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Die Bundesnetzagentur belässt das Ausschreibungsvolumen für Wind an Land im Mai 2026 bei rund 2.500 MW. Gebote können bis zum 4. Mai eingereicht werden.
Die Bundesnetzagentur hat das Ausschreibungsvolumen für den Gebotstermin 1. Mai 2026 im Segment Wind an Land auf 2.494.569 kW festgelegt.
Die Frist zur Abgabe der Gebote endet aufgrund des Feiertags am 4. Mai 2026. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen die Unterlagen am Standort Bonn eingegangen sein. Teilnahmeberechtigt sind Projekte mit Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), sofern diese bis zum 7. April 2026 erteilt und im Marktstammdatenregister gemeldet wurden.
Der Höchstwert für Gebote liegt bei 7,25 Cent pro Kilowattstunde. Gebote oberhalb dieses Werts werden vom Verfahren ausgeschlossen. Das Gesamtvolumen der Ausschreibungen für Wind an Land im Jahr 2026 beträgt 10.000 MW und wird gleichmäßig auf vier Termine verteilt.
Am 31. März hatte die Behörde die Ergebnisse der EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. Februar 2026 bekanntgegeben. Nach vorläufigen Zahlen erhielten 439 Gebote einen Zuschlag mit einer Zuschlagsmenge von insgesamt 3.445 MW, bei einem ausgeschriebenen Volumen von 3.445 MW. Die eingereichte Gebotsmenge lag bei 7.858 MW verteilt auf 924 Gebote (wir berichteten).
Mehr Tempo beim Ausbau
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) weist darauf hin, dass es sich damit um die siebte Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land mit Überzeichnung in Folge handelte. „Trotz der insgesamt positiven Entwicklung in den vergangenen sechs Ausschreibungsrunden und dem zweithöchsten bisher realisierten Brutto-Zubau von rund 5.200 MW im Jahr 2025 wurde das gesetzliche Zwischenziel für 2024 von 69 Gigawatt installierter Leistung an Windenergieanlagen an Land auch Ende 2025 mit etwa 68,2 GW weiter verfehlt“, schreibt der Verband.
Um das Ziel von 115.000 MW installierter Leistung bis 2030 zu erreichen, sei im Bereich Windenergie an Land eine weitere Beschleunigung des Ausbautempos notwendig – im Mittel auf etwa 9.000 MW Brutto- bzw. rund 7.000 MW Netto-Zubau pro Jahr. Aktuelle Zahlen zu genehmigten und bereits bezuschlagten Windenergieanlagen zeigten, dass dieses Tempo beim Zubau in den nächsten Jahren erreichbar ist.
Donnerstag, 9.04.2026, 10:38 Uhr
Katia Meyer-Tien
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