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Energie & Management > Stromnetz - Netzengpässe kosteten 2025 über 3 Milliarden Euro
Quelle: Jonas Rosenberger
Stromnetz

Netzengpässe kosteten 2025 über 3 Milliarden Euro

Die Bundesregierung beziffert die Kosten des Netzengpassmanagements 2025 auf 3,08 Milliarden Euro. Vor allem Reservekraftwerke wurden teurer.
Die Gesamtkosten für das Netzengpassmanagement in Deutschland sind 2025 auf rund 3,08 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Im Jahr 2024 lagen die Kosten demnach bei rund 2,95 Milliarden Euro.

Das Netzengpassmanagement umfasst Maßnahmen der Netzbetreiber, mit denen sie eine Überlastung des Stromnetzes und gefährliche Spannungsunterschiede verhindern oder beseitigen. Dazu zählen unter anderem Redispatch-Maßnahmen, der Einsatz von Reservekraftwerken sowie der finanzielle Ausgleich für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen, wenn diese abgeregelt werden.

Den größten Kostenblock bildete in beiden Jahren der Redispatch mit konventionellen Kraftwerken. Dafür fielen 2024 rund 1,23 Milliarden Euro und 2025 rund 1,18 Milliarden Euro an. Die Kosten entstehen unter anderem, wenn Netzbetreiber erneuerbare Erzeugung in einer Region abregeln und zugleich in einer anderen konventionelle Kraftwerke einsetzen müssen, weil der Strom nicht transportiert werden kann.

Deutlich gestiegen sind dagegen die Vorhaltekosten für Reservekraftwerke. Sie erhöhten sich laut Bundesregierung von 696 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 955 Millionen Euro im Jahr 2025. Auch die Abrufkosten dieser Kraftwerke nahmen zu: von 372 Millionen Euro auf 412 Millionen Euro.

Für den finanziellen Ausgleich an Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen veranschlagte die Bundesregierung 2024 rund 554 Millionen Euro. 2025 sank dieser Betrag auf 435 Millionen Euro. Die saldierten Kosten für Countertrading lagen mit 98 Millionen Euro im Jahr 2024 und 96 Millionen Euro im Jahr 2025 nahezu auf demselben Niveau. (sh)

Dienstag, 8.09.2026, 10:25 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Stromnetz - Netzengpässe kosteten 2025 über 3 Milliarden Euro
Quelle: Jonas Rosenberger
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Die Bundesregierung beziffert die Kosten des Netzengpassmanagements 2025 auf 3,08 Milliarden Euro. Vor allem Reservekraftwerke wurden teurer.
Die Gesamtkosten für das Netzengpassmanagement in Deutschland sind 2025 auf rund 3,08 Milliarden Euro gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Im Jahr 2024 lagen die Kosten demnach bei rund 2,95 Milliarden Euro.

Das Netzengpassmanagement umfasst Maßnahmen der Netzbetreiber, mit denen sie eine Überlastung des Stromnetzes und gefährliche Spannungsunterschiede verhindern oder beseitigen. Dazu zählen unter anderem Redispatch-Maßnahmen, der Einsatz von Reservekraftwerken sowie der finanzielle Ausgleich für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen, wenn diese abgeregelt werden.

Den größten Kostenblock bildete in beiden Jahren der Redispatch mit konventionellen Kraftwerken. Dafür fielen 2024 rund 1,23 Milliarden Euro und 2025 rund 1,18 Milliarden Euro an. Die Kosten entstehen unter anderem, wenn Netzbetreiber erneuerbare Erzeugung in einer Region abregeln und zugleich in einer anderen konventionelle Kraftwerke einsetzen müssen, weil der Strom nicht transportiert werden kann.

Deutlich gestiegen sind dagegen die Vorhaltekosten für Reservekraftwerke. Sie erhöhten sich laut Bundesregierung von 696 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 955 Millionen Euro im Jahr 2025. Auch die Abrufkosten dieser Kraftwerke nahmen zu: von 372 Millionen Euro auf 412 Millionen Euro.

Für den finanziellen Ausgleich an Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen veranschlagte die Bundesregierung 2024 rund 554 Millionen Euro. 2025 sank dieser Betrag auf 435 Millionen Euro. Die saldierten Kosten für Countertrading lagen mit 98 Millionen Euro im Jahr 2024 und 96 Millionen Euro im Jahr 2025 nahezu auf demselben Niveau. (sh)

Dienstag, 8.09.2026, 10:25 Uhr
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