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Energie & Management > Wirtschaft - Efet verteidigt einheitliche Preiszone
Quelle: Shutterstock / katjen
Wirtschaft

Efet verteidigt einheitliche Preiszone

Efet lehnt die Aufteilung der deutschen Strompreiszone ab und unterstützt zentrale Kapazitätsmechanismen.
Gegen die Aufspaltung der deutschen Preiszone in fünf kleinere Zonen hat sich der Händlerverband Efet auf der E-World in Essen ausgesprochen. Ein solcher Vorschlag war von den europäischen Übertragungsnetzbetreibern vorgelegt worden. Die Bundesregierung lehnt die Aufspaltung ab und hat einen Aktionsplan vorgelegt, mit dem sie die im Entso-E-Vorschlag adressierten Mängel beheben will. Dieser wird nun in Brüssel geprüft.

Konrad Keyserlingk, Vorsitzender der German Task Force Electricity, räumte ein, dass es auch in der deutschen Politik Stimmen gebe, die sich für eine Aufspaltung aussprechen. „Aber ein vollumfassendes Konzept, wie eine Preiszonenaufspaltung umgesetzt werden soll, hat noch keiner vorgelegt.“ Die einheitliche Preiszone sei ein Erfolgsmodell, betonte der Händlerverband. Wegen ihrer Stabilität und hohen Liquidität werde sie auch von Nachbarländern zur Absicherung genutzt.

Efet begrüßt zudem, dass die Bundesnetzagentur mit der Netzentgeltreform die Belastung der Arbeitspreise senken und die Netzkosten bei Kunden oberhalb der Niederspannung hauptsächlich durch einen Kapazitätspreis abbilden will. Ein Kapazitätsmarkt müsse so groß wie nötig, aber so klein wie möglich ausfallen, so Efet-Geschäftsführerin Anne Köhler. Aus pragmatischen Gründen der schnelleren und problemloseren Umsetzung könne einem zentralen Kapazitätsmarkt der Vorzug vor dezentralen Märkten gegeben werden. 

Zum Gashandel hieß es von Efet, trotz niedriger Speicherstände sei die Versorgung derzeit gesichert. Gashändler und -vertriebe hätten ihre Mengenrisiken bereits umfassend abgesichert. Kritik übte der Händlerverband an den derzeitigen Füllstandsvorgaben. Diese wirkten marktverzerrend und sollten nicht fortgeführt werden. Es sei Aufgabe des Marktes, die von den Kunden benötigte Flexibilität über verschiedene Produkte zu bestmöglichen Konditionen bereitzustellen. Dies gelinge ohne regulatorische Eingriffe am besten, so Efet. 

Donnerstag, 12.02.2026, 10:40 Uhr
Claus-Detlef Großmann
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Efet verteidigt einheitliche Preiszone
Efet lehnt die Aufteilung der deutschen Strompreiszone ab und unterstützt zentrale Kapazitätsmechanismen.
Gegen die Aufspaltung der deutschen Preiszone in fünf kleinere Zonen hat sich der Händlerverband Efet auf der E-World in Essen ausgesprochen. Ein solcher Vorschlag war von den europäischen Übertragungsnetzbetreibern vorgelegt worden. Die Bundesregierung lehnt die Aufspaltung ab und hat einen Aktionsplan vorgelegt, mit dem sie die im Entso-E-Vorschlag adressierten Mängel beheben will. Dieser wird nun in Brüssel geprüft.

Konrad Keyserlingk, Vorsitzender der German Task Force Electricity, räumte ein, dass es auch in der deutschen Politik Stimmen gebe, die sich für eine Aufspaltung aussprechen. „Aber ein vollumfassendes Konzept, wie eine Preiszonenaufspaltung umgesetzt werden soll, hat noch keiner vorgelegt.“ Die einheitliche Preiszone sei ein Erfolgsmodell, betonte der Händlerverband. Wegen ihrer Stabilität und hohen Liquidität werde sie auch von Nachbarländern zur Absicherung genutzt.

Efet begrüßt zudem, dass die Bundesnetzagentur mit der Netzentgeltreform die Belastung der Arbeitspreise senken und die Netzkosten bei Kunden oberhalb der Niederspannung hauptsächlich durch einen Kapazitätspreis abbilden will. Ein Kapazitätsmarkt müsse so groß wie nötig, aber so klein wie möglich ausfallen, so Efet-Geschäftsführerin Anne Köhler. Aus pragmatischen Gründen der schnelleren und problemloseren Umsetzung könne einem zentralen Kapazitätsmarkt der Vorzug vor dezentralen Märkten gegeben werden. 

Zum Gashandel hieß es von Efet, trotz niedriger Speicherstände sei die Versorgung derzeit gesichert. Gashändler und -vertriebe hätten ihre Mengenrisiken bereits umfassend abgesichert. Kritik übte der Händlerverband an den derzeitigen Füllstandsvorgaben. Diese wirkten marktverzerrend und sollten nicht fortgeführt werden. Es sei Aufgabe des Marktes, die von den Kunden benötigte Flexibilität über verschiedene Produkte zu bestmöglichen Konditionen bereitzustellen. Dies gelinge ohne regulatorische Eingriffe am besten, so Efet. 

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