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Energie & Management > Wärme - Wärmepumpen mit niedrigsten Wärmekosten
Quelle: Shutterstock / jamesteohart
Wärme

Wärmepumpen mit niedrigsten Wärmekosten

Der aktuelle Techem-Atlas zeigt: Verbrauchende heizen bewusster und Heizungsanlagen laufen immer effizienter. Die Heizkosten stiegen 2025 trotz stabiler Energiepreise.
Die Folgen der Energiekrise sind für viele Haushalte weiterhin spürbar. Das zeigt der Techem-Atlas für Energie, Wärme und Wasser, der am 1. Oktober vorgestellt wurde. „Angesichts anhaltend hoher Energiekosten fällt ein kälterer Winter im Jahr 2025 besonders ins Gewicht. Viele Verbraucher haben die Einsparpotenziale, die ihnen unter anderem die unterjährige Verbrauchsinformation eröffnet, bereits weitgehend ausgeschöpft“, sagte Ulrich Schiller, Co-CEO der Techem Gruppe und CEO Deutschland. 

Demanch sind die Heizkosten in deutschen Mehrfamilienhäusern 2025 gestiegen, obwohl sich die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben. Ursache war vor allem die kühlere Witterung und der dadurch höhere Wärmeverbrauch. Je Quadratmeter lagen die Heizkosten demnach rund 45 Prozent über dem Niveau von 2021. Die Energiepreise übertrafen das damalige Niveau um rund 82 Prozent.

Für die Untersuchung wertete Techem Daten von rund 94.000 Gebäuden mit etwa 1,1 Millionen Wohnungen in Deutschland aus. Hinzu kommen Daten von weiteren 1,1 Millionen Wohnungen in ausgewählten europäischen Ländern. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2025. Die Auswertung umfasst neben Heizkosten und Energieverbrauch auch Daten zu Wärmepumpen, Fernwärme, Wasserverbrauch sowie zur Digitalisierung der Mess- und Abrechnungsprozesse.

Heizkosten unterscheiden sich nach Regionen

Zwischen den Bundesländern zeigen die Daten deutliche Unterschiede bei den Heizkosten. Den höchsten Wert weist das Saarland mit durchschnittlich 14,50 Euro je Quadratmeter auf. Es folgen Schleswig-Holstein mit 12,77 Euro und Hessen mit 12,76 Euro. Am anderen Ende der Auswertung steht Berlin mit 10,34 Euro je Quadratmeter. Nordrhein-Westfalen kommt auf 10,69 Euro, Bremen auf 10,72 Euro.

Noch größer fällt die Spannweite auf Ebene der Städte aus. Techem ermittelte für Ravensburg Heizkosten von durchschnittlich 13,34 Euro je Quadratmeter. In Reutlingen waren es 13,22 Euro und in Sömmerda 13,10 Euro. Den niedrigsten Wert verzeichnete Bielefeld mit 8,99 Euro je Quadratmeter. Rheine und Würzburg kamen jeweils auf 9,93 Euro. 

Techem führt die Entwicklung der Heizkosten 2025 vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Temperaturen zurück. Die Energiepreise bewegten sich nach Angaben des Unternehmens etwa auf dem Niveau von 2024. Der höhere Wärmebedarf schlug sich daher unmittelbar im Verbrauch und in den Kosten nieder.

Mit Wärmepumpen versorgte Mehrfamilienhäuser kamen in dem von Techem untersuchten Bestand 2025 auf die niedrigsten Wärmekosten je Quadratmeter. Während deren Verbrauchskosten seit 2021 laut Auswertung weitgehend konstant blieben, stiegen sie bei konventionellen Heizsystemen. Techem sieht zugleich Potenzial bei der Betriebsführung bestehender Anlagen. Nach Berechnungen des Unternehmens könnten rund 30 Prozent der untersuchten Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern durch Änderungen beim Betrieb ihren Energieeinsatz senken. Als Beispiel nennt Techem eine datenbasierte Steuerung der Heizungsanlagen. 

