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Ein Impulspapier der Dena fordert den schnellen Ausbau von Data Spaces. Politik und Wirtschaft müssten jetzt den Übergang vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb schaffen.
Data Spaces sollen nach Auffassung der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zur zentralen digitalen Infrastruktur für die Energiewirtschaft und andere Branchen werden. Das geht aus dem Impulspapier „Data Spaces für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands“ hervor, das von mehr als 50 Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen unterstützt wird.
Die Autoren sehen Data Spaces als Voraussetzung für den sicheren und souveränen Austausch von Daten zwischen Unternehmen und Organisationen. Anders als geschlossene Datenplattformen sollen sie auf offenen Standards, Interoperabilität und Datensouveränität basieren. Gerade mit Blick auf Künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge und die zunehmende Sektorenkopplung seien leistungsfähige Dateninfrastrukturen entscheidend, um Prozesse zu automatisieren, Transaktionskosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Nach Einschätzung der Dena ist die technische Grundlage dafür inzwischen weitgehend geschaffen. Seit dem Jahr 2015 seien in Deutschland und Europa zwischen 150 und 250 Data-Space-Initiativen entstanden. Open-Source-Komponenten und standardisierte Schnittstellen ermöglichten heute eine vergleichsweise einfache Anbindung von Unternehmen. Nun müsse der Schwerpunkt auf Interoperabilität zwischen verschiedenen Datenräumen und dem dauerhaften Betrieb liegen.
Sektorspezifische Regelungen notwendigDie größten Hürden dabei: Governance, Finanzierung und Regulierung. Mit dem Auslaufen vieler Förderprojekte drohe wertvolles Know-how verloren zu gehen, warnen die Autoren. Gleichzeitig fehle es an langfristigen Betreibermodellen sowie verbindlichen Vorgaben insbesondere für regulierte Branchen wie die Energiewirtschaft. Die europäische Gesetzgebung mit Data Act, Data Governance Act und AI Act schaffe zwar den regulatorischen Rahmen, müsse aber durch sektorspezifische Regelungen ergänzt werden.
Für den Energiesektor empfiehlt die Dena, bestehende Projekte wie „dena-ENDA“, „energy data-X“, „Re4DE“ und „DataFleX“ in einen operativen Datenraum zu überführen. Ziel sei ein wirtschaftlich tragfähiger Betrieb bis 2032. Gleichzeitig müssten Politik und Verwaltung Data Spaces als öffentliche digitale Infrastruktur anerkennen und deren Einführung vornehmlich in regulierten Prozessen wie der Marktkommunikation unterstützen.
Das Impulspapier formuliert dafür sieben Leitsätze. Sie reichen von der strategischen Bedeutung der Datensouveränität über offene Standards und gemeinsame Basisdienste bis hin zu einer Governance, die Sicherheit, Vertrauen und klare Regeln für die Datennutzung gewährleisten soll. Data Spaces seien kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für eine Datenökonomie, in der Daten stärker als wirtschaftliche Ressource genutzt werden.
(kmt)
Das Impulspapier
„Data Spaces für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands“ ist auf den Internetseiten der Dena abrufbar.
Donnerstag, 2.07.2026, 08:57 Uhr
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