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Energie & Management > Gas - Heimische Gasförderung schwächelt wegen Konjunktur
Quelle: Shutterstock
Gas

Heimische Gasförderung schwächelt wegen Konjunktur

Deutschland hat 2025 erneut weniger Energieträger und Baurohstoffe an die Oberfläche befördert. Bei kritischen Rohstoffen ist dagegen eine Explorationsdynamik entstanden, so die BGR.
Das Jahr 2025 geht mit einem weiteren Rückgang bei der Ausbeutung heimischer Bodenschätze zu Ende. Laut dem jährlichen „Bericht zur Rohstoffsituation“, den die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) am 22. Dezember veröffentlichte, ging die heimische Förderung von Rohöl gegenüber 2024 um 0,7 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen zurück.

Bei Erdgas, Erdölgas und Grubengas zusammengenommen beträgt der Rückgang auf Jahresbasis sogar 3,8 Prozent, die inländische Förderung beläuft sich 2025 auf 4,7 Milliarden Kubikmeter. Braunkohle ging um 10 Prozent auf 91,9 Millionen Tonnen zurück. Sie hat mit 1,8 Milliarden Euro gleichwohl immer noch den größten Wert unter den heimischen Rohstoffen, die sich auf 14 Milliarden Euro summieren.

Gewichtsmäßig machen Sand, Kies und gebrochene Natursteine zwar die bedeutendsten Rohstoffe aus, die Förderung von mineralischen Rohstoffen sank aber binnen fünf Jahren um etwa ein Drittel auf 475 Millionen Tonnen im Jahr 2025, ein „historisches Tief“, wie die BGR anmerkt.

Warum die Förderung zurückgeht

Die Bundesbehörde mit Sitz in Hannover führt den Rückgang auf die nachlassende Industrienachfrage infolge einer schwächeren Konjunktur zurück. Volker Steinbach, Vizepräsident der BGR und Leiter der Rohstoffabteilung, führt weitere Ursachen an: „Hohe Zinsen, eine anhaltende Inflation sowie erhöhte Energie- und Transportkosten belasten die heimische Industrie und führten insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen.“

Schließlich gingen auch die Rohstoffimporte Deutschlands zurück. Mit 288 Millionen Tonnen lagen sie 2,8 Prozent unterhalb des Vorjahres 2024. Dieser Rückgang war maßgeblich durch die verringerten Einfuhren von Energierohstoffen bedingt. Die
Importe von Nichtmetallen und Metallen stiegen dagegen zeitgleich leicht an. Insgesamt sank der Wert der Einfuhren auf 193 Milliarden Euro.

Neuprojekte vor allem für zwei Rohstoffe

Aufgrund des hohen Bedarfs und der ambitionierten Ziele des Critical Raw Materials Act der EU finden demgegenüber in Deutschland wieder verstärkt Explorationsaktivitäten statt. Aktuell sind mehr als 150 Projekte und Lizenzen in Deutschland erfasst, die künftig einen heimischen Beitrag zur Rohstoffversorgung leisten könnten.

Viele dieser Explorationsvorhaben fokussieren sich in erster Linie auf Lithium und Kupfer. „Ein Großteil dieser Projekte befindet sich in einer frühen Phase der Exploration, und bis zum Beginn einer möglichen Produktion sind noch beträchtliche Investitionen und Explorationsaktivitäten nötig“, erläutert Sören Henning, Koordinator des BGR-Berichts. „Weiter fortgeschrittene Projekte für eine mögliche inländische Lithiumproduktion erhalten aber bereits Unterstützung aus dem Rohstofffonds der Bundesregierung oder wurden von der EU als ‚strategisches Projekt‘ eingestuft“, so Henning.

Welche kritischen Rohstoffe Deutschland schon gewinnt

Bei den von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffen gewinnt Deutschland nach Auskunft der BGR aktuell lediglich die Industrieminerale Flussspat und Schwerspat, Feldspat und Graphit sowie grobkörnigen Quarz beziehungsweise Quarzkies. Letztere sind mögliche Vorprodukte für das Halbleiter-Element Silizium, einen Rohstoff für Photovoltaik-Anlagen und Elektronik aller Art. Die heimischen Fördermengen reichen allerdings nicht aus, um die inländische Nachfrage zu decken.

Der BGR-Bericht zur Rohstoffsituation 2025 ist auf deren Website einzusehen und herunterzuladen.

