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Energie & Management > Windkraft Offshore - Weltverband fordert schnelleren Offshore-Ausbau
Quelle: GWEC
Windkraft Offshore

Weltverband fordert schnelleren Offshore-Ausbau

Der Global Wind Energy Council (GWEC) fordert Regierungen weltweit auf, Offshore-Windparks schneller auszubauen. Ein neuer Bericht sieht darin einen Beitrag zur Energiesicherheit.
Der Global Wind Energy Council (GWEC) hat anlässlich seiner Jahrestagung Regierungen weltweit aufgefordert, den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen. Anlass ist die Veröffentlichung des Global Offshore Wind Report 2026 am 9. Juni in Hanoi. Der Bericht enthält einen Acht-Punkte-Aktionsplan, mit dem politische Entscheidungsträger Investitionen in Offshore-Windparks erleichtern und die Projekte als kritische Energieinfrastruktur einstufen sollen.

Nach Angaben des GWEC wurden im Jahr 2025 weltweit 9.300 MW neue Offshore-Windleistung in Betrieb genommen. Damit war 2025 das drittstärkste Jahr der Branche bei den Neuinstallationen. Die weltweit installierte Offshore-Windkapazität stieg auf insgesamt 92.500 MW. Nach Berechnungen des Verbandes entspricht dies einer Stromversorgung für rund 102 Millionen Haushalte.

China bleibt Spitzenreiter

China blieb dabei der wichtigste Einzelmarkt. Das Land nahm 2025 Offshore-Windparks mit einer Leistung von 6.600 MW in Betrieb und führte damit bereits im achten Jahr in Folge die weltweiten Installationen an. In Europa gingen laut GWEC fast 2.000 MW ans Netz. Die größten Beiträge kamen aus Großbritannien mit 1.000 MW, Deutschland mit 500 MW und Frankreich mit 400 MW.

Der Verband verweist darauf, dass die Offshore-Windenergie in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um 10 Prozent pro Jahr gewachsen sei. Ende 2025 machte sie nach Angaben des GWEC 7,1 Prozent der weltweit installierten Windenergieleistung aus.
 
Voraussichtliche Installation von Windkraft offshore nach Regionen.
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Quelle: GWEC

Trotz dieses Wachstums sieht der Verband erhebliche Herausforderungen. Inflation, gestiegene Finanzierungskosten, Engpässe in den Lieferketten sowie politische Unsicherheiten hätten den Ausbau verlangsamt. Zudem sei das Volumen der im Jahr 2025 vergebenen Offshore-Wind-Auktionen mit 11.400 MW deutlich niedriger ausgefallen als im Rekordjahr 2024.

50.000 MW Leistung im Bau

Nach Angaben des GWEC befinden sich weltweit mehr als 50.000 MW Offshore-Windleistung im Bau. Der Verband erwartet deshalb eine deutliche Beschleunigung des Marktes in den kommenden Jahren. Bis 2035 könnten weltweit rund 327.000 MW zusätzliche Offshore-Windkapazität hinzukommen. Die globale Gesamtleistung würde damit auf etwa 420.000 MW steigen.

Rebecca Williams, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GWEC, erklärte, viele Märkte verfügten über gute Voraussetzungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie. „Allerdings verzögern langwierige Genehmigungsverfahren, Netzanschlussprobleme und unzureichend ausgestaltete Fördermechanismen weiterhin zahlreiche Projekte“, bedauerte Williams.

Der Verband sieht Offshore-Windenergie als wichtigen Baustein für die Elektrifizierung von Wirtschaft und Industrie. Da die Anlagen große Mengen Strom mit vergleichsweise hoher Vorhersagbarkeit liefern könnten, eigneten sie sich nach Einschätzung des GWEC besonders zur Unterstützung einer zunehmend elektrifizierten Energieversorgung.

Politische Forderungen

Im Bericht fordert der Verband deshalb unter anderem schnellere Genehmigungsverfahren, zusätzliche Investitionen in Netze, Speicher und Hafeninfrastruktur sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Industrie. Außerdem sollten Ausschreibungen stärker auf die tatsächliche Umsetzbarkeit von Projekten ausgerichtet werden. Nach Ansicht des GWEC müssen Regierungen zudem die industrielle Elektrifizierung vorantreiben, damit Offshore-Windparks ihr Potenzial für die Dekarbonisierung der Wirtschaft entfalten können.

Weltweit gelten laut Bericht derzeit rund 25.000 MW Offshore-Windprojekte außerhalb Chinas als baubereit. Viele dieser Vorhaben warten jedoch noch auf Netzanschlüsse, Förderzusagen oder endgültige Investitionsentscheidungen. Der GWEC warnt, dass Verzögerungen bei diesen Projekten die Ausbauziele vieler Staaten gefährden könnten.

Bis Ende 2025 verfügten insgesamt 19 Märkte über Offshore-Windenergie. Die fünf größten Märkte − China, Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Taiwan − vereinten dabei mehr als 90 Prozent der weltweit installierten Kapazität auf sich. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Leistung neu installierter Offshore-Windturbinen erstmals auf 10,3 MW.

