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Energie & Management > Energiemanagement - HEMS optimiert aus der Wallbox
Quelle: Jonas Rosenberger
Energiemanagement

HEMS optimiert aus der Wallbox

Solar Manager integriert sein HEMS direkt in Wallboxen von Hardy Barth. Zusätzliche EMS-Hardware soll dadurch entfallen; auch kompatible Bestandsgeräte lassen sich nachrüsten.
Solar Manager und „eCharge Hardy Barth“ bringen ein Heim-Energiemanagementsystem (HEMS) direkt auf die Hardware der Wallbox. Das System kann künftig auf Hardy Barth Wallboxen ab Version 2 ausgeführt werden. Die Software nutzt dafür die bereits vorhandene Rechen- und Kommunikationshardware des Ladepunkts. Eine separate Hardware für das HEMS ist nach Angaben der Unternehmen damit nicht mehr erforderlich.

Die Wallbox übernimmt dabei nicht nur die Steuerung des Ladevorgangs. Das HEMS soll auch weitere Energiekomponenten im Gebäude einbinden, darunter Photovoltaikanlagen, Wechselrichter, Batteriespeicher und Wärmepumpen. Nach Angaben von Solar Manager sind mehr als 600 Geräte unterschiedlicher Hersteller kompatibel. Die Kommunikation mit den eingebundenen Komponenten erfolgt weiterhin lokal.

Die Integration ist auch für bereits installierte, kompatible Hardy Barth Wallboxen vorgesehen. Das HEMS wird über die Plattform des Wallbox-Herstellers aktiviert und anschließend per Software-Update auf dem Gerät bereitgestellt. Bei Neuinstallationen entfällt damit zusätzliche EMS-Hardware; bei Bestandsanlagen kann die Funktion nachträglich ergänzt werden.

Relevant ist dieser Ansatz auch mit Blick auf die netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG. Die Bundesnetzagentur sieht neben der direkten Ansteuerung einzelner steuerbarer Verbrauchseinrichtungen ausdrücklich die Steuerung über ein Energiemanagementsystem vor. In diesem Fall übermittelt der Netzbetreiber eine Leistungsobergrenze für die angeschlossenen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Das EMS verteilt die verfügbare Leistung innerhalb der Kundenanlage und kann dabei auch Eigenerzeugung und Batteriespeicher berücksichtigen.

Solar Manager und Hardy Barth setzen damit auf eine Architektur, bei der die Energiemanagement-Software nicht an ein eigenes Gateway gebunden ist. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Hardware die nötige Rechenleistung, Schnittstellen sowie Kommunikations- und Sicherheitsfunktionen bereitstellt. Perspektivisch soll die Software nach Angaben der Unternehmen auch auf geeigneten Wechselrichtern, Batteriespeichern oder Wärmepumpen laufen können. (fw)

Donnerstag, 8.10.2026, 11:03 Uhr
Fritz Wilhelm
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Solar Manager und „eCharge Hardy Barth“ bringen ein Heim-Energiemanagementsystem (HEMS) direkt auf die Hardware der Wallbox. Das System kann künftig auf Hardy Barth Wallboxen ab Version 2 ausgeführt werden. Die Software nutzt dafür die bereits vorhandene Rechen- und Kommunikationshardware des Ladepunkts. Eine separate Hardware für das HEMS ist nach Angaben der Unternehmen damit nicht mehr erforderlich.

Die Wallbox übernimmt dabei nicht nur die Steuerung des Ladevorgangs. Das HEMS soll auch weitere Energiekomponenten im Gebäude einbinden, darunter Photovoltaikanlagen, Wechselrichter, Batteriespeicher und Wärmepumpen. Nach Angaben von Solar Manager sind mehr als 600 Geräte unterschiedlicher Hersteller kompatibel. Die Kommunikation mit den eingebundenen Komponenten erfolgt weiterhin lokal.

Die Integration ist auch für bereits installierte, kompatible Hardy Barth Wallboxen vorgesehen. Das HEMS wird über die Plattform des Wallbox-Herstellers aktiviert und anschließend per Software-Update auf dem Gerät bereitgestellt. Bei Neuinstallationen entfällt damit zusätzliche EMS-Hardware; bei Bestandsanlagen kann die Funktion nachträglich ergänzt werden.

Relevant ist dieser Ansatz auch mit Blick auf die netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG. Die Bundesnetzagentur sieht neben der direkten Ansteuerung einzelner steuerbarer Verbrauchseinrichtungen ausdrücklich die Steuerung über ein Energiemanagementsystem vor. In diesem Fall übermittelt der Netzbetreiber eine Leistungsobergrenze für die angeschlossenen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Das EMS verteilt die verfügbare Leistung innerhalb der Kundenanlage und kann dabei auch Eigenerzeugung und Batteriespeicher berücksichtigen.

Solar Manager und Hardy Barth setzen damit auf eine Architektur, bei der die Energiemanagement-Software nicht an ein eigenes Gateway gebunden ist. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Hardware die nötige Rechenleistung, Schnittstellen sowie Kommunikations- und Sicherheitsfunktionen bereitstellt. Perspektivisch soll die Software nach Angaben der Unternehmen auch auf geeigneten Wechselrichtern, Batteriespeichern oder Wärmepumpen laufen können. (fw)

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