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Energie & Management > Wirtschaft - Rudolstädter Kommunalversorger strebt zur Teag
Quelle: Shutterstock / Rido
Wirtschaft

Rudolstädter Kommunalversorger strebt zur Teag

Die Energieversorgung Rudolstadt sieht ihre Zukunft bei der Thüringer Energie AG und prüft „weitergehende Kooperationsmöglichkeiten“.
In der 25.000-Einwohner-Kommune im Südosten Thüringens blickt man weit nach vorne. „Die Energieversorgung Rudolstadt ist gut aufgestellt. Aber was ist in zehn, fünfzehn Jahren?“, fragt Bürgermeister Jörg Reichl. Auf das kommunale Unternehmen kommen wie auf andere Versorger auch hohe Investitionskosten zu. „Wir sind zu klein aufgestellt, um die Herausforderungen der Energiewende stemmen zu können“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende im Gespräch mit E&M

Die Stadt und Energieversorgung Rudolstadt (EVR) untersuchen derzeit „weitergehende Kooperationsmöglichkeiten“ mit der Thüringer Energie AG (Teag). Die beiden Unternehmen kooperieren seit Jahren. Die Teag ist mit 23,9 Prozent an der EVR beteiligt. Während 51 Prozent der Stadt gehören, hält die Thüga 25,1 Prozent der Anteile. Rudolstadt schwebt vor, dass die Teag Anteile der Stadt übernimmt. Im Gegenzug soll die Stadt Aktionär werden. Wie hoch der Anteil von Rudolstadt an der Teag sein könnte, sei Gegenstand der laufenden Prüfung, sagt Reichl.

Langjährige Partnerschaft

Der Bürgermeister verweist auf die „langjährige gute Partnerschaft“ mit der Teag. Als Beispiel nennt er die Zusammenarbeit bei der Wärmeversorgung, beim Breitbandausbau sowie dem Betrieb der Strom- und Gasnetze in Rudolstadt. Reichl betont, dass im Falle der vorgesehenen Neustrukturierung alles in kommunaler Hand bliebe. „Wir veräußern kein kommunales Vermögen“, sagt er. Nicht in Betracht gezogen hat man in Rudolstadt, mit einem privatwirtschaftlichen Energieriesen zusammenzugehen

Teag und EVR, so der Bürgermeister, verfolgten die gleichen Ziele „und sind wie unser dritter Gesellschafter, die Thüga, kommunal geprägt“. Hintergrund: Die Teag gehört zu 84,8 Prozent rund 620 Gemeinden und Städten des Freistaats Thüringen, 15,2 Prozent der Aktienanteile besitzt die Thüga.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen in den nächsten Wochen vorliegen und mit den zuständigen Gremien und Aufsichtsbehörden diskutiert werden, teilt die EVR mit. Mit einer Entscheidung sei noch vor diesem Sommer zu rechnen. „Die Energiewende, veränderte Kundenerwartungen und steigender Wettbewerb sowie weitreichende technische und gesetzliche Änderungen stellen die Energieversorger zukünftig vor große Herausforderungen. Hierfür braucht es Kapital für notwendige Investitionen und Know-how“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die EVR erzielte im Jahr 2024 einen Bilanzgewinn in Höhe von 2,4 Millionen Euro (2023: 2,6 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse summierten sich auf 30,1 Millionen Euro (2023: 41,8 Millionen Euro).

Montag, 23.03.2026, 17:03 Uhr
Manfred Fischer
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Rudolstädter Kommunalversorger strebt zur Teag
Die Energieversorgung Rudolstadt sieht ihre Zukunft bei der Thüringer Energie AG und prüft „weitergehende Kooperationsmöglichkeiten“.
In der 25.000-Einwohner-Kommune im Südosten Thüringens blickt man weit nach vorne. „Die Energieversorgung Rudolstadt ist gut aufgestellt. Aber was ist in zehn, fünfzehn Jahren?“, fragt Bürgermeister Jörg Reichl. Auf das kommunale Unternehmen kommen wie auf andere Versorger auch hohe Investitionskosten zu. „Wir sind zu klein aufgestellt, um die Herausforderungen der Energiewende stemmen zu können“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende im Gespräch mit E&M

Die Stadt und Energieversorgung Rudolstadt (EVR) untersuchen derzeit „weitergehende Kooperationsmöglichkeiten“ mit der Thüringer Energie AG (Teag). Die beiden Unternehmen kooperieren seit Jahren. Die Teag ist mit 23,9 Prozent an der EVR beteiligt. Während 51 Prozent der Stadt gehören, hält die Thüga 25,1 Prozent der Anteile. Rudolstadt schwebt vor, dass die Teag Anteile der Stadt übernimmt. Im Gegenzug soll die Stadt Aktionär werden. Wie hoch der Anteil von Rudolstadt an der Teag sein könnte, sei Gegenstand der laufenden Prüfung, sagt Reichl.

Langjährige Partnerschaft

Der Bürgermeister verweist auf die „langjährige gute Partnerschaft“ mit der Teag. Als Beispiel nennt er die Zusammenarbeit bei der Wärmeversorgung, beim Breitbandausbau sowie dem Betrieb der Strom- und Gasnetze in Rudolstadt. Reichl betont, dass im Falle der vorgesehenen Neustrukturierung alles in kommunaler Hand bliebe. „Wir veräußern kein kommunales Vermögen“, sagt er. Nicht in Betracht gezogen hat man in Rudolstadt, mit einem privatwirtschaftlichen Energieriesen zusammenzugehen

Teag und EVR, so der Bürgermeister, verfolgten die gleichen Ziele „und sind wie unser dritter Gesellschafter, die Thüga, kommunal geprägt“. Hintergrund: Die Teag gehört zu 84,8 Prozent rund 620 Gemeinden und Städten des Freistaats Thüringen, 15,2 Prozent der Aktienanteile besitzt die Thüga.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen in den nächsten Wochen vorliegen und mit den zuständigen Gremien und Aufsichtsbehörden diskutiert werden, teilt die EVR mit. Mit einer Entscheidung sei noch vor diesem Sommer zu rechnen. „Die Energiewende, veränderte Kundenerwartungen und steigender Wettbewerb sowie weitreichende technische und gesetzliche Änderungen stellen die Energieversorger zukünftig vor große Herausforderungen. Hierfür braucht es Kapital für notwendige Investitionen und Know-how“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die EVR erzielte im Jahr 2024 einen Bilanzgewinn in Höhe von 2,4 Millionen Euro (2023: 2,6 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse summierten sich auf 30,1 Millionen Euro (2023: 41,8 Millionen Euro).

Montag, 23.03.2026, 17:03 Uhr
Manfred Fischer

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