Deutschland mit hohen Fernwärmekosten

Für den europäischen Vergleich wertete Techem auch Daten aus mehreren Ländern aus. In diesem Bestand versorgt Fernwärme 52 Prozent der betrachteten Wohnungen und stellt damit den am häufigsten vertretenen Energieträger. Erdgas erreicht einen Anteil von 32 Prozent. Bei den Fernwärmekosten weist Deutschland innerhalb der untersuchten Länder indes den höchsten Wert auf. Techem beziffert die durchschnittlichen Heizkosten für deutsche Fernwärmekunden auf rund 1.057 Euro je Wohnung. In der Schweiz waren es 982 Euro. 

Fortschritte meldete Techem bei der Fernablesung von Messgeräten. Im deutschen Mehrfamilienhausbestand des Unternehmens lassen sich demnach 91,4 Prozent der Geräte aus der Ferne auslesen. Im untersuchten europäischen Bestand beträgt der Anteil 92,8 Prozent. Zum Jahreswechsel 2026/2027 endet die europäische Übergangsfrist für die Umstellung auf fernablesbare Erfassungsgeräte.

Der Atlas untersucht außerdem den Einsatz intelligenter Messsysteme in Verbindung mit Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung. Photovoltaikanlagen deckten in den betrachteten Gebäuden nach Angaben von Techem auch während der Wintermonate mehr als 30 Prozent des Stromverbrauchs. Batteriespeicher können den zeitlichen Abstand zwischen Erzeugung und Verbrauch überbrücken und damit den Anteil des innerhalb des Gebäudes genutzten Solarstroms erhöhen.

Die Daten zeigen vor allem, dass die Kostenentwicklung im Gebäudebestand weiterhin vom Preisniveau der vergangenen Jahre geprägt wird. Obwohl die Energiepreise 2025 verglichen zum Vorjahr 2024 weitgehend stabil blieben, lagen sie laut Techem noch rund 82 Prozent über dem Stand von 2021. 

Der Techem-Atlas 2026 steht auf der Internetseite des Unternehmens kostenlos zur Verfügung. (hr)

Donnerstag, 1.10.2026, 14:13 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Wärme - Wärmepumpen mit niedrigsten Wärmekosten
Quelle: Shutterstock / jamesteohart
Wärme
Wärmepumpen mit niedrigsten Wärmekosten
Der aktuelle Techem-Atlas zeigt: Verbrauchende heizen bewusster und Heizungsanlagen laufen immer effizienter. Die Heizkosten stiegen 2025 trotz stabiler Energiepreise.
Die Folgen der Energiekrise sind für viele Haushalte weiterhin spürbar. Das zeigt der Techem-Atlas für Energie, Wärme und Wasser, der am 1. Oktober vorgestellt wurde. „Angesichts anhaltend hoher Energiekosten fällt ein kälterer Winter im Jahr 2025 besonders ins Gewicht. Viele Verbraucher haben die Einsparpotenziale, die ihnen unter anderem die unterjährige Verbrauchsinformation eröffnet, bereits weitgehend ausgeschöpft“, sagte Ulrich Schiller, Co-CEO der Techem Gruppe und CEO Deutschland. 

Demanch sind die Heizkosten in deutschen Mehrfamilienhäusern 2025 gestiegen, obwohl sich die Energiepreise gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben. Ursache war vor allem die kühlere Witterung und der dadurch höhere Wärmeverbrauch. Je Quadratmeter lagen die Heizkosten demnach rund 45 Prozent über dem Niveau von 2021. Die Energiepreise übertrafen das damalige Niveau um rund 82 Prozent.

Für die Untersuchung wertete Techem Daten von rund 94.000 Gebäuden mit etwa 1,1 Millionen Wohnungen in Deutschland aus. Hinzu kommen Daten von weiteren 1,1 Millionen Wohnungen in ausgewählten europäischen Ländern. Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2025. Die Auswertung umfasst neben Heizkosten und Energieverbrauch auch Daten zu Wärmepumpen, Fernwärme, Wasserverbrauch sowie zur Digitalisierung der Mess- und Abrechnungsprozesse.

