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Der Deutschen liebste Heizung ist aktuell die Wärmepumpe – und dies besonders wegen ihrer Wirtschaftlichkeit. Das ergibt eine Umfrage des Wärmelösung-Anbieters Thermondo.
Es gibt einen guten Grund, warum die Wärmepumpe im Jahr 2025 zur meistverbauten Heizlösung in Deutschland aufgestiegen ist. Die Wirtschaftlichkeit sei das schlagende Argument, so der Wärmepumpen- und Solaranlagenanbieter Thermondo in seinem aktuellen Wärmepumpen-Monitor.
Das Installationsunternehmen hat im ersten Monat des Jahres 1.000 Menschen mit Eigenheim befragen lassen, darunter hätten sich keine eigenen Kunden befunden. Als zentrale Erkenntnis aus der Umfrage reichen die Berliner weiter, dass der Wechsel auf eine Wärmepumpe sich deutlich im Geldbeutel niederschlage. Die Heizkosten ließen sich um 65 Prozent gegenüber fossil-basierter Wärme senken, die staatliche Übernahme von 51 Prozent der Kosten sei ein zusätzliches Argument.
Die Menschen werden immer aufgeschlossener. Sofern sie sich für einen Heizungsaustausch entscheiden müssten, würden demnach 46,5 Prozent die Wärmepumpe wählen. Beim vergangenen Monitor lag dieser Wert um 5 Punkte niedriger. Hybridsysteme (18 Prozent) erfreuen sich ebenso einer geringeren Beliebtheit wie Gasheizungen (14,5 Prozent). Die Zustimmung zu Fernwärme und Pelletheizungen liege bei 7 Prozent.
Der Grund für einen möglichen Wechsel zur Wärmepumpe ist vorrangig wirtschaftlicher Natur. 79 Prozent der Befragten würden wechseln, wenn die technischen und finanziellen Voraussetzungen stimmen. Der Großteil der Wechselwilligen verhehlt nicht die Attraktivität der staatlichen Zuschüsse: 71,5 Prozent der Befragten sagten, die Förderung beeinflusse „wahrscheinlich“ ihre Haltung und Entscheidung pro Wärmepumpe.
Wer mit der Wärmepumpe nicht warm wird, äußert vor allem Bedenken wegen der zu leistenden Investitionen. Anschaffungskosten (zu 38 Prozent angeführt), Sorge vor hohen Stromkosten (20 Prozent), intransparente Folgekosten (16 Prozent) und fehlende Eigenmittel (16 Prozent) sind die vorwiegend genannten Gegenargumente. Die Wirtschaftlichkeit stellt dagegen kaum jemand unter den Teilnehmenden infrage (13 Prozent).
Der CEO von Thermondo, Felix Plog, leitet aus dem Monitor eine klare Forderung an die Politik ab: Sie dürfe das „positive Momentum“ für die Wärmepumpe „nicht abwürgen“. Zumal die Zielmarke von jährlich 500.000 installierten Geräten im laufenden Jahr erstmals möglich sei. „Massive Kürzungen, wie sie aktuell teils politisch gefordert werden, würden den Aufwärtstrend im Markt gefährden“, so Plog.
Donnerstag, 19.02.2026, 17:30 Uhr
Volker Stephan
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