Eine Visualisierung der künftigen Dachanlage von Four Parx Dreieich. Quelle: Enviria
Der Projektierer Enviria errichtet auf einer Gewerbeimmobilie von Four Parx in Dreieich eine PV-Anlage. Das hierzu gewählte Dachmietmodell soll auf weitere Standorte ausgeweitet werden.
Der Solarprojektierer Enviria und der Immobilienprojektentwickler Four Parx wollen auf der Gewerbeimmobilie „Four Parx Dreieich Airport“ in Dreieich (Hessen) erstmals gemeinsam eine Photovoltaikanlage mit 847,8 kW errichten. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Nach Angaben der Unternehmen soll die Anlage jährlich rund 809.000 kWh Strom erzeugen.
Die Unternehmen setzen das Projekt über ein Dachmietmodell um. Enviria mietet die Flächen von Four Parx und übernimmt Finanzierung, Errichtung und Betrieb der Photovoltaikanlage. Die Mieter der Gewerbeimmobilie sollen den erzeugten Strom direkt von Enviria beziehen können. Eigene Investitionen in die Erzeugungsanlage sind für sie damit nicht erforderlich.
Für Melchior Schulze Brock, CEO von Enviria schafft das Dachmietmodell damit eine klare Rollenverteilung, die für den wirtschaftlichen Erfolg nötig ist: „Der Immobilieneigentümer stellt die Fläche bereit, während Enviria die Investition, die technische Umsetzung und den langfristigen Betrieb der Anlage übernimmt. Für die Mieter entsteht so ein unkomplizierter Zugang zu lokal erzeugtem Solarstrom, ohne eigene Investitionen oder betrieblichen Aufwand.“
Die Photovoltaikanlage verteilt sich auf zwei Dachbereiche: Die beiden Anlagenteile unterscheiden sich bei Leistung und prognostizierter Erzeugung. Auf dem ersten Dachbereich plant Enviria 990 Module mit einer Gesamtleistung von 445,5 kW. Der Projektierer erwartet dort einen Jahresertrag von rund 425.000 kWh. Der zweite Teil umfasst 894 Module und 402,3 kW. Für diesen Bereich kalkulieren die Unternehmen mit rund 384.000 kWh pro Jahr.
Das Vorhaben in Dreieich ist das erste gemeinsame Projekt von Enviria und Four Parx. Beide Unternehmen prüfen nach eigenen Angaben weitere Gewerbe- und Logistikimmobilien für eine Zusammenarbeit. Dabei geht es neben Photovoltaikanlagen auch um Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur.
Ob diese Komponenten an weiteren Standorten zum Einsatz kommen, wollen die Partner unter anderem vom Verbrauchsprofil und vom jeweiligen Netzanschluss abhängig machen. Angaben zur Zahl der geprüften Immobilien, zur geplanten Gesamtleistung weiterer Anlagen oder zum Investitionsvolumen machten die Unternehmen nicht. (hr)
Dienstag, 25.08.2026, 09:10 Uhr
Heidi Roider
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