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Mit „SKIP“ bietet Thüga Smartservice eine KI-Plattform speziell für Stadtwerke und Energieversorger an. KI-Agenten sollen dabei auch Aufgaben in bestehenden IT-Systemen übernehmen.
Die Thüga Smartservice GmbH bringt eine eigene Plattform für Künstliche Intelligenz in der Energiewirtschaft auf den Markt. „SKIP“ steht für Smartservice KI-Plattform und richtet sich insbesondere an Stadtwerke und Energieversorger. Entwicklungspartner ist das Münchner Unternehmen Knowway GmbH, heißt es in einer Mitteilung.
Bei Skip handelt es sich nach Angaben von Smartservice um eine sogenannte agentische KI. Anders als bei einem reinen KI-Chat sollen spezialisierte Agenten nicht nur Informationen bereitstellen, sondern auch konkrete Aufgaben übernehmen. Dafür verbindet die Plattform Unternehmenswissen, KI-Agenten und bestehende Geschäftsanwendungen.
Smartservice unterscheidet verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Wissensagenten erschließen Unternehmens- und Branchenwissen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Die Ergebnisse sollen qualitätsgesichert und mit Quellenangaben ausgegeben werden. Prozessagenten unterstützen dagegen bei Aufgaben rund um Dokumente, Verträge, Angebote und Anträge. Als Beispiel nennt Smartservice die Prüfung eines eingehenden Angebots gegen einen Rahmenvertrag. Der Agent soll Abweichungen erkennen und direkt anzeigen können.
Noch einen Schritt weiter gehen Prozessagenten mit Zugriff auf bestehende IT-Systeme. Verfügt der jeweilige Nutzer über die erforderlichen Berechtigungen, können sie Prozessschritte direkt in vorhandenen Geschäftsanwendungen ausführen. Auf der Produktseite nennt Smartservice dafür unter anderem Anwendungen wie SAP oder „kVASy“ der SIV AG. Denkbare Aufgaben sind beispielsweise das Anlegen eines Support-Tickets oder das Erstellen einer Bestellanforderung.
Betrieb in deutschen Rechenzentren
Ein Schwerpunkt von Skip liegt nach Angaben von Smartservice auf der Datensouveränität. Die Plattform werde vollständig in deutschen Rechenzentren betrieben. Unternehmensdaten, Wissen und KI-Agenten sollen damit unter der Kontrolle des jeweiligen Versorgers bleiben. Zudem können die eingesetzten KI-Modelle flexibel gewählt werden. Die Unternehmen sollen dadurch nicht an das Ökosystem eines einzelnen Technologieanbieters gebunden sein.
Auf der Produktseite nennt Smartservice weitere Sicherheitsfunktionen. Dazu gehören eine zentrale Anmeldung, rollenbasierte Berechtigungen, eine Mandantentrennung sowie die Protokollierung von Aktivitäten. Berücksichtigt würden dabei die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der europäische AI Act. Neben den KI-Agenten umfasst Skip einen KI-Chat sowie eine Web-Recherche. Bei der Recherche sollen verwendete Internetquellen gekennzeichnet werden.
Mit der Plattform will Smartservice zudem vermeiden, dass in einzelnen Fachbereichen voneinander getrennte KI-Anwendungen entstehen. Stattdessen sollen Wissen, Agenten und vorhandene Geschäftssysteme auf einer gemeinsamen Grundlage zusammengeführt werden. Neue Agenten und weitere Schnittstellen können auf bestehenden Komponenten aufbauen. Skip ist deshalb auf eine fortlaufende Erweiterung ausgelegt.
„Wir haben mit der Lösung eine klare Vision. Es soll das Zuhause der KI-Mitarbeiter der Energieversorger werden. Hier werden nicht nur die Branchenbedürfnisse gebündelt, sondern gemeinsam mit unseren Kunden auch ständig weiterentwickelt“, sagt Christoph Mayer, der bei Smartservice für das Thema AI-Solutions verantwortlich ist. (sag)
Dienstag, 8.09.2026, 13:03 Uhr
Stefan Sagmeister
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