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Das Fraunhofer IEG entwickelt mit Partnern eine KI-Plattform, die Wärmeplanung für Kommunen, Versorger und Bürger verständlicher machen soll.
Das Fraunhofer-Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie (Fraunhofer IEG) mit Sitz in Bochum entwickelt gemeinsam mit fünf weiteren Partnern eine KI-gestützte Plattform für die kommunale Wärmeplanung. Das Forschungsprojekt „HEATogether“ soll Fachwissen, Planungswerkzeuge und regionale Erfahrungen zusammenführen und für unterschiedliche Nutzergruppen verständlich aufbereiten.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Verbundprojekt nach Angaben des Fraunhofer IEG mit rund 1,34
Millionen Euro. Es läuft von Juli 2026 bis Dezember 2028. Für das Teilvorhaben des Fraunhofer IEG „KI-Wärmeplattform und gesellschaftliche Analyse“ bewilligte der Bund 772.807,15 Euro. Als Projektträger fungiert das Forschungszentrum Jülich.
KI soll zwischen Fachebenen vermittelnHEATogether soll laut Fraunhofer IEG keine eigenständige Planungssoftware und keinen klassischen KI-Chatbot entwickeln. Stattdessen wollen die Forschenden bestehende wissenschaftliche Werkzeuge für die Planung von Strom-, Gas- und Wärmenetzen mit Künstlicher Intelligenz verbinden.
Die Plattform soll Ergebnisse aus den Planungswerkzeugen zielgruppengerecht erklären. Ein Mitarbeiter eines Stadtwerks benötigt dabei andere Informationen als eine kommunale Verwaltung oder ein Bürger. Auch regionale Rahmenbedingungen und Erfahrungen sollen in die Aufbereitung einfließen.
„Kommunen und Stadtwerke verfügen heute über leistungsfähige Werkzeuge für die Wärmeplanung. Die Herausforderung liegt darin, die Ergebnisse für unterschiedliche Akteure verständlich und nutzbar zu machen“, sagt Prof. Tanja Kneiske, Projektleiterin am Fraunhofer IEG. HEATogether solle deshalb Planungswerkzeuge, KI und Wissen über Menschen und Regionen in einer Anwendung verbinden.
Die wissenschaftlich geprüften Planungswerkzeuge sollen weiterhin die Berechnungen übernehmen. Die KI soll deren Ergebnisse erklären und zugänglich machen. Physikalische Aussagen soll sie dagegen nicht selbst erzeugen. Das Fraunhofer IEG beschreibt diese Funktion als eine Art „Dolmetscher“ zwischen verschiedenen Fachebenen.
Praxistests in mehreren RegionenDas Forschungsteam will die Plattform gemeinsam mit Kommunen, Energieversorgern und weiteren Praxispartnern entwickeln. Zunächst untersuchen die Projektpartner, welche Informationen die verschiedenen Nutzergruppen benötigen und wie sie den Einsatz von KI bei der Wärmewende bewerten.
Dafür sind Interviews, eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen sowie die Auswertung regionaler Erfahrungen vorgesehen. Daraus beabsichtigen die Forschenden typische Nutzerprofile abzuleiten. Anschließend soll die Plattform schrittweise mit Akteuren aus der Praxis entwickelt und getestet werden. Geplant sind mindestens sechs bis acht Erprobungsformate.
Zu den Praxispartnern gehören unter anderem die Stadtwerke Weißwasser, die Stadt Weißwasser und die Stadt Aachen. Auch in Hoyerswerda, Cottbus, Zittau und Dormagen soll das Projekt erprobt werden. In der Modellregion Nordrhein-Westfalen arbeiten die Partner zudem mit der BasePeak GmbH und der Mensch goes GmbH zusammen.
Sechs Partner im ForschungsverbundNeben dem Fraunhofer IEG beteiligen sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI) in Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (Fraunhofer FIT) in Sankt Augustin, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien, die Hochschule Zittau/Görlitz sowie die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) an HEATogether.
Als assoziierte Praxispartner sind die Tilia GmbH, die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda, die Stadtwerke Weißwasser, die Stadt Weißwasser, die Stadt Aachen, die BasePeak GmbH und die Mensch goes GmbH eingebunden.
Das Projekt gehört zum Förderbereich „Energiewende und Gesellschaft“ des BMWE. Ziel ist es laut Fraunhofer IEG, den Wissenstransfer zwischen Fachplanung, Energieversorgern, Kommunen und Bürgern zu verbessern. Damit soll die Plattform insbesondere Regionen im Strukturwandel bei der Umsetzung der Wärmewende unterstützen.
Informationen zum
Projekt KI in der Wärmewende stehen im Internet bereit.
(sh)
Freitag, 25.09.2026, 12:45 Uhr
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