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Energie & Management > F&E - Projekt will Mikrowärmenetze in die Breite bringen
Quelle: shutterstock
F&E

Projekt will Mikrowärmenetze in die Breite bringen

Das Forschungsprojekt „GemeinsamWaermer“ soll Kommunen die Planung und Umsetzung von Mikrowärmenetzen − auch Gebäudenetze genannt − erleichtern.
Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) hat gemeinsam mit mehreren Partnern das Projekt „GemeinsamWaermer“ gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen Konzepte und Werkzeuge entstehen, die Kommunen bei der Umsetzung von Mikrowärmenetzen unterstützen.

Beteiligt sind neben dem Fraunhofer IEE der Werra-Meißner-Kreis, die Stadt Kassel, das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM), das Netzwerk Energiewende Jetzt sowie das House of Energy. Die Projektpartner wollen auf Basis von Erfahrungen aus Kassel und dem Werra-Meißner-Kreis Ansätze entwickeln, die sich auf andere Kommunen übertragen lassen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro.

Mikrowärmenetze verbinden bis zu 15 Gebäude über eine gemeinsame Wärmeversorgung. Im Gebäudeenergiegesetz gelten sie als Gebäudenetze. Nach Einschätzung der Projektpartner bleiben Mikrowärmenetze trotz ihres Potenzials bislang eine Nischenlösung. Fehlende Praxiserfahrungen, rechtliche Unsicherheiten sowie offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz erschweren vielerorts die Umsetzung. Das Projekt soll diese Hürden untersuchen und Lösungen entwickeln.

Die Stadt Kassel bringt ihre Erfahrungen aus der kommunalen Wärmeplanung sowie aus Quartiersprojekten ein. Auch die Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg beteiligen sich als assoziierte Partner am Erfahrungsaustausch und an der Datenerhebung.

Online-Werkzeuge und Leitfäden geplant

Zentrales Ziel des Vorhabens ist die Bereitstellung praxisnaher Informationen für Kommunen, Energiegenossenschaften, Energieversorger und Gebäudeeigentümer. Geplant sind digitale Entscheidungshilfen, Leitfäden, Best-Practice-Beispiele und weitere Werkzeuge, die die Planung und Umsetzung von Mikrowärmenetzen unterstützen sollen.

Das Fraunhofer IEE übernimmt als Projektleitung die Analyse und Bewertung technischer sowie wirtschaftlicher Konzepte. Das IKEM untersucht Akzeptanzfaktoren, rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche regulatorische Hemmnisse. Zudem sollen Empfehlungen für verschiedene Betreiber- und Organisationsmodelle entstehen.

Das Netzwerk „Energiewende Jetzt“ verantwortet die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure. Das House of Energy koordiniert den Wissenstransfer und die Verbreitung der Projektergebnisse. Workshops und ein projektbegleitender Kreis sollen Kommunen, Bürger, Energieversorgungsunternehmen und weitere Beteiligte frühzeitig einbinden.

Die Projektpartner verstehen Mikrowärmenetze als ergänzende Versorgungsoption zwischen Einzelheizungen und großflächigen Wärmenetzen. Der Schwerpunkt liegt darauf, Erfahrungen aus konkreten Anwendungsfällen in standardisierte Handlungsempfehlungen zu überführen.

Mit den im Projekt entwickelten Konzepten sollen Kommunen künftig schneller bewerten können, ob Mikrowärmenetze für bestimmte Quartiere oder Ortsteile geeignet sind. Die Ergebnisse sollen nach Projektende bundesweit verfügbar sein und die Umsetzung entsprechender Vorhaben erleichtern.

Donnerstag, 4.06.2026, 14:31 Uhr
Heidi Roider
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Projekt will Mikrowärmenetze in die Breite bringen
Das Forschungsprojekt „GemeinsamWaermer“ soll Kommunen die Planung und Umsetzung von Mikrowärmenetzen − auch Gebäudenetze genannt − erleichtern.
Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) hat gemeinsam mit mehreren Partnern das Projekt „GemeinsamWaermer“ gestartet. In den kommenden zwei Jahren sollen Konzepte und Werkzeuge entstehen, die Kommunen bei der Umsetzung von Mikrowärmenetzen unterstützen.

Beteiligt sind neben dem Fraunhofer IEE der Werra-Meißner-Kreis, die Stadt Kassel, das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM), das Netzwerk Energiewende Jetzt sowie das House of Energy. Die Projektpartner wollen auf Basis von Erfahrungen aus Kassel und dem Werra-Meißner-Kreis Ansätze entwickeln, die sich auf andere Kommunen übertragen lassen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro.

Mikrowärmenetze verbinden bis zu 15 Gebäude über eine gemeinsame Wärmeversorgung. Im Gebäudeenergiegesetz gelten sie als Gebäudenetze. Nach Einschätzung der Projektpartner bleiben Mikrowärmenetze trotz ihres Potenzials bislang eine Nischenlösung. Fehlende Praxiserfahrungen, rechtliche Unsicherheiten sowie offene Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz erschweren vielerorts die Umsetzung. Das Projekt soll diese Hürden untersuchen und Lösungen entwickeln.

Die Stadt Kassel bringt ihre Erfahrungen aus der kommunalen Wärmeplanung sowie aus Quartiersprojekten ein. Auch die Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg beteiligen sich als assoziierte Partner am Erfahrungsaustausch und an der Datenerhebung.

Online-Werkzeuge und Leitfäden geplant

Zentrales Ziel des Vorhabens ist die Bereitstellung praxisnaher Informationen für Kommunen, Energiegenossenschaften, Energieversorger und Gebäudeeigentümer. Geplant sind digitale Entscheidungshilfen, Leitfäden, Best-Practice-Beispiele und weitere Werkzeuge, die die Planung und Umsetzung von Mikrowärmenetzen unterstützen sollen.

Das Fraunhofer IEE übernimmt als Projektleitung die Analyse und Bewertung technischer sowie wirtschaftlicher Konzepte. Das IKEM untersucht Akzeptanzfaktoren, rechtliche Rahmenbedingungen und mögliche regulatorische Hemmnisse. Zudem sollen Empfehlungen für verschiedene Betreiber- und Organisationsmodelle entstehen.

Das Netzwerk „Energiewende Jetzt“ verantwortet die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteure. Das House of Energy koordiniert den Wissenstransfer und die Verbreitung der Projektergebnisse. Workshops und ein projektbegleitender Kreis sollen Kommunen, Bürger, Energieversorgungsunternehmen und weitere Beteiligte frühzeitig einbinden.

Die Projektpartner verstehen Mikrowärmenetze als ergänzende Versorgungsoption zwischen Einzelheizungen und großflächigen Wärmenetzen. Der Schwerpunkt liegt darauf, Erfahrungen aus konkreten Anwendungsfällen in standardisierte Handlungsempfehlungen zu überführen.

Mit den im Projekt entwickelten Konzepten sollen Kommunen künftig schneller bewerten können, ob Mikrowärmenetze für bestimmte Quartiere oder Ortsteile geeignet sind. Die Ergebnisse sollen nach Projektende bundesweit verfügbar sein und die Umsetzung entsprechender Vorhaben erleichtern.

Donnerstag, 4.06.2026, 14:31 Uhr
Heidi Roider

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