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Wer Fernwärme über die Stadtwerke Marburg bezieht, muss spätestens im Herbst tiefer in die Tasche greifen. 20 Prozent mehr verlangt der Versorger bereits jetzt bei Neuabschlüssen.
Das Heizen in Marburg wird teurer. Die Stadtwerke Marburg (SWMR) heben in diesem Jahr die Preise für ihre Fernwärme-Lieferung an. Wie die Hessen auf Anfrage dieser Redaktion mitteilen, verlangt das Unternehmen durchschnittlich etwa 20 Prozent mehr als vorher.
Als Grund führt der Versorger neue Vorgaben des Gesetzgebers an. Auf dem Weg zur klimaneutralen Wärme der Zukunft seien bereits jetzt die Wärme-Preisgleitformeln anzupassen. Sie berücksichtigten sowohl die Brennstoff-Beschaffungskosten als auch kommende Investitionskosten.
Marburg nimmt für sich in Anspruch, im Jahr 2025 zu dem günstigsten Drittel der hessischen Fernwärmeanbieter gezählt zu haben. Jetzt bewege das Unternehmen sich auf einem Niveau „wie andere Wärmeversorger“.
Konkret ist der Aufschlag bereits jetzt für alle zu spüren, die seit 1. Januar einen Vertrag mit dem Namen „SWMRWärme“ abgeschlossen haben. Für Bestandskundinnen und -kunden im Tarif „Premiumwärme“ gelten dessen günstigere Konditionen noch bis einschließlich September 2026, ehe der Aufschlag von einem Fünftel auch für sie gilt.
In einem Mehrparteienhaus sollen künftig gut 15.200 Euro fällig werden. Das bezieht sich auf einen Verbrauch von 72.000 kWh (je 15,35 Cent) plus Grund- und CO2-Kosten. In einem Einfamilienhaus (17.000 kWh) steigen die Ausgaben auf gut 3.500 Euro, abhängig jeweils von der Durchflussmenge pro Stunde.
Donnerstag, 29.01.2026, 16:49 Uhr
Volker Stephan
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