Quelle: Energie-Atlas Bayern / LfU
In den Energie-Atlas Bayern wurden Kehrbuch- und Zensusdaten mit eingearbeitet. Das ermöglicht einen detaillierteren Blick auf die Wärmeversorgung in bayerischen Gemeinden.
Im Energie-Atlas Bayern können nun auch auf „Baublockebene“ detaillierte Informationen zur Wärmeversorgung abgerufen werden, darunter Heizwärmebedarf und vorherrschende Energieträger, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mit. Auf der Baublockebene werden
zusammenhängende Gebäude gemeinsam und dadurch anonymisiert betrachtet.
Grundlage der neuen Daten sind die Kehrbuchdaten des Berichtsjahres 2023 sowie Ergebnisse des Zensus 2022. Das LfU und das Bayerische Landesamt für Statistik (LfStat) haben die Informationen für die Nutzung in der kommunalen Wärmeplanung aufbereitet. Seit dem 20.
Mai 2026 sind die kleinräumigen Daten im Energie-Atlas Bayern einsehbar.
Die Informationen aus der Erhebung der Kehrbuchdaten werden laut dem Landesamt im Energie-Atlas Bayern anhand dreier Karten dargestellt. Die Karten zeigen für die am häufigsten genutzten Brennstoffe − Heizöl, Gas und feste Biomasse − das Medianalter und die summierte Nennwärmeleistung des jeweiligen Baublocks.
Anhand dieser Informationen ist es laut dem Amt möglich, Verbreitungsgebiete für die Nutzung der einzelnen Brennstoffe zu identifizieren und einen besseren räumlichen Überblick hinsichtlich der vorhandenen Wärmeversorgung zu erlangen.
Die Auswertungen zeigen unter anderem Unterschiede zwischen Ortszentren und Randlagen. So tritt die Nutzung von Erdgas in dichter bebauten Bereichen häufiger auf, während in jüngeren Gebäuden erneuerbare Energieträger stärker vertreten sind. Auch regionale Schwerpunkte bei der Nutzung von Holz als Energieträger werden sichtbar.
Grundlage für Wärmebedarf und Wärmenetze
Zusätzlich steht eine Karte zur dominierenden Baualtersklasse zur Verfügung. Für jeden Baublock können weitere Kenngrößen wie die Zahl der Wohneinheiten, die gesamte Wohnfläche oder die Einwohnerzahl abgerufen werden.
Die Informationen zum Gebäudebestand dienen auch der Abschätzung des Wärmebedarfs. Auf dieser Basis lassen sich Sanierungspotenziale sowie die Eignung verschiedener Heiztechnologien bewerten.
Zugleich haben die Behörden das bestehende Modell zur Wärmebedarfsberechnung mit den Zensusdaten weiterentwickelt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Wärmedichtekarten des Energie-Atlas Bayern. Diese Karten unterstützen Kommunen bei der Bewertung von Wärmenetzprojekten und der Identifikation geeigneter Versorgungsgebiete.
Nutzer können zwischen drei Szenarien wählen: dem aktuellen Gebäudebestand, einem mittleren Sanierungsszenario und einem ambitionierten Sanierungsszenario. Dadurch lassen sich Auswirkungen unterschiedlicher Sanierungsraten auf den künftigen Wärmebedarf abschätzen.
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Energie-Atlas Bayern.
Montag, 1.06.2026, 09:10 Uhr
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