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Ungewöhnliche Wärme, deutliches Niederschlagsdefizit: 2025 zählt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zu den zehn wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen.
Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens mutet gemessen an der aktuellen deutschen Wirklichkeit geradezu vermessen an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) errechnet für das Jahr 2025 ein Temperaturmittel von 10,1
Grad Celsius. Damit liegt es um 1,9
Grad über der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 (8,2
Grad). Im Vergleich zum Zeitraum von 1991 bis 2020 ergibt sich ein Anstieg um 0,8
Grad. Damit reiht sich 2025 unter die zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Das teilte der DWD am 30. Dezember mit.
Für das Frühjahr bilanziert der DWD eine historische Trockenheit im Osten des Landes. Für den Juli verzeichnen die Meteorologen extreme Hitze. Als Höchstwert nennen sie 39,3
Grad, gemessen am 2.
Juli in Andernach, 15 Kilometer nordwestlich von Koblenz. Für September verzeichnen sie vor allem im Westen intensiven Regenfälle. Im Oktober sei der sonnige Jahresverlauf gebietsweise durch „ungewöhnlich trübe Verhältnisse“ unterbrochen worden, danach habe sich die Sonne erneut großzügig gezeigt, heißt es.
Auch mit Blick auf die Niederschlagsmengen hebt das Jahr 2025 deutlich ab. Der DWD geht bis zum Jahreswechsel von einer Niederschlagsmenge von 655
Liter pro Quadratmeter aus. Gegenüber der Referenzperiode von 1961 bis 1990 (789
Liter pro Quadratmeter) entspreche dies einer Abweichung von minus 17
Prozent. Maßgeblich für das Defizit im Jahr 2025 sei eine Trockenphase von Februar bis Mai.
Die Sonnenscheindauer beziffert der DWD auf 1.945
Stunden. Das bedeutet ein Plus von rund 26
Prozent gegenüber dem Klimamittel von 1.544
Stunden (Periode 1961 bis 1990) und rund 17
Prozent gegenüber der neueren Referenzperiode 1991 bis 2020 (1.665
Stunden). „Auf dem Weg zu einem neuen Sonnenscheinrekord wurde die Bilanz lediglich durch den Juli und Oktober nach unten korrigiert“, so der DWD.
Der DWD hat auch die 2025er-Werte für die einzelnen Bundesländer mit den vieljährigen Mittelwerte (1961 bis 1990) verglichen (Tabelle). Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermögliche eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels, so die Meteorologen.
Wetterdaten für 2025| Bundesland | Mitteltemperatur (°C) | Klimamittel (°C) | Höchstwert (°C) | Tiefstwert (°C) |
| Baden-Württemberg | 10,2 | 8,1 | 38,7 | −17,6 |
| Bayern | 9,4 | 7,5 | 39,1 | −18,5 |
| Berlin | 10,7 | 9,1 | 38,0 | -12,5 |
| Brandenburg | 10,6 | 8,7 | 38,8 | -17,6 |
| Bremen | 10,7 | 8,9 | 36,2 | -8,7 |
| Hamburg | 10,6 | 8,8 | 36,2 | -9,9 |
| Hessen | 10,1 | 8,2 | 38,5 | -14,3 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 10,0 | 8,2 | 37,7 | -13,1 |
| Niedersachsen | 10,4 | 8,6 | 38,7 | -15,2 |
| Nordrhein-Westfalen | 10,8 | 9,0 | 38,3 | -15,6 |
| Rheinland-Pfalz | 10,6 | 8,6 | 39,3 | -10,4 |
| Saarland | 11,0 | 8,9 | 38,9 | -9,3 |
| Sachsen | 9,4 | 8,1 | 38,5 | -19,7 |
| Sachsen-Anhalt | 10,1 | 8,7 | 39,2 | -19,0 |
| Schleswig-Holstein | 10,1 | 8,3 | 37,6 | -12,8 |
| Thüringen | 9,5 | 7,6 | 37,9 | -14,4 |
Quelle: DWD
Dienstag, 30.12.2025, 17:48 Uhr
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