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Energie & Management > Personalie - Kurzzeit-Chef Oswald verlässt Stadtwerke Sigmaringen
Quelle: Shutterstock / Nep0
Personalie

Kurzzeit-Chef Oswald verlässt Stadtwerke Sigmaringen

Nach nur zwei Monaten scheidet Peter Oswald als Geschäftsführer der Stadtwerke Sigmaringen aus. Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz übernimmt erneut.
Bei den Stadtwerken Sigmaringen kommt es bereits zwei Monate nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze zu einer erneuten Veränderung. Peter Oswald ist als Geschäftsführer ausgeschieden, teilte die Stadt Sigmaringen in zwei Sätzen auf ihrer Internetseite mit. Er hatte die Leitung des kommunalen Versorgers erst zum 1. Juli 2026 übernommen. Gründe für sein Ausscheiden nannte die Stadt in ihrer Mitteilung nicht. 

Die Stadtwerke verlängerten zugleich den Vertrag mit Falk-Wilhelm Schulz. Der Interimsgeschäftsführer soll das Unternehmen zunächst für ein weiteres Jahr führen. Schulz hatte die Stadtwerke bereits von August 2024 bis zum Amtsantritt Oswalds geleitet und in dieser Zeit die Sanierung des Unternehmens begleitet. Ob und wann die Stadtwerke die Geschäftsführung erneut dauerhaft besetzen wollen, teilte die Stadt indes nicht mit. 

Oswald war erst im Juli angetreten

Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des Sigmaringer Bürgermeisters Marcus Ehm hatte Oswald erst im Frühjahr einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestellt (wir berichteten). Der damals 53-Jährige kam aus Potsdam nach Sigmaringen. Dort hatte er als Bereichsleiter Vertrieb, Kundenservice und Marketing gearbeitet und war zudem als Prokurist tätig.

Mit Oswald sollte bei den Stadtwerken nach knapp zwei Jahren unter einem Interimsgeschäftsführer wieder eine reguläre Geschäftsführung übernehmen. Bei der Bekanntgabe der Personalentscheidung im März hatte das Unternehmen erklärt, die akute Krisensituation sei unter Schulz überwunden und die Sanierung abgeschlossen. Schulz selbst sprach damals vom Übergang aus der Transformationsphase in einen stabilen Normalbetrieb, verwies aber zugleich auf noch nachwirkende Themen.

Millionenverluste nach der Energiekrise

Hintergrund der personellen Neuordnung war die finanzielle Krise des kommunalen Versorgers. Die Stadtwerke hatten nach der Energiekrise ein Defizit im zweistelligen Millionenbereich aufgebaut. Für das Geschäftsjahr 2023 wies das Unternehmen einen Verlust von 11,4 Millionen Euro aus. Auch für 2024 und 2025 waren weitere Belastungen erwartet worden.

Die Verluste gingen vor allem auf die Energiebeschaffung während der Energiekrise zurück. Die Stadtwerke hatten Mengen erst spät und damit zu hohen Marktpreisen beschafft. Hinzu kamen Fehlkalkulationen bei Preisen und Energiemengen. Die Entwicklung belastete die Bilanz des Unternehmens und machte eine Sanierung erforderlich.

Eine Compliance-Untersuchung hatte Hinweise auf Pflichtverletzungen des damaligen Geschäftsführers ergeben. Demnach soll er Aufsichtsrat und Stadt zu spät über die Lage des Unternehmens informiert haben. Im August 2024 übernahm Schulz daraufhin interimistisch die Geschäftsführung. (hr)

Freitag, 4.09.2026, 13:27 Uhr
Heidi Roider
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Kurzzeit-Chef Oswald verlässt Stadtwerke Sigmaringen
Nach nur zwei Monaten scheidet Peter Oswald als Geschäftsführer der Stadtwerke Sigmaringen aus. Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz übernimmt erneut.
Bei den Stadtwerken Sigmaringen kommt es bereits zwei Monate nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze zu einer erneuten Veränderung. Peter Oswald ist als Geschäftsführer ausgeschieden, teilte die Stadt Sigmaringen in zwei Sätzen auf ihrer Internetseite mit. Er hatte die Leitung des kommunalen Versorgers erst zum 1. Juli 2026 übernommen. Gründe für sein Ausscheiden nannte die Stadt in ihrer Mitteilung nicht. 

Die Stadtwerke verlängerten zugleich den Vertrag mit Falk-Wilhelm Schulz. Der Interimsgeschäftsführer soll das Unternehmen zunächst für ein weiteres Jahr führen. Schulz hatte die Stadtwerke bereits von August 2024 bis zum Amtsantritt Oswalds geleitet und in dieser Zeit die Sanierung des Unternehmens begleitet. Ob und wann die Stadtwerke die Geschäftsführung erneut dauerhaft besetzen wollen, teilte die Stadt indes nicht mit. 

Oswald war erst im Juli angetreten

Der Aufsichtsrat unter Vorsitz des Sigmaringer Bürgermeisters Marcus Ehm hatte Oswald erst im Frühjahr einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestellt (wir berichteten). Der damals 53-Jährige kam aus Potsdam nach Sigmaringen. Dort hatte er als Bereichsleiter Vertrieb, Kundenservice und Marketing gearbeitet und war zudem als Prokurist tätig.

Mit Oswald sollte bei den Stadtwerken nach knapp zwei Jahren unter einem Interimsgeschäftsführer wieder eine reguläre Geschäftsführung übernehmen. Bei der Bekanntgabe der Personalentscheidung im März hatte das Unternehmen erklärt, die akute Krisensituation sei unter Schulz überwunden und die Sanierung abgeschlossen. Schulz selbst sprach damals vom Übergang aus der Transformationsphase in einen stabilen Normalbetrieb, verwies aber zugleich auf noch nachwirkende Themen.

Millionenverluste nach der Energiekrise

Hintergrund der personellen Neuordnung war die finanzielle Krise des kommunalen Versorgers. Die Stadtwerke hatten nach der Energiekrise ein Defizit im zweistelligen Millionenbereich aufgebaut. Für das Geschäftsjahr 2023 wies das Unternehmen einen Verlust von 11,4 Millionen Euro aus. Auch für 2024 und 2025 waren weitere Belastungen erwartet worden.

Die Verluste gingen vor allem auf die Energiebeschaffung während der Energiekrise zurück. Die Stadtwerke hatten Mengen erst spät und damit zu hohen Marktpreisen beschafft. Hinzu kamen Fehlkalkulationen bei Preisen und Energiemengen. Die Entwicklung belastete die Bilanz des Unternehmens und machte eine Sanierung erforderlich.

Eine Compliance-Untersuchung hatte Hinweise auf Pflichtverletzungen des damaligen Geschäftsführers ergeben. Demnach soll er Aufsichtsrat und Stadt zu spät über die Lage des Unternehmens informiert haben. Im August 2024 übernahm Schulz daraufhin interimistisch die Geschäftsführung. (hr)

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Heidi Roider

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