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Unternehmen und private Haushalte in Deutschland setzen verstärkt auf Photovoltaik-Strom. Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der installierten um 17,6 Prozent.
Zum Jahresende 2025 waren auf Dächern und Grundstücken in Deutschland fast 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 106.200 MW installiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 17,6 Prozent zu, die installierte Leistung stieg um 11,8 Prozent. Zum Jahresende 2024 waren es noch 4 Millionen mit einer Leistung von 95.000 MW gewesen.
Erfasst werden alle PV-Anlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen. Kleinere Anlagen, wie etwa die sogenannten Balkonkraftwerke, fallen in der Regel nicht darunter.
Die Importe im PV-Bereich sind 2025 zurückgegangen: Der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule sank gegenüber 2024 um 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Noch deutlicher gingen die Exporte zurück: von 513 auf 358 Millionen Euro – ein Minus von knapp einem Drittel (30,1 Prozent). China ist aus deutscher Sicht mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: 88 Prozent der nach Deutschland eingeführten Photovoltaikanlagen kamen 2025 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (5,2 Prozent). Der Importwert von Photovoltaikanlagen war 2025 nahezu fünfmal so hoch wie der Exportwert dieser Waren aus Deutschland. Die Exporte gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2025 Italien, Österreich und die Schweiz.
Die Produktion von Solarmodulen ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60,6 Prozent auf 509.200 Stück. 2023 waren noch knapp 3,5 Millionen hergestellt worden.
Donnerstag, 12.03.2026, 12:21 Uhr
Günter Drewnitzky
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