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2G Energy setzt stärker auf das internationale Geschäft − was sich in der Bilanz niederschlägt. Im Geschäftsjahr 2025 lag das Auslandsgeschäft erstmals auf Höhe des Inlandsgeschäfts.
Der BHKW- und Wärmepumpenhersteller 2G Energy mit Sitz in Heek im westlichen Münsterland konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Konzernumsatz nach vorläufigen Zahlen um 6 Prozent auf 398 Millionen Euro steigern. Besonders stark fiel das Umsatzplus beim Absatz von Neuanlagen aus, teilte der Konzern am 25. März mit. So wuchs das Neuanlagengeschäft um 11 Prozent auf 230 Millionen Euro fakturiert.
Die Auslandsumsätze insgesamt, also Neuanlagen und das Service-Segment zusammen, erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem erstmals das Niveau des Heimatmarktes. Insgesamt wuchs das Auslandsgeschäft von 166,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 198 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr − ein Plus von 19 Prozent.
Planungen für Reservekraftwerke gewinnen an Bedeutung
2G verzeichnet weiterhin eine hohe Nachfrage nach dezentralen Gasmotorenkraftwerken zur Energieversorgung von Rechenzentren. Das Unternehmen ist aktuell in zahlreiche Projekte eingebunden, deren Leistung jeweils im hohen zweistelligen bis dreistelligen Megawattbereich liegt. Mehrere dieser Vorhaben sollen in naher Zukunft öffentlich gemacht werden.
Im zweiten Quartal rechnet 2G mit einer deutlichen Zunahme von Anzahlungen aus diesen Projekten. Diese Entwicklung deutet auf eine zunehmende Investitionsdynamik im Segment der Rechenzentrumsinfrastruktur hin.
Parallel beteiligt sich 2G an Planungen großer Versorgungsunternehmen für den Bau von Gas-Reservekraftwerken in Deutschland. In diesem Kontext verweisen die Projektpartner auf die Betriebserfahrung mit erdgas- und wasserstoffbasierten Anlagen sowie auf kurze Lieferzeiten und technische Verfügbarkeit. Auch der Gesamtwirkungsgrad dezentraler Gasmotorenkraftwerke spielt in einzelnen Projekten eine Rolle bei der Technologieauswahl. Erste Aufträge aus diesem Bereich erwartet 2G ab dem kommenden Geschäftsjahr.
Vorstand bestätigt Wachstumsprognose
Der Vorstand geht weiterhin davon aus, in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit der Auslieferung von ersten Kraftwerken zur Versorgung von US-Rechenzentren zu beginnen. Gleichzeitig erwartet 2G Energy, dass die Auslieferung von Biogas-BHKW in Deutschland im Jahresverlauf anziehen wird.
Der Vorstand bestätigt daher die Umsatzprognose für 2026 in einer Bandbreite von 440 bis 490 Millionen Euro. Die vorläufigen Konzernabschlusszahlen für 2025 wird 2G voraussichtlich am 21. Mai veröffentlichen.
Mittwoch, 25.03.2026, 12:49 Uhr
Heidi Roider
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