für das Nordseecluster A installiert. Die erste Ausbaustufe mit 660 MW Leistung soll Anfang 2027 vollständig ans Netz gehen.
Der Essener Energiekonzern RWE hat die Hälfte der Windturbinen für die erste Ausbaustufe des Offshore-Windprojekts Nordseecluster installiert. Die 22. Anlage steht rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist. Die Windturbinen des Herstellers Vestas verfügen jeweils über eine Leistung von bis zu 15 MW. Das Installationsschiff „Norse Wind“ des belgischen Offshore-Dienstleisters DEME transportiert die Anlagen zum Baufeld und errichtet sie dort.

Das Nordseecluster umfasst Offshore-Windparks mit einer geplanten Gesamtleistung von 1.600 MW in der deutschen Nordsee. RWE entwickelt und betreibt das Projekt gemeinsam mit Norges Bank Investment Management. RWE hält 51 Prozent, Norges Bank Investment Management 49 Prozent. RWE verantwortet den Bau und den Betrieb der Windparks über deren gesamten Lebenszyklus.

Erste Ausbaustufe bis Jahresende

Bis Ende 2026 will RWE alle 44 Turbinen der ersten Ausbaustufe Nordseecluster A installieren. Die Anlagen werden anschließend schrittweise getestet und in Betrieb genommen. Ende Juli speiste die erste Turbine erstmals Strom in das deutsche Netz ein. Anfang 2027 soll Nordseecluster A mit einer Gesamtleistung von 660 MW vollständig am Netz sein.

„Halbzeit für unsere Teams auf See bedeutet nicht Pause“, sagte Tobias Keitel, Chief Technology Officer von RWE Offshore Wind. Die Teams arbeiteten weiter daran, die Anlagen zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Das Nordseecluster sei das derzeit größte Offshore-Windprojekt von RWE im Bau. Nach vollständiger Inbetriebnahme solle es zur Energiesicherheit Deutschlands und zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen.

Auf Nordseecluster A folgt die zweite Ausbaustufe. Nordseecluster B soll weitere 900 MW Leistung bereitstellen. Nach Angaben von RWE hat die Fertigung der Fundamente bereits begonnen. Ihre Installation ist für 2027 vorgesehen. Die Errichtung der 60 Vestas-Turbinen soll 2028 folgen. Anfang 2029 soll auch Nordseecluster B den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Strom für Industriekunden

Beide Ausbaustufen sollen zusammen jährlich rund 6,5 Milliarden kWh Strom erzeugen. RWE will den Strom unter anderem für Energielösungen für Industriekunden nutzen. Damit sollen Unternehmen bei der Dekarbonisierung ihres Energiebezugs unterstützt werden.

Zu den Abnehmern zählt nach Angaben von RWE auch der Technologiekonzern Amazon. Beide Unternehmen hatten Anfang 2026 einen Stromabnahmevertrag über 110 MW aus Nordseecluster B vereinbart. Der Vertrag soll einen Teil des im zweiten Projektabschnitt erzeugten Stroms langfristig einem industriellen Abnehmer zuordnen.

Das Nordseecluster entsteht innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Deutschen Bucht. Das Gebiet liegt rund 50 Kilometer nördlich von Juist und grenzt an Hauptschifffahrtsrouten. Für Nordseecluster A hatte RWE die Fundamente bereits 2025 installiert.

Hintergrund Nordseecluster

Mit Nordseecluster A und B bündelt RWE vier Windparkflächen. Das Unternehmen erwartet durch die gemeinsame Entwicklung und Infrastruktur Skaleneffekte. Rechnerisch könnten die Windparks den jährlichen Strombedarf von rund 1,6 Millionen Haushalten decken.