Montag, 29.12.2025, 12:36 Uhr
Georg Eble
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Gas
Heimische Gasförderung schwächelt wegen Konjunktur
Deutschland hat 2025 erneut weniger Energieträger und Baurohstoffe an die Oberfläche befördert. Bei kritischen Rohstoffen ist dagegen eine Explorationsdynamik entstanden, so die BGR.
Das Jahr 2025 geht mit einem weiteren Rückgang bei der Ausbeutung heimischer Bodenschätze zu Ende. Laut dem jährlichen „Bericht zur Rohstoffsituation“, den die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) am 22. Dezember veröffentlichte, ging die heimische Förderung von Rohöl gegenüber 2024 um 0,7 Prozent auf 1,6 Millionen Tonnen zurück.

Bei Erdgas, Erdölgas und Grubengas zusammengenommen beträgt der Rückgang auf Jahresbasis sogar 3,8 Prozent, die inländische Förderung beläuft sich 2025 auf 4,7 Milliarden Kubikmeter. Braunkohle ging um 10 Prozent auf 91,9 Millionen Tonnen zurück. Sie hat mit 1,8 Milliarden Euro gleichwohl immer noch den größten Wert unter den heimischen Rohstoffen, die sich auf 14 Milliarden Euro summieren.

Gewichtsmäßig machen Sand, Kies und gebrochene Natursteine zwar die bedeutendsten Rohstoffe aus, die Förderung von mineralischen Rohstoffen sank aber binnen fünf Jahren um etwa ein Drittel auf 475 Millionen Tonnen im Jahr 2025, ein „historisches Tief“, wie die BGR anmerkt.

Warum die Förderung zurückgeht

Die Bundesbehörde mit Sitz in Hannover führt den Rückgang auf die nachlassende Industrienachfrage infolge einer schwächeren Konjunktur zurück. Volker Steinbach, Vizepräsident der BGR und Leiter der Rohstoffabteilung, führt weitere Ursachen an: „Hohe Zinsen, eine anhaltende Inflation sowie erhöhte Energie- und Transportkosten belasten die heimische Industrie und führten insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen.“

Schließlich gingen auch die Rohstoffimporte Deutschlands zurück. Mit 288 Millionen Tonnen lagen sie 2,8 Prozent unterhalb des Vorjahres 2024. Dieser Rückgang war maßgeblich durch die verringerten Einfuhren von Energierohstoffen bedingt. Die
Importe von Nichtmetallen und Metallen stiegen dagegen zeitgleich leicht an. Insgesamt sank der Wert der Einfuhren auf 193 Milliarden Euro.

Neuprojekte vor allem für zwei Rohstoffe

Aufgrund des hohen Bedarfs und der ambitionierten Ziele des Critical Raw Materials Act der EU finden demgegenüber in Deutschland wieder verstärkt Explorationsaktivitäten statt. Aktuell sind mehr als 150 Projekte und Lizenzen in Deutschland erfasst, die künftig einen heimischen Beitrag zur Rohstoffversorgung leisten könnten.

Viele dieser Explorationsvorhaben fokussieren sich in erster Linie auf Lithium und Kupfer. „Ein Großteil dieser Projekte befindet sich in einer frühen Phase der Exploration, und bis zum Beginn einer möglichen Produktion sind noch beträchtliche Investitionen und Explorationsaktivitäten nötig“, erläutert Sören Henning, Koordinator des BGR-Berichts. „Weiter fortgeschrittene Projekte für eine mögliche inländische Lithiumproduktion erhalten aber bereits Unterstützung aus dem Rohstofffonds der Bundesregierung oder wurden von der EU als ‚strategisches Projekt‘ eingestuft“, so Henning.

Welche kritischen Rohstoffe Deutschland schon gewinnt

Bei den von der EU als kritisch eingestuften Rohstoffen gewinnt Deutschland nach Auskunft der BGR aktuell lediglich die Industrieminerale Flussspat und Schwerspat, Feldspat und Graphit sowie grobkörnigen Quarz beziehungsweise Quarzkies. Letztere sind mögliche Vorprodukte für das Halbleiter-Element Silizium, einen Rohstoff für Photovoltaik-Anlagen und Elektronik aller Art. Die heimischen Fördermengen reichen allerdings nicht aus, um die inländische Nachfrage zu decken.

Der BGR-Bericht zur Rohstoffsituation 2025 ist auf deren Website einzusehen und herunterzuladen.

Montag, 29.12.2025, 12:36 Uhr
Georg Eble

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