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370.000 Gläubiger warten noch immer auf das Ende des Insolvenzverfahrens des Energieanbieters Flexstrom und seiner Töchter. Im Jahr 2026 könnte es soweit sein.
Hunderttausende ehemalige Flexstromkunden bekommen in diesen Tagen Post vom Insolvenzverwalter. Denn nach bald 13 Jahren soll das Insolvenzverfahren gegen den Stromanbieter endlich ein Ende finden: „Eine Auszahlung der Quote, deren Höhe noch nicht genau feststeht, ist für das 4. Quartal 2026 vorgesehen“ heißt es auf dem eigens für den Abwicklung der Schlussverteilung eingerichteten Internetportal der Insolvenzverwaltung White & Case.
Der Anbieter Flexstrom und die Tochtergesellschaften Optimalgrün, Löwenzahn Energie und Flexgas hatten im April 2012 Insolvenz angemeldet. Zuvor hatten sie Strom- und Gastarife angeboten, die teils für mehrere Monate im Voraus zu zahlen waren und hohe Bonuszahlungen versprachen. Die Insolvenzverfahren der vier Unternehmen sind jeweils am 1. Juli 2013 eröffnet worden.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters beschäftigte Flexstrom im April 2013 700 Mitarbeiter und hatte für das Jahr 2012 einen Umsatz von rund 450 Millionen Euro ausgewiesen. Flexgas hatte zuletzt deutschlandweit etwa 55.000 Kunden mit Gas versorgt und für 2012 einen Umsatz von rund 90 Millionen Euro ausgewiesen. Die Zahl der Gläubiger lag zum Verfahrensbeginn bei rund 835.000, nicht alle meldeten Forderungen an.
Die aktuelle Zahl der Gläubiger gibt der Insolvenzverwalter mit 370.000 an. Diese erhalten in diesen Tagen einen Brief mit den Zugangsdaten für das Gläubigerportal, bei dem sie ihre Stammdaten und Bankverbindungen aktualisieren können. Auch die Informationen über die Höhe der angemeldeten Forderungen sind dort hinterlegt.
Montag, 22.12.2025, 15:29 Uhr
Katia Meyer-Tien
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