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Energie & Management > Geothermie - Geothermieprojekt erhält „Claim“
Quelle: ZWM
Geothermie

Geothermieprojekt erhält „Claim“

Im Umland von München wollen zwei Gemeinden und die Stadtwerke München heißes Wasser für die Wärmeversorgung nutzen. Nun wurde die Aufsuchungserlaubnis erteilt.
Von einem Meilenstein spricht die „Zukunftswärme M West GmbH“ (ZWM). Und warum auch nicht: Die Gesellschaft hat nun die „Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken“, kurz „Aufsuchungserlaubnis“ oder auch „Claim“ genannt, erhalten, heißt es in einer Mitteilung. Die Stadtwerke München und die Münchener Umlandstädte Puchheim und Germering wollen das Potenzial der Tiefengeothermie für die Wärmeversorgung nutzen.

Mit der Aufsuchungserlaubnis kann die ZWM in einem definierten Gebiet von rund 72 Quadratkilometern in und um Germering und Puchheim sowie in angrenzenden Kommunen nach heißen Quellen suchen und – wichtig – diese auch erschließen. Der Antrag war im August 2025 beim bayerischen Wirtschaftsministerium eingereicht worden.

Wie wichtig der Bescheid ist, darauf verweist Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZWM. Denn das Aufsuchungsgebiet „steckt für die Zukunftswärme den wesentlichen Rahmen für die weiteren Aktivitäten ab“. Sie verweist allerdings auch darauf, dass bis Wärme aus der Tiefe strömen kann, noch viele weitere Genehmigungen notwendig seien.

Im nächsten Schritt soll im Claim-Gebiet eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Ziel ist es, geeignete Flächen für einen möglichen Geothermiestandort zu identifizieren. Die Flächen werden aus geologischer, technischer, wirtschaftlicher und raumplanerischer Perspektive untersucht und bewertet. Nach aktuellem Planungsstand ist eine Standortentscheidung im Herbst 2026 vorgesehen.

Inbetriebnahme nach 2033 vorgesehen

Vorgesehen ist, rund 50 Prozent der Kosten für die Machbarkeitsstudie über eine Bundesförderung abzudecken. Allerdings warte man noch auf den entsprechenden Bescheid. Den notwendigen Antrag hat die ZWM im Herbst 2025 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht.

Derzeit wird von einer frühestmöglichen Inbetriebnahme im Jahr 2033 ausgegangen. Geplant ist eine Geothermieanlage mit einer Leistung von 52 MW, die den langfristig erwarteten Wärmebedarf der drei Partner decken soll. Nach aktuellem Stand wird ein Standort mit acht Bohrungen angenommen. Die erwartete Thermalwassertemperatur liegt bei rund 90 Grad Celsius.

Mit der ZWM bündeln die Stadtwerke München sowie die Städte Germering und Puchheim ihre Aktivitäten im Bereich der Tiefengeothermie. Die Stadtwerke München betreiben bereits mehrere Geothermieanlagen in München und der Region und bringen entsprechende Erfahrung in das Projekt ein.

Die Kooperation dient auch der finanziellen Absicherung des Vorhabens, da Investitionen auf mehrere Partner verteilt werden. Zudem ist vorgesehen, dass überschüssige Wärme in der Anlaufphase durch die Stadtwerke München abgenommen werden kann.

Mittwoch, 4.03.2026, 14:02 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Geothermie - Geothermieprojekt erhält „Claim“
Quelle: ZWM
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Geothermieprojekt erhält „Claim“
Im Umland von München wollen zwei Gemeinden und die Stadtwerke München heißes Wasser für die Wärmeversorgung nutzen. Nun wurde die Aufsuchungserlaubnis erteilt.
Von einem Meilenstein spricht die „Zukunftswärme M West GmbH“ (ZWM). Und warum auch nicht: Die Gesellschaft hat nun die „Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken“, kurz „Aufsuchungserlaubnis“ oder auch „Claim“ genannt, erhalten, heißt es in einer Mitteilung. Die Stadtwerke München und die Münchener Umlandstädte Puchheim und Germering wollen das Potenzial der Tiefengeothermie für die Wärmeversorgung nutzen.

Mit der Aufsuchungserlaubnis kann die ZWM in einem definierten Gebiet von rund 72 Quadratkilometern in und um Germering und Puchheim sowie in angrenzenden Kommunen nach heißen Quellen suchen und – wichtig – diese auch erschließen. Der Antrag war im August 2025 beim bayerischen Wirtschaftsministerium eingereicht worden.

Wie wichtig der Bescheid ist, darauf verweist Christine Cröniger, Geschäftsführerin der ZWM. Denn das Aufsuchungsgebiet „steckt für die Zukunftswärme den wesentlichen Rahmen für die weiteren Aktivitäten ab“. Sie verweist allerdings auch darauf, dass bis Wärme aus der Tiefe strömen kann, noch viele weitere Genehmigungen notwendig seien.

Im nächsten Schritt soll im Claim-Gebiet eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Ziel ist es, geeignete Flächen für einen möglichen Geothermiestandort zu identifizieren. Die Flächen werden aus geologischer, technischer, wirtschaftlicher und raumplanerischer Perspektive untersucht und bewertet. Nach aktuellem Planungsstand ist eine Standortentscheidung im Herbst 2026 vorgesehen.

Inbetriebnahme nach 2033 vorgesehen

Vorgesehen ist, rund 50 Prozent der Kosten für die Machbarkeitsstudie über eine Bundesförderung abzudecken. Allerdings warte man noch auf den entsprechenden Bescheid. Den notwendigen Antrag hat die ZWM im Herbst 2025 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht.

Derzeit wird von einer frühestmöglichen Inbetriebnahme im Jahr 2033 ausgegangen. Geplant ist eine Geothermieanlage mit einer Leistung von 52 MW, die den langfristig erwarteten Wärmebedarf der drei Partner decken soll. Nach aktuellem Stand wird ein Standort mit acht Bohrungen angenommen. Die erwartete Thermalwassertemperatur liegt bei rund 90 Grad Celsius.

Mit der ZWM bündeln die Stadtwerke München sowie die Städte Germering und Puchheim ihre Aktivitäten im Bereich der Tiefengeothermie. Die Stadtwerke München betreiben bereits mehrere Geothermieanlagen in München und der Region und bringen entsprechende Erfahrung in das Projekt ein.

Die Kooperation dient auch der finanziellen Absicherung des Vorhabens, da Investitionen auf mehrere Partner verteilt werden. Zudem ist vorgesehen, dass überschüssige Wärme in der Anlaufphase durch die Stadtwerke München abgenommen werden kann.

Mittwoch, 4.03.2026, 14:02 Uhr
Stefan Sagmeister

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