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Energie & Management > Bilanz - RWE erhöht Ergebnisprognose
Die Zentrale von RWE in Essen. Quelle: RWE
Bilanz

RWE erhöht Ergebnisprognose

Der Essener Energiekonzern RWE will in den beiden kommenden Jahren 2026 und 2027 mehr Geld verdienen als bisher geplant. Grund ist vor allem die Erneuerbaren-Erzeugung. 
 
RWE hat sein vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 vorgestellt. Man kann sagen, es läuft bei den Essenern: Der Energiekonzern hat seine Erwartungen übertroffen und erhöht deshalb nicht nur seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr, sondern auch für 2027. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 und der Zwischenbericht werden am 13. August veröffentlicht.

„Unser vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 hat die Erwartungen des Marktes übertroffen“, wird Michael Müller, RWE-Finanzvorstand der RWE, zitiert. Weitere Erträge erwartete der Manager insbesondere aus der Aufstockung des RWE-Anteils am Übertragungsnetzbetreiber Amprion (wir berichteten) und höherer Erträge in der internationalen Stromerzeugung.

Nach den mitgeteilten Zahlen erzielte RWE in den ersten sechs Monaten ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 3,01 Milliarden Euro nach 2,09 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Nettoergebnis stieg von 792 Millionen Euro auf 1,26 Milliarden Euro. 

Zu den Gründen für die Ergebnisverbesserung zählt RWE die Entwicklung in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Im Offshore-Windgeschäft profitierte der Konzern von deutlich besseren Windverhältnissen als im windschwachen Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebitda des Segments stieg von 643 Millionen Euro auf 810 Millionen Euro. Auch das Geschäft mit Windenergie an Land und Photovoltaik entwickelte sich positiv. Hier trugen der Ausbau der Erzeugungskapazitäten sowie günstigere Windbedingungen in Europa dazu bei, dass das bereinigte Ebitda von 830 Millionen Euro auf 1,016 Milliarden Euro zunahm.

Einen wesentlichen Beitrag lieferte außerdem das Segment Flexible Erzeugung. Dessen bereinigtes Ebitda kletterte von 606 Millionen Euro auf 1,025 Milliarden Euro. Ausschlaggebend war allerdings ein Einmaleffekt: Der niederländische Staat zahlte RWE eine Entschädigung in Höhe von 332 Millionen Euro, nachdem das Kraftwerk Eemshaven im Jahr 2022 aufgrund gesetzlicher Vorgaben zeitweise nur eingeschränkt Strom erzeugen durfte. Da die Genehmigung der Europäischen Kommission zum Zeitpunkt der bisherigen Jahresprognose noch ausstand, war dieser Ertrag bislang nicht berücksichtigt worden.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet RWE mit weiteren positiven Impulsen. Das bereinigte Ebitda soll 2026 nun zwischen 5,75 Milliarden Euro und 6,35 Milliarden Euro liegen. Für 2027 erwartet RWE ein bereinigtes Ebitda von 6,7 Milliarden Euro bis 7,3 Milliarden Euro. (sag)

Mittwoch, 29.07.2026, 16:42 Uhr
Stefan Sagmeister
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Die Zentrale von RWE in Essen. Quelle: RWE
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Der Essener Energiekonzern RWE will in den beiden kommenden Jahren 2026 und 2027 mehr Geld verdienen als bisher geplant. Grund ist vor allem die Erneuerbaren-Erzeugung. 
 
RWE hat sein vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 vorgestellt. Man kann sagen, es läuft bei den Essenern: Der Energiekonzern hat seine Erwartungen übertroffen und erhöht deshalb nicht nur seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr, sondern auch für 2027. Die endgültigen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 und der Zwischenbericht werden am 13. August veröffentlicht.

„Unser vorläufiges Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 hat die Erwartungen des Marktes übertroffen“, wird Michael Müller, RWE-Finanzvorstand der RWE, zitiert. Weitere Erträge erwartete der Manager insbesondere aus der Aufstockung des RWE-Anteils am Übertragungsnetzbetreiber Amprion (wir berichteten) und höherer Erträge in der internationalen Stromerzeugung.

Nach den mitgeteilten Zahlen erzielte RWE in den ersten sechs Monaten ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 3,01 Milliarden Euro nach 2,09 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Nettoergebnis stieg von 792 Millionen Euro auf 1,26 Milliarden Euro. 

Zu den Gründen für die Ergebnisverbesserung zählt RWE die Entwicklung in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Im Offshore-Windgeschäft profitierte der Konzern von deutlich besseren Windverhältnissen als im windschwachen Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ebitda des Segments stieg von 643 Millionen Euro auf 810 Millionen Euro. Auch das Geschäft mit Windenergie an Land und Photovoltaik entwickelte sich positiv. Hier trugen der Ausbau der Erzeugungskapazitäten sowie günstigere Windbedingungen in Europa dazu bei, dass das bereinigte Ebitda von 830 Millionen Euro auf 1,016 Milliarden Euro zunahm.

Einen wesentlichen Beitrag lieferte außerdem das Segment Flexible Erzeugung. Dessen bereinigtes Ebitda kletterte von 606 Millionen Euro auf 1,025 Milliarden Euro. Ausschlaggebend war allerdings ein Einmaleffekt: Der niederländische Staat zahlte RWE eine Entschädigung in Höhe von 332 Millionen Euro, nachdem das Kraftwerk Eemshaven im Jahr 2022 aufgrund gesetzlicher Vorgaben zeitweise nur eingeschränkt Strom erzeugen durfte. Da die Genehmigung der Europäischen Kommission zum Zeitpunkt der bisherigen Jahresprognose noch ausstand, war dieser Ertrag bislang nicht berücksichtigt worden.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet RWE mit weiteren positiven Impulsen. Das bereinigte Ebitda soll 2026 nun zwischen 5,75 Milliarden Euro und 6,35 Milliarden Euro liegen. Für 2027 erwartet RWE ein bereinigtes Ebitda von 6,7 Milliarden Euro bis 7,3 Milliarden Euro. (sag)

Mittwoch, 29.07.2026, 16:42 Uhr
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