Bei der Vertragsunterzeichnung von Mosahyc (v.l.): Markus Daschner, Klaus Kantelberg, Werner Rettberg, Sebastian Zenner und Norman Blaß. Quelle: Creos Deutschland GmbH
Die Wasserstoffinfrastruktur im Saarland rückt näher in die Umsetzung. Für das grenzüberschreitende Leitungsprojekt „MosaHYc“ steht nun der Baupartner fest.
Der Bau der Wasserstoffleitung „MosaHYc“ zwischen der deutsch-französischen Grenze bei Leidingen in Wallerfangen und Dillingen (beide im Saarland) rückt näher. Die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH hat den Vertrag für die Ausführungsplanung sowie die Tief- und Rohrbauarbeiten an eine Arbeitsgemeinschaft der Enrotec Versorgung GmbH & Co. KG und der Max Streicher GmbH & Co. KG aA vergeben. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Bauarbeiten im August dieses Jahres beginnen.
Die Leitung gehört zu einem deutsch-französischen Wasserstoffvorhaben, das Erzeuger und industrielle Abnehmer auf beiden Seiten der Grenze miteinander verbinden soll. Auf deutscher Seite führt die Trasse bis zum Werksgelände der Rogesa Roheisengesellschaft Saar in Dillingen. Dort soll sie künftig unter anderem die Versorgung der Stahlindustrie mit Wasserstoff ermöglichen.
Auf deutscher Seite werden neue Leitungen verlegtCreos mit Sitz in Homburg (Saarland) entwickelt das Vorhaben gemeinsam mit dem französischen Netzbetreiber „NaTran“. Während auf deutscher Seite ein Leitungsneubau entsteht, sollen in Frankreich bestehende Gasleitungen für den Wasserstofftransport umgerüstet und durch neue Abschnitte ergänzt werden. Nach Angaben von Creos umfasst der jetzt vergebene Auftrag die detaillierte Ausführungsplanung, die Verlegung der Stahlrohre sowie die Querung von Straßen, Bahnstrecken und Gewässern. Hinzu kommen technische Prüfungen für die spätere Inbetriebnahme der Infrastruktur.
Mit einem Investitionsvolumen von derzeit rund 70 Millionen Euro handelt es sich nach Unternehmensangaben um das größte Wasserstoff-Infrastrukturprojekt im Saarland. Das Vorhaben erhält Fördermittel im Rahmen eines „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI). Nach früheren Angaben von Creos stellen Bund und Saarland dafür insgesamt 44
Millionen Euro bereit. Davon entfallen 31
Millionen Euro auf den Bund und 13
Millionen Euro auf das Saarland. Die Gesamtinvestitionen auf deutscher Seite gibt Creos mit rund 70
Millionen Euro an.
Projekt erreicht nächste PhaseFür das Vorhaben ist die Vertragsunterzeichnung ein wichtiger Schritt. Bereits Anfang 2024 hatte Creos das Raumordnungsverfahren für den Trassenkorridor abgeschlossen. Mit der Vergabe der Bauleistungen beginnt nun die konkrete Vorbereitung der Umsetzung.
Norman Blaß, Geschäftsführer der Creos Deutschland Wasserstoff GmbH, bezeichnete die neue Leitung als wichtigen Baustein für den Zugang von Industrieunternehmen zu Wasserstoff. Nach seinen Angaben soll die Infrastruktur grundsätzlich auch weiteren Nutzern offenstehen. Nach Angaben von Creos will das Unternehmen Mitte August dieses Jahres bei einer öffentlichen Veranstaltung über den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte informieren.
Der Name steht für „Moselle-Saar-Hydrogen-Conversion“ und bezeichnet ein deutsch-französisches Wasserstoffleitungsprojekt. Die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH und der französische Fernleitungsnetzbetreiber „NaTran“ wollen im Rahmen des Projektes eine grenzüberschreitende Infrastruktur aufbauen. Auf deutscher Seite entsteht eine rund 16 Kilometer lange Wasserstoffleitung zwischen Leidingen und Dillingen im Saarland. Ziel ist es, Industrieunternehmen in der Region mit Wasserstoff zu versorgen und insbesondere die Transformation der Stahlindustrie zu unterstützen.
Dienstag, 9.06.2026, 13:17 Uhr
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