RWE entwickelt neben dem Nordseecluster weitere Offshore-Windparks. Dazu zählen Sofia in Großbritannien mit 1.400 MW, Thor in Dänemark mit 1.100 MW und Oranje Wind in den Niederlanden mit 795 MW. Insgesamt will RWE seine Offshore-Windkapazität bis 2031 netto um 5.000 MW erweitern. (sh)

Dienstag, 1.09.2026, 10:39 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Windkraft Offshore - Nordseecluster A zur Hälfte fertig
Installation am Nordseecluster A. Quelle: RWE
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Nordseecluster A zur Hälfte fertig
RWE hat die 22. von 44 Windturbinen für das Nordseecluster A installiert. Die erste Ausbaustufe mit 660 MW Leistung soll Anfang 2027 vollständig ans Netz gehen.
Der Essener Energiekonzern RWE hat die Hälfte der Windturbinen für die erste Ausbaustufe des Offshore-Windprojekts Nordseecluster installiert. Die 22. Anlage steht rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist. Die Windturbinen des Herstellers Vestas verfügen jeweils über eine Leistung von bis zu 15 MW. Das Installationsschiff „Norse Wind“ des belgischen Offshore-Dienstleisters DEME transportiert die Anlagen zum Baufeld und errichtet sie dort.

Das Nordseecluster umfasst Offshore-Windparks mit einer geplanten Gesamtleistung von 1.600 MW in der deutschen Nordsee. RWE entwickelt und betreibt das Projekt gemeinsam mit Norges Bank Investment Management. RWE hält 51 Prozent, Norges Bank Investment Management 49 Prozent. RWE verantwortet den Bau und den Betrieb der Windparks über deren gesamten Lebenszyklus.

Erste Ausbaustufe bis Jahresende

Bis Ende 2026 will RWE alle 44 Turbinen der ersten Ausbaustufe Nordseecluster A installieren. Die Anlagen werden anschließend schrittweise getestet und in Betrieb genommen. Ende Juli speiste die erste Turbine erstmals Strom in das deutsche Netz ein. Anfang 2027 soll Nordseecluster A mit einer Gesamtleistung von 660 MW vollständig am Netz sein.

„Halbzeit für unsere Teams auf See bedeutet nicht Pause“, sagte Tobias Keitel, Chief Technology Officer von RWE Offshore Wind. Die Teams arbeiteten weiter daran, die Anlagen zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Das Nordseecluster sei das derzeit größte Offshore-Windprojekt von RWE im Bau. Nach vollständiger Inbetriebnahme solle es zur Energiesicherheit Deutschlands und zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen.

Auf Nordseecluster A folgt die zweite Ausbaustufe. Nordseecluster B soll weitere 900 MW Leistung bereitstellen. Nach Angaben von RWE hat die Fertigung der Fundamente bereits begonnen. Ihre Installation ist für 2027 vorgesehen. Die Errichtung der 60 Vestas-Turbinen soll 2028 folgen. Anfang 2029 soll auch Nordseecluster B den kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Strom für Industriekunden

Beide Ausbaustufen sollen zusammen jährlich rund 6,5 Milliarden kWh Strom erzeugen. RWE will den Strom unter anderem für Energielösungen für Industriekunden nutzen. Damit sollen Unternehmen bei der Dekarbonisierung ihres Energiebezugs unterstützt werden.

Zu den Abnehmern zählt nach Angaben von RWE auch der Technologiekonzern Amazon. Beide Unternehmen hatten Anfang 2026 einen Stromabnahmevertrag über 110 MW aus Nordseecluster B vereinbart. Der Vertrag soll einen Teil des im zweiten Projektabschnitt erzeugten Stroms langfristig einem industriellen Abnehmer zuordnen.

Das Nordseecluster entsteht innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Deutschen Bucht. Das Gebiet liegt rund 50 Kilometer nördlich von Juist und grenzt an Hauptschifffahrtsrouten. Für Nordseecluster A hatte RWE die Fundamente bereits 2025 installiert.

Hintergrund Nordseecluster

Mit Nordseecluster A und B bündelt RWE vier Windparkflächen. Das Unternehmen erwartet durch die gemeinsame Entwicklung und Infrastruktur Skaleneffekte. Rechnerisch könnten die Windparks den jährlichen Strombedarf von rund 1,6 Millionen Haushalten decken.

RWE entwickelt neben dem Nordseecluster weitere Offshore-Windparks. Dazu zählen Sofia in Großbritannien mit 1.400 MW, Thor in Dänemark mit 1.100 MW und Oranje Wind in den Niederlanden mit 795 MW. Insgesamt will RWE seine Offshore-Windkapazität bis 2031 netto um 5.000 MW erweitern. (sh)

Dienstag, 1.09.2026, 10:39 Uhr
Susanne Harmsen

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