Heizkosten unterscheiden sich nach Regionen

Zwischen den Bundesländern zeigen die Daten deutliche Unterschiede bei den Heizkosten. Den höchsten Wert weist das Saarland mit durchschnittlich 14,50 Euro je Quadratmeter auf. Es folgen Schleswig-Holstein mit 12,77 Euro und Hessen mit 12,76 Euro. Am anderen Ende der Auswertung steht Berlin mit 10,34 Euro je Quadratmeter. Nordrhein-Westfalen kommt auf 10,69 Euro, Bremen auf 10,72 Euro.

Noch größer fällt die Spannweite auf Ebene der Städte aus. Techem ermittelte für Ravensburg Heizkosten von durchschnittlich 13,34 Euro je Quadratmeter. In Reutlingen waren es 13,22 Euro und in Sömmerda 13,10 Euro. Den niedrigsten Wert verzeichnete Bielefeld mit 8,99 Euro je Quadratmeter. Rheine und Würzburg kamen jeweils auf 9,93 Euro. 

Techem führt die Entwicklung der Heizkosten 2025 vor allem auf die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Temperaturen zurück. Die Energiepreise bewegten sich nach Angaben des Unternehmens etwa auf dem Niveau von 2024. Der höhere Wärmebedarf schlug sich daher unmittelbar im Verbrauch und in den Kosten nieder.

Mit Wärmepumpen versorgte Mehrfamilienhäuser kamen in dem von Techem untersuchten Bestand 2025 auf die niedrigsten Wärmekosten je Quadratmeter. Während deren Verbrauchskosten seit 2021 laut Auswertung weitgehend konstant blieben, stiegen sie bei konventionellen Heizsystemen. Techem sieht zugleich Potenzial bei der Betriebsführung bestehender Anlagen. Nach Berechnungen des Unternehmens könnten rund 30 Prozent der untersuchten Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern durch Änderungen beim Betrieb ihren Energieeinsatz senken. Als Beispiel nennt Techem eine datenbasierte Steuerung der Heizungsanlagen. 

Deutschland mit hohen Fernwärmekosten

Für den europäischen Vergleich wertete Techem auch Daten aus mehreren Ländern aus. In diesem Bestand versorgt Fernwärme 52 Prozent der betrachteten Wohnungen und stellt damit den am häufigsten vertretenen Energieträger. Erdgas erreicht einen Anteil von 32 Prozent. Bei den Fernwärmekosten weist Deutschland innerhalb der untersuchten Länder indes den höchsten Wert auf. Techem beziffert die durchschnittlichen Heizkosten für deutsche Fernwärmekunden auf rund 1.057 Euro je Wohnung. In der Schweiz waren es 982 Euro. 

Fortschritte meldete Techem bei der Fernablesung von Messgeräten. Im deutschen Mehrfamilienhausbestand des Unternehmens lassen sich demnach 91,4 Prozent der Geräte aus der Ferne auslesen. Im untersuchten europäischen Bestand beträgt der Anteil 92,8 Prozent. Zum Jahreswechsel 2026/2027 endet die europäische Übergangsfrist für die Umstellung auf fernablesbare Erfassungsgeräte.

Der Atlas untersucht außerdem den Einsatz intelligenter Messsysteme in Verbindung mit Mieterstrom und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung. Photovoltaikanlagen deckten in den betrachteten Gebäuden nach Angaben von Techem auch während der Wintermonate mehr als 30 Prozent des Stromverbrauchs. Batteriespeicher können den zeitlichen Abstand zwischen Erzeugung und Verbrauch überbrücken und damit den Anteil des innerhalb des Gebäudes genutzten Solarstroms erhöhen.

Die Daten zeigen vor allem, dass die Kostenentwicklung im Gebäudebestand weiterhin vom Preisniveau der vergangenen Jahre geprägt wird. Obwohl die Energiepreise 2025 verglichen zum Vorjahr 2024 weitgehend stabil blieben, lagen sie laut Techem noch rund 82 Prozent über dem Stand von 2021. 

Der Techem-Atlas 2026 steht auf der Internetseite des Unternehmens kostenlos zur Verfügung. (hr)

Donnerstag, 1.10.2026, 14:13 Uhr
Heidi Roider

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