Umwelt-Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter beim Nachhaltigkeitsgipfel 2026. Quelle: Susanne Harmsen
Beim Sustainable Economy Summit 2026 in Berlin beraten Unternehmen, Politik und Wissenschaft über nachhaltige Wirtschaft, Klimaschutz und die Rolle der Energiewende.
Am 21. und 22.
April findet in Berlin der Sustainable Economy Summit statt. Die Konferenz bringt Vertreter aus Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen, die nachhaltige Wirtschaftsmodelle voranbringen wollen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums (BMUKN).
In einem Grußwort erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), Deutschland solle auch in einer klimaneutralen Welt zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften gehören. „Umwelt- und Klimaschutz sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand“, so der Minister. Dafür brauche es laut Schneider eine Wirtschaft, die Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Verantwortung miteinander verbinde.
Katharina Reuter, Geschäftsführerin der Sustainable Economy gGmbH mit Sitz in Berlin, betonte in ihrer Eröffnungsrede die wirtschaftliche Bedeutung von Energie- und Ressourcenunabhängigkeit. „Wer diese als Standortvorteil nutzen will, muss jetzt handeln“, appellierte sie. Die geopolitische Lage zeige, dass nachhaltige Modernisierung kein optionales Ziel sei, sondern eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit. Der Gipfel solle als Plattform dienen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, so Reuter.
Energiewende vorantreibenFür das BMUKN nahm Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter an der Veranstaltung teil. Sie betonte, „wirtschaftliches Handeln ist langfristig nur innerhalb der planetaren Grenzen möglich“. Nachhaltige Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sei in globalen Krisenzeiten kostengünstiger und verlässlicher als der Import fossiler Energieträger. Daher müsse die Energiewende weiter vorangetrieben werden.
Schwarzelühr-Sutter hob zudem hervor, dass umweltfreundliche Technologien zur Sicherung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in Deutschland beitragen. Diese Einschätzung werde durch aktuelle Umfragedaten gestützt, die im Rahmen des Gipfels vorgestellt wurden.
Barometer 2026 vorgestelltJanina Mütze, Gründerin des Meinungsforschungsunternehmens Civey, präsentierte das Sustainable Economy Barometer 2026. Dafür wurden rund 2.500 Entscheiderinnen und Entscheider aus deutschen Unternehmen befragt. Ziel der Erhebung ist es laut Civey, die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Erwartungen an politische Rahmenbedingungen zu erfassen.
Die Ergebnisse zeigten, dass Nachhaltigkeit zunehmend als Wettbewerbsfaktor wahrgenommen wird. Effizienzgewinne und größere Unabhängigkeit von externen Einflüssen gewinnen insbesondere in Krisenzeiten an Bedeutung. 57
Prozent der Befragten halten allerdings die wiederkehrende Debatte über eine Verschiebung von Klimaschutzzielen für wirtschaftlich schädlich.
Bei den politischen Maßnahmen sprechen sich viele Unternehmen für wirtschaftliche Anreize aus. Während 20
Prozent eine planmäßige Anhebung des CO2-Preises befürworten, plädieren 41
Prozent für eine geringere Besteuerung nachhaltiger Produkte. 48
Prozent der Befragten sprechen sich für den Abbau klimaschädlicher Subventionen aus.
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Sustainable Economy Summit Berlin 2026 Quelle: Susanne Harmsen |
Hintergrund des GipfelsZu den Teilnehmern des Gipfels zählen unter anderem Vertreter von Unternehmen wie dem Drogeriehändler dm und Möbelunternehmen IKEA. Neben Unternehmensvertretern nehmen auch Akteure aus Politik und Wissenschaft teil.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen konkrete Lösungsansätze in zentralen Handlungsfeldern.
Dazu zählen speziell die Energiewende, die Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Finanzierungsmodelle sowie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Ziel des Gipfels ist es, Ansätze für eine wirtschaftliche Transformation zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Der vorherige Gipfel fand 2023 statt.
Die Ergebnisse des
Sustainable Economy Barometer 2026 stehen im Internet bereit.
Dienstag, 21.04.2026, 11:32 Uhr
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