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Energie & Management > PPA-Preisindex - Leichter PPA-Preisrückgang im April 2026
Quelle: E&M
PPA-Preisindex

Leichter PPA-Preisrückgang im April 2026

Die Preiskorridore für marktübliche deutsche Power Purchase Agreements sind im April 2026 gesunken. Das ergibt der PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
Die erzielbaren Preiskorridore für typische Strom-Direktlieferverträge aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (Power Purchase Agreements, PPA) haben sich in Deutschland im April – in Abhängigkeit vom Strom-Terminmarkt der Börse EEX – nach unten entwickelt. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Analysehauses Enervis für den gemeinsamen PPA-Preisindex mit Energie und Management. 

Demnach sind die Preise im Terminmarkt im April, die die Referenzpreise für PPA bilden, gestiegen. Während sie für die kommenden Quartale und das Frontjahr 2027 wieder etwas gesunken sind, sind die langfristigen Handelsprodukte am Terminmarkt auf einem ähnlichen Niveau geblieben.

Grafik 1: Neue PV-Freiflächenanlagen
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
(zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: Enervis

Für PPA auf neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit zehnjähriger Stromlieferung und einem Lieferstart im Mai 2026 lag der Preiskorridor im April unverändert zwischen 27 Euro/MWh und 39 Euro/MWh. Der dazu korrespondierende Terminmarkt-Mischpreis im April für die betreffende PPA-Laufzeit lag weiterhin bei circa 75 Euro/MWh.

Grafik 2: Onshore-Windenergieanlagen im Bestand
 
Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen – hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
(zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: Enervis

Für PPA auf bestehende, über 20 Jahre alte, ausgeförderte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) mit zweijähriger Stromlieferung vom Mai an ermittelten die Analysten von Enervis eine realistische Schwankungsbreite im April von 51 bis 71 Euro/MWh. Diese liegt somit unterhalb des Niveaus des Vormonats März. Sie hängt neben dem Terminmarkt-Mischpreis unter anderem von Standort und Anlagentyp ab.

Der Terminmarkt-Mischpreis, der die Referenz für diesen PPA-Preis darstellt, lag bei rund 91 Euro/MWh und ist damit gegenüber März um knapp 4 Euro/MWh zurückgegangen.

Die Methodik des PPA-Preisindex

Auf die Marktpreis-Bandbreiten von PPA kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Terminmarkt-Lieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX − dem Dreh- und Angelpunkt für die Bepreisung dieser langfristigen Direktlieferverträge − verschiedene Ab- und Zuschläge vor:
  • für das technologie- und standortspezifische Einspeiseprofil
  • sowie für energiewirtschaftliche Abwicklung und Risikoprämie
  • Dann schlagen sie aktuelle Preis-Bandbreiten für Herkunftsnachweise (HKN) auf (Näheres zur Methodik sowie Nutzungshinweise). Denn Strom aus grünen PPA erhält in der Regel im Gegensatz zur geförderten Direktvermarktung HKN und darf auch als Ökostrom verkauft werden. 
 

Mittwoch, 6.05.2026, 15:22 Uhr
Redaktion
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Leichter PPA-Preisrückgang im April 2026
Die Preiskorridore für marktübliche deutsche Power Purchase Agreements sind im April 2026 gesunken. Das ergibt der PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
Die erzielbaren Preiskorridore für typische Strom-Direktlieferverträge aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (Power Purchase Agreements, PPA) haben sich in Deutschland im April – in Abhängigkeit vom Strom-Terminmarkt der Börse EEX – nach unten entwickelt. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Analysehauses Enervis für den gemeinsamen PPA-Preisindex mit Energie und Management. 

Demnach sind die Preise im Terminmarkt im April, die die Referenzpreise für PPA bilden, gestiegen. Während sie für die kommenden Quartale und das Frontjahr 2027 wieder etwas gesunken sind, sind die langfristigen Handelsprodukte am Terminmarkt auf einem ähnlichen Niveau geblieben.

Grafik 1: Neue PV-Freiflächenanlagen
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
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Für PPA auf neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit zehnjähriger Stromlieferung und einem Lieferstart im Mai 2026 lag der Preiskorridor im April unverändert zwischen 27 Euro/MWh und 39 Euro/MWh. Der dazu korrespondierende Terminmarkt-Mischpreis im April für die betreffende PPA-Laufzeit lag weiterhin bei circa 75 Euro/MWh.

Grafik 2: Onshore-Windenergieanlagen im Bestand
 
Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen – hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
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Für PPA auf bestehende, über 20 Jahre alte, ausgeförderte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) mit zweijähriger Stromlieferung vom Mai an ermittelten die Analysten von Enervis eine realistische Schwankungsbreite im April von 51 bis 71 Euro/MWh. Diese liegt somit unterhalb des Niveaus des Vormonats März. Sie hängt neben dem Terminmarkt-Mischpreis unter anderem von Standort und Anlagentyp ab.

Der Terminmarkt-Mischpreis, der die Referenz für diesen PPA-Preis darstellt, lag bei rund 91 Euro/MWh und ist damit gegenüber März um knapp 4 Euro/MWh zurückgegangen.

Die Methodik des PPA-Preisindex

Auf die Marktpreis-Bandbreiten von PPA kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Terminmarkt-Lieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX − dem Dreh- und Angelpunkt für die Bepreisung dieser langfristigen Direktlieferverträge − verschiedene Ab- und Zuschläge vor:
  • für das technologie- und standortspezifische Einspeiseprofil
  • sowie für energiewirtschaftliche Abwicklung und Risikoprämie
  • Dann schlagen sie aktuelle Preis-Bandbreiten für Herkunftsnachweise (HKN) auf (Näheres zur Methodik sowie Nutzungshinweise). Denn Strom aus grünen PPA erhält in der Regel im Gegensatz zur geförderten Direktvermarktung HKN und darf auch als Ökostrom verkauft werden. 
 

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