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Energie & Management > Effizienz - Bayern zieht Bilanz des 10.000-Häuser-Programms
Quelle: Pixabay / Geralt
Effizienz

Bayern zieht Bilanz des 10.000-Häuser-Programms

Nach zehn Jahren ist das bayerische 10.000-Häuser-Programm abgeschlossen. Allein für den Programmteil zu Photovoltaik und Batteriespeichern gingen mehr als 100.000 Anträge ein.
Das bayerische Wirtschaftsministerium hat das 2015 gestartete 10.000-Häuser-Programm abgeschlossen. Die letzten Förderfälle wurden 2025 ausgezahlt. Nach Angaben des Ministeriums hat die Förderung insbesondere den Einsatz von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und effizienter Heiztechnik in Ein- und Zweifamilienhäusern unterstützt.

Das Programm startete zunächst mit den beiden Teilen „EnergieSystemHaus“ und „Heizungstausch“. Beim EnergieSystemHaus wurden mehr als 4.000 Gebäude mit damals vergleichsweise neuer Technik gefördert. Dazu gehörten unter anderem hocheffiziente Luftwärmepumpen und Wärmespeicher. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums verzehnfachte sich innerhalb von zwei Jahren nach Einführung der jeweiligen Förderung die Zahl der am Markt verfügbaren Geräte, die die Förderkriterien erfüllten.

Deutlich größer war die Nachfrage nach dem 2019 ergänzten „PV-Speicher-Programm“. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern konnten Zuschüsse für einen neuen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu installierten Photovoltaikanlage beantragen. Zeitweise wurde zudem eine private Ladestation für Elektrofahrzeuge bezuschusst.

Bereits im Mai 2020, rund neun Monate nach dem Start dieses Programmteils, hatte das Ministerium 15.000 Anträge registriert. Die damit verbundenen Photovoltaikanlagen kamen damals auf eine Leistung von insgesamt 113 MW. Während der Corona-Pandemie musste die Bearbeitung zeitweise ausgesetzt werden, weil die zuständigen Bewilligungsstellen nach Angaben des Ministeriums mit den Soforthilfen für Unternehmen befasst waren.

Rund 750 MW zusätzliche Photovoltaikleistung

Bis zum Ende des Programms gingen nach der Schlussbilanz mehr als 100.000 Anträge für die PV-Speicher-Förderung ein. Rund 87.000 davon erhielten einen Zuschuss. Mit den geförderten Anlagen wurden nach Angaben des Ministeriums rund 750 MW Photovoltaikleistung auf Hausdächern sowie Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 750 Millionen Wh angereizt.

Das Wirtschaftsministerium führt die Entwicklung auch auf die Förderbedingungen zurück. Hersteller hätten die Effizienz ihrer Geräte verbessert, zugleich seien die Kosten gesunken. Das Ministerium sieht zudem Multiplikatoreffekte durch den Wissens- und Technologietransfer.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertet insbesondere die Zahl der Anträge als Beleg für die Investitionsbereitschaft privater Haushalte. „Über 100.000 Anträge zeigen, dass die Bürger bereit sind, selbst in Erneuerbare Energien zu investieren“, sagte Aiwanger. Das Programm habe technologische Entwicklungen angeschoben und dazu beigetragen, neue Produkte schneller in den Markt zu bringen. (sag)

Dienstag, 15.09.2026, 15:55 Uhr
Stefan Sagmeister
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Bayern zieht Bilanz des 10.000-Häuser-Programms
Nach zehn Jahren ist das bayerische 10.000-Häuser-Programm abgeschlossen. Allein für den Programmteil zu Photovoltaik und Batteriespeichern gingen mehr als 100.000 Anträge ein.
Das bayerische Wirtschaftsministerium hat das 2015 gestartete 10.000-Häuser-Programm abgeschlossen. Die letzten Förderfälle wurden 2025 ausgezahlt. Nach Angaben des Ministeriums hat die Förderung insbesondere den Einsatz von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und effizienter Heiztechnik in Ein- und Zweifamilienhäusern unterstützt.

Das Programm startete zunächst mit den beiden Teilen „EnergieSystemHaus“ und „Heizungstausch“. Beim EnergieSystemHaus wurden mehr als 4.000 Gebäude mit damals vergleichsweise neuer Technik gefördert. Dazu gehörten unter anderem hocheffiziente Luftwärmepumpen und Wärmespeicher. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums verzehnfachte sich innerhalb von zwei Jahren nach Einführung der jeweiligen Förderung die Zahl der am Markt verfügbaren Geräte, die die Förderkriterien erfüllten.

Deutlich größer war die Nachfrage nach dem 2019 ergänzten „PV-Speicher-Programm“. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern konnten Zuschüsse für einen neuen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu installierten Photovoltaikanlage beantragen. Zeitweise wurde zudem eine private Ladestation für Elektrofahrzeuge bezuschusst.

Bereits im Mai 2020, rund neun Monate nach dem Start dieses Programmteils, hatte das Ministerium 15.000 Anträge registriert. Die damit verbundenen Photovoltaikanlagen kamen damals auf eine Leistung von insgesamt 113 MW. Während der Corona-Pandemie musste die Bearbeitung zeitweise ausgesetzt werden, weil die zuständigen Bewilligungsstellen nach Angaben des Ministeriums mit den Soforthilfen für Unternehmen befasst waren.

Rund 750 MW zusätzliche Photovoltaikleistung

Bis zum Ende des Programms gingen nach der Schlussbilanz mehr als 100.000 Anträge für die PV-Speicher-Förderung ein. Rund 87.000 davon erhielten einen Zuschuss. Mit den geförderten Anlagen wurden nach Angaben des Ministeriums rund 750 MW Photovoltaikleistung auf Hausdächern sowie Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt mehr als 750 Millionen Wh angereizt.

Das Wirtschaftsministerium führt die Entwicklung auch auf die Förderbedingungen zurück. Hersteller hätten die Effizienz ihrer Geräte verbessert, zugleich seien die Kosten gesunken. Das Ministerium sieht zudem Multiplikatoreffekte durch den Wissens- und Technologietransfer.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertet insbesondere die Zahl der Anträge als Beleg für die Investitionsbereitschaft privater Haushalte. „Über 100.000 Anträge zeigen, dass die Bürger bereit sind, selbst in Erneuerbare Energien zu investieren“, sagte Aiwanger. Das Programm habe technologische Entwicklungen angeschoben und dazu beigetragen, neue Produkte schneller in den Markt zu bringen. (sag)

Dienstag, 15.09.2026, 15:55 Uhr
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