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Energie & Management > Bilanz - Paul Tech schreibt nach Umbau wieder schwarze Zahlen
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Bilanz

Paul Tech schreibt nach Umbau wieder schwarze Zahlen

Der Anbieter von Wärmepumpen und Contracting-Lösungen für Immobilien, die Mannheimer Paul Tech AG, hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um mehr als 150 Prozent gesteigert.
Die „PAUL Tech AG“ hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn abgeschlossen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von 31,9 Millionen Euro auf 81,8 Millionen Euro und damit um rund 156 Prozent. Nach einem Jahresfehlbetrag von 40,1 Millionen Euro im Jahr 2024 erzielte das Mannheimer Unternehmen nun einen Jahresüberschuss von 3,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) betrug 10,9 Millionen Euro. Ohne einmalige Transaktions- und Finanzierungskosten hätte das bereinigte Ebitda 15,0 Millionen Euro erreicht.

Der Strategiewechsel von Paul Tech auf das Wärme-Contracting-Modell „PAUL Net Zero“ habe sich ausgezahlt, heißt es im Geschäftsbericht des Unternehmens. Es entwickelt und installiert Wärmepumpensysteme für Bestandsgebäude und übernimmt anschließend deren Betrieb im Rahmen langfristiger Wärme-Contracting-Verträge. Herzstück ist ein Wärme-Contracting-Modell, bei der fossile Heizsysteme durch Wärmepumpen mit KI-gestützter Steuerung ersetzt werden. Das bisherige Produkt „PAUL Performance“ spiele nur noch eine untergeordnete Rolle.

Treiber des Wachstums war nach Unternehmensangaben die Einführung des neuen Produkts. Der Auftragseingang für Paul Net Zero stieg auf 312,6 Millionen Euro nach 222,9 Millionen Euro im Vorjahr. Dabei handelt es sich um das erwartete Vertragsvolumen der neu abgeschlossenen Wärme-Contracting-Verträge über deren gesamte Laufzeit, die in der Regel zehn Jahre beträgt. 

Bis Ende 2025 lagen Aufträge für rund 26.500 Wohneinheiten vor. Davon wurden im Berichtsjahr bereits 13.500 Einheiten installiert. Bis Ende Juli 2026 war der Auftragsbestand auf rund 46.000 Wohneinheiten angewachsen, heißt es weiter.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Finanzierung des Wachstums. Im Jahr 2025 stellte die MEAG, der Vermögensverwalter der Munich Re und der Ergo Group, 120 Millionen Euro für die Projektfinanzierung bereit. Im Jahr 2026 folgte eine weitere Finanzierung über 28 Millionen Euro durch die Berliner Volksbank.

Zudem schloss Paul Tech mit der luxemburgischen Immobilien-Holding Adler Group einen Rahmenvertrag über die Umstellung von rund 17.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Nach Unternehmensangaben wurde mit der Umsetzung bereits begonnen.

Jedoch verliefen nicht alle Entwicklungen reibungslos. Im ersten Halbjahr 2026 verzögerten sich Fertigstellungen, weil zunächst verschiedene Prototypen errichtet werden mussten und dezentrale Heizungsanlagen erst nach Ende der Heizperiode installiert werden konnten. Zudem verweist das Unternehmen im Lagebericht darauf, dass Nacharbeiten an älteren Paul-Performance-Anlagen noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Dafür wurden bereits im Vorjahr entsprechende Rückstellungen gebildet.

Für 2026 erwartet Paul Tech einen Umsatz von bis zu 89 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr sollen rund 15.000 Wohneinheiten fertiggestellt werden. Prognostiziert werden ein Ebitda im niedrigen zweistelligen Millionenbereich sowie ein Jahresüberschuss im geringen einstelligen Millionenbereich. (sag)

Dienstag, 4.08.2026, 16:37 Uhr
Stefan Sagmeister
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Paul Tech schreibt nach Umbau wieder schwarze Zahlen
Der Anbieter von Wärmepumpen und Contracting-Lösungen für Immobilien, die Mannheimer Paul Tech AG, hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um mehr als 150 Prozent gesteigert.
Die „PAUL Tech AG“ hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn abgeschlossen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von 31,9 Millionen Euro auf 81,8 Millionen Euro und damit um rund 156 Prozent. Nach einem Jahresfehlbetrag von 40,1 Millionen Euro im Jahr 2024 erzielte das Mannheimer Unternehmen nun einen Jahresüberschuss von 3,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) betrug 10,9 Millionen Euro. Ohne einmalige Transaktions- und Finanzierungskosten hätte das bereinigte Ebitda 15,0 Millionen Euro erreicht.

Der Strategiewechsel von Paul Tech auf das Wärme-Contracting-Modell „PAUL Net Zero“ habe sich ausgezahlt, heißt es im Geschäftsbericht des Unternehmens. Es entwickelt und installiert Wärmepumpensysteme für Bestandsgebäude und übernimmt anschließend deren Betrieb im Rahmen langfristiger Wärme-Contracting-Verträge. Herzstück ist ein Wärme-Contracting-Modell, bei der fossile Heizsysteme durch Wärmepumpen mit KI-gestützter Steuerung ersetzt werden. Das bisherige Produkt „PAUL Performance“ spiele nur noch eine untergeordnete Rolle.

Treiber des Wachstums war nach Unternehmensangaben die Einführung des neuen Produkts. Der Auftragseingang für Paul Net Zero stieg auf 312,6 Millionen Euro nach 222,9 Millionen Euro im Vorjahr. Dabei handelt es sich um das erwartete Vertragsvolumen der neu abgeschlossenen Wärme-Contracting-Verträge über deren gesamte Laufzeit, die in der Regel zehn Jahre beträgt. 

Bis Ende 2025 lagen Aufträge für rund 26.500 Wohneinheiten vor. Davon wurden im Berichtsjahr bereits 13.500 Einheiten installiert. Bis Ende Juli 2026 war der Auftragsbestand auf rund 46.000 Wohneinheiten angewachsen, heißt es weiter.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Finanzierung des Wachstums. Im Jahr 2025 stellte die MEAG, der Vermögensverwalter der Munich Re und der Ergo Group, 120 Millionen Euro für die Projektfinanzierung bereit. Im Jahr 2026 folgte eine weitere Finanzierung über 28 Millionen Euro durch die Berliner Volksbank.

Zudem schloss Paul Tech mit der luxemburgischen Immobilien-Holding Adler Group einen Rahmenvertrag über die Umstellung von rund 17.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Nach Unternehmensangaben wurde mit der Umsetzung bereits begonnen.

Jedoch verliefen nicht alle Entwicklungen reibungslos. Im ersten Halbjahr 2026 verzögerten sich Fertigstellungen, weil zunächst verschiedene Prototypen errichtet werden mussten und dezentrale Heizungsanlagen erst nach Ende der Heizperiode installiert werden konnten. Zudem verweist das Unternehmen im Lagebericht darauf, dass Nacharbeiten an älteren Paul-Performance-Anlagen noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Dafür wurden bereits im Vorjahr entsprechende Rückstellungen gebildet.

Für 2026 erwartet Paul Tech einen Umsatz von bis zu 89 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr sollen rund 15.000 Wohneinheiten fertiggestellt werden. Prognostiziert werden ein Ebitda im niedrigen zweistelligen Millionenbereich sowie ein Jahresüberschuss im geringen einstelligen Millionenbereich. (sag)

Dienstag, 4.08.2026, 16:37 Uhr
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