Der Welt-Windkraftbericht 2026 des GWEC steht im Internet bereit

Dienstag, 9.06.2026, 14:52 Uhr
Susanne Harmsen
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Quelle: GWEC
Windkraft Offshore
Weltverband fordert schnelleren Offshore-Ausbau
Der Global Wind Energy Council (GWEC) fordert Regierungen weltweit auf, Offshore-Windparks schneller auszubauen. Ein neuer Bericht sieht darin einen Beitrag zur Energiesicherheit.
Der Global Wind Energy Council (GWEC) hat anlässlich seiner Jahrestagung Regierungen weltweit aufgefordert, den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen. Anlass ist die Veröffentlichung des Global Offshore Wind Report 2026 am 9. Juni in Hanoi. Der Bericht enthält einen Acht-Punkte-Aktionsplan, mit dem politische Entscheidungsträger Investitionen in Offshore-Windparks erleichtern und die Projekte als kritische Energieinfrastruktur einstufen sollen.

Nach Angaben des GWEC wurden im Jahr 2025 weltweit 9.300 MW neue Offshore-Windleistung in Betrieb genommen. Damit war 2025 das drittstärkste Jahr der Branche bei den Neuinstallationen. Die weltweit installierte Offshore-Windkapazität stieg auf insgesamt 92.500 MW. Nach Berechnungen des Verbandes entspricht dies einer Stromversorgung für rund 102 Millionen Haushalte.

China bleibt Spitzenreiter

China blieb dabei der wichtigste Einzelmarkt. Das Land nahm 2025 Offshore-Windparks mit einer Leistung von 6.600 MW in Betrieb und führte damit bereits im achten Jahr in Folge die weltweiten Installationen an. In Europa gingen laut GWEC fast 2.000 MW ans Netz. Die größten Beiträge kamen aus Großbritannien mit 1.000 MW, Deutschland mit 500 MW und Frankreich mit 400 MW.

Der Verband verweist darauf, dass die Offshore-Windenergie in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um 10 Prozent pro Jahr gewachsen sei. Ende 2025 machte sie nach Angaben des GWEC 7,1 Prozent der weltweit installierten Windenergieleistung aus.
 
Voraussichtliche Installation von Windkraft offshore nach Regionen.
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Quelle: GWEC

Trotz dieses Wachstums sieht der Verband erhebliche Herausforderungen. Inflation, gestiegene Finanzierungskosten, Engpässe in den Lieferketten sowie politische Unsicherheiten hätten den Ausbau verlangsamt. Zudem sei das Volumen der im Jahr 2025 vergebenen Offshore-Wind-Auktionen mit 11.400 MW deutlich niedriger ausgefallen als im Rekordjahr 2024.

50.000 MW Leistung im Bau

Nach Angaben des GWEC befinden sich weltweit mehr als 50.000 MW Offshore-Windleistung im Bau. Der Verband erwartet deshalb eine deutliche Beschleunigung des Marktes in den kommenden Jahren. Bis 2035 könnten weltweit rund 327.000 MW zusätzliche Offshore-Windkapazität hinzukommen. Die globale Gesamtleistung würde damit auf etwa 420.000 MW steigen.

Rebecca Williams, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GWEC, erklärte, viele Märkte verfügten über gute Voraussetzungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie. „Allerdings verzögern langwierige Genehmigungsverfahren, Netzanschlussprobleme und unzureichend ausgestaltete Fördermechanismen weiterhin zahlreiche Projekte“, bedauerte Williams.

Der Verband sieht Offshore-Windenergie als wichtigen Baustein für die Elektrifizierung von Wirtschaft und Industrie. Da die Anlagen große Mengen Strom mit vergleichsweise hoher Vorhersagbarkeit liefern könnten, eigneten sie sich nach Einschätzung des GWEC besonders zur Unterstützung einer zunehmend elektrifizierten Energieversorgung.

Politische Forderungen

Im Bericht fordert der Verband deshalb unter anderem schnellere Genehmigungsverfahren, zusätzliche Investitionen in Netze, Speicher und Hafeninfrastruktur sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Industrie. Außerdem sollten Ausschreibungen stärker auf die tatsächliche Umsetzbarkeit von Projekten ausgerichtet werden. Nach Ansicht des GWEC müssen Regierungen zudem die industrielle Elektrifizierung vorantreiben, damit Offshore-Windparks ihr Potenzial für die Dekarbonisierung der Wirtschaft entfalten können.

Weltweit gelten laut Bericht derzeit rund 25.000 MW Offshore-Windprojekte außerhalb Chinas als baubereit. Viele dieser Vorhaben warten jedoch noch auf Netzanschlüsse, Förderzusagen oder endgültige Investitionsentscheidungen. Der GWEC warnt, dass Verzögerungen bei diesen Projekten die Ausbauziele vieler Staaten gefährden könnten.

Bis Ende 2025 verfügten insgesamt 19 Märkte über Offshore-Windenergie. Die fünf größten Märkte − China, Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Taiwan − vereinten dabei mehr als 90 Prozent der weltweit installierten Kapazität auf sich. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Leistung neu installierter Offshore-Windturbinen erstmals auf 10,3 MW.

Der Welt-Windkraftbericht 2026 des GWEC steht im Internet bereit

Dienstag, 9.06.2026, 14:52 Uhr
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