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Energie & Management > Geothermie - Viktor Orban baut Geothermie aus
Quelle: Pixabay / WikiImages
Geothermie

Viktor Orban baut Geothermie aus

Das rechtspopulistisch regierte Ungarn ist sonst dafür bekannt, dass es seine russischen Öl- und Gaseinfuhren gegen EU-Sanktionen verteidigt. Es treibt aber auch die Erdwärme voran.
Ungarn beschleunigt den Ausbau der Geothermie. Grundlage ist ein 2024 vorgestelltes Nutzungskonzept, das bis 2030 eine Verdopplung der eingesetzten geothermischen Energiemenge von derzeit 6,4 Petajoule vorsieht. Langfristig soll Geothermie bis zu 31 Prozent des Wärmebedarfs decken.

Bereits heute zählt Ungarn zu den Top Five in Europa bei der direkten Nutzung geothermischer Wärme und verfügt über erhebliche unerschlossene Potenziale in der flachen, als auch der tiefen Geothermie. Die rechtspopulistische Fidesz-Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban setzt auf schnelle Fortschritte: Bis 2028 sollen zahlreiche Erkundungsprojekte abgeschlossen sein.

Zentrales Förderinstrument ist das Jedlik-Anyos-Programm, das gezielt Investitionen in den Sektor anstoßen soll. Im Rahmen der 2025 aufgelegten Förderlinie stehen in zwei Ausschreibungen insgesamt umgerechnet 53 Millionen Euro für Bohrungen und die Entwicklung neuer Projekte bereit sowie weitere 31 Millionen Euro für den Bau von Kraftwerken, Leitungsinfrastruktur und Netzanschlüssen. Eine dritte Ausschreibung ist in Vorbereitung. Sie soll erneuerbare Fernwärme stärker in das Wärmenetz integrieren.

Steigender Bedarf an Technologie und Expertise

Antragsberechtigt sind ausschließlich in Ungarn ansässige Unternehmen. Mit Blick auf die ambitionierten Ausbauziele dürfte jedoch der Bedarf an moderner Bohr- und Fördertechnik, effizienten Wärmeverteil- und Speichersystemen sowie an Know-how zur Netzoptimierung deutlich steigen. Daraus ergeben sich attraktive Marktchancen für deutsche Anlagenbauer, Bohrtechnikspezialisten und Anbieter integrierter Systemlösungen.

Montag, 26.01.2026, 11:33 Uhr
Andrea Kraus
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Viktor Orban baut Geothermie aus
Das rechtspopulistisch regierte Ungarn ist sonst dafür bekannt, dass es seine russischen Öl- und Gaseinfuhren gegen EU-Sanktionen verteidigt. Es treibt aber auch die Erdwärme voran.
Ungarn beschleunigt den Ausbau der Geothermie. Grundlage ist ein 2024 vorgestelltes Nutzungskonzept, das bis 2030 eine Verdopplung der eingesetzten geothermischen Energiemenge von derzeit 6,4 Petajoule vorsieht. Langfristig soll Geothermie bis zu 31 Prozent des Wärmebedarfs decken.

Bereits heute zählt Ungarn zu den Top Five in Europa bei der direkten Nutzung geothermischer Wärme und verfügt über erhebliche unerschlossene Potenziale in der flachen, als auch der tiefen Geothermie. Die rechtspopulistische Fidesz-Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban setzt auf schnelle Fortschritte: Bis 2028 sollen zahlreiche Erkundungsprojekte abgeschlossen sein.

Zentrales Förderinstrument ist das Jedlik-Anyos-Programm, das gezielt Investitionen in den Sektor anstoßen soll. Im Rahmen der 2025 aufgelegten Förderlinie stehen in zwei Ausschreibungen insgesamt umgerechnet 53 Millionen Euro für Bohrungen und die Entwicklung neuer Projekte bereit sowie weitere 31 Millionen Euro für den Bau von Kraftwerken, Leitungsinfrastruktur und Netzanschlüssen. Eine dritte Ausschreibung ist in Vorbereitung. Sie soll erneuerbare Fernwärme stärker in das Wärmenetz integrieren.

Steigender Bedarf an Technologie und Expertise

Antragsberechtigt sind ausschließlich in Ungarn ansässige Unternehmen. Mit Blick auf die ambitionierten Ausbauziele dürfte jedoch der Bedarf an moderner Bohr- und Fördertechnik, effizienten Wärmeverteil- und Speichersystemen sowie an Know-how zur Netzoptimierung deutlich steigen. Daraus ergeben sich attraktive Marktchancen für deutsche Anlagenbauer, Bohrtechnikspezialisten und Anbieter integrierter Systemlösungen.

Montag, 26.01.2026, 11:33 Uhr
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