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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Jede vierte Kommune ohne Plan für die Mobilitätswende
Quelle: Pixabay / Mikes-Photography
Elektrofahrzeuge

Jede vierte Kommune ohne Plan für die Mobilitätswende

Eine Analyse des Beratungshauses PwC zeigt Defizite bei der kommunalen Mobilitätsplanung. Ein Viertel der Städte und Landkreise hat keine Strategie für die Mobilitätswende.
Eine Analyse von PwC zeigt Defizite bei der kommunalen Mobilitätsplanung. Ein Viertel der Städte und Landkreise hat keine Strategie für die Mobilitätswende. Auch vorhandene Konzepte weisen Lücken auf, teilte das Beratungshaus mit.

Die Mobilitätswende gehört zu den zentralen Aufgaben der kommunalen Verkehrspolitik. Eine Untersuchung von PwC zeigt jedoch, dass viele Städte und Landkreise noch keine strategische Grundlage für diesen Transformationsprozess geschaffen haben. Ein Viertel der deutschen Kommunen verfügt weder über eine Mobilitätsstrategie noch über einen laufenden Planungsprozess.

PwC untersuchte für die Analyse die Mobilitätsstrategien von 400 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. Demnach hat rund die Hälfte der Kommunen eine Strategie entweder bereits umgesetzt oder zumindest erarbeitet. 26 Prozent befinden sich noch in der Konzeptphase, während 29 Prozent ihre Strategie bereits umgesetzt haben.

Qualität der Strategien stark unterschiedlich

Neben der Verbreitung der Strategien untersuchte PwC auch deren Qualität. Nur 29 Prozent der untersuchten Konzepte gelten als umfassende Gesamtstrategien. Diese berücksichtigen mehrere Elemente der kommunalen Verkehrsplanung, etwa Analyse der Ausgangslage, Zieldefinition, langfristige Leitbilder sowie konkrete Maßnahmen und Umsetzungspläne.

Weitere 18 Prozent der Konzepte bewertet die Analyse als Teilstrategien. Sie enthalten einzelne Bausteine der Mobilitätsplanung, decken aber nicht alle zentralen Aspekte ab. PwC sieht darin ein strukturelles Problem der kommunalen Planung. Einzelmaßnahmen ohne strategischen Rahmen reichen nach Einschätzung der Autoren nicht aus, um den Wandel der Verkehrssysteme zu steuern.
 
 
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Verknüpfung von Mobilitätsplanung mit anderen Bereichen der Stadtentwicklung. Nur 16 Prozent der untersuchten Strategien beziehen Aspekte wie Wohnen, Tourismus oder Grünflächen systematisch ein. Auch Fragen der Finanzierung bleiben häufig offen. Laut dem Beratungshaus behandeln viele Strategien Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Investitionsbedarf nur am Rande.

Sechs Faktoren für die Transformation

PwC nennt sechs Faktoren, die den Erfolg der Mobilitätswende auf kommunaler Ebene beeinflussen. Dazu gehört die Gestaltung von Straßenräumen und Verkehrsstrukturen mit dem Ziel, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Maßnahmen betreffen etwa Radverkehr, verkehrsberuhigte Bereiche oder Knotenpunkte für verschiedene Verkehrsträger.

Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gilt als zentraler Baustein. Ergänzend nennt die Analyse digitale On-Demand-Angebote, Sharing-Modelle und vernetzte Mobilitätsplattformen. Hinzu kommt der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe, etwa bei Busflotten. Ende 2024 waren nach Angaben der Studie bereits 3.375 Busse deutscher Verkehrsunternehmen emissionsfrei unterwegs.

Weitere Faktoren betreffen Förderprogramme, betriebliches Mobilitätsmanagement sowie digitale Anwendungen zur Vernetzung verschiedener Verkehrsträger. Nach Einschätzung von PwC hängt der Fortschritt der Mobilitätswende wesentlich davon ab, ob Kommunen diese Elemente in eine konsistente Gesamtstrategie integrieren.

Weitere Informationen zu dieser Analyse „Mobilitätswende“ finden Interessierte auf der Internetseite von PwC.

Freitag, 6.03.2026, 10:41 Uhr
Heidi Roider
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Eine Analyse des Beratungshauses PwC zeigt Defizite bei der kommunalen Mobilitätsplanung. Ein Viertel der Städte und Landkreise hat keine Strategie für die Mobilitätswende.
Eine Analyse von PwC zeigt Defizite bei der kommunalen Mobilitätsplanung. Ein Viertel der Städte und Landkreise hat keine Strategie für die Mobilitätswende. Auch vorhandene Konzepte weisen Lücken auf, teilte das Beratungshaus mit.

Die Mobilitätswende gehört zu den zentralen Aufgaben der kommunalen Verkehrspolitik. Eine Untersuchung von PwC zeigt jedoch, dass viele Städte und Landkreise noch keine strategische Grundlage für diesen Transformationsprozess geschaffen haben. Ein Viertel der deutschen Kommunen verfügt weder über eine Mobilitätsstrategie noch über einen laufenden Planungsprozess.

PwC untersuchte für die Analyse die Mobilitätsstrategien von 400 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. Demnach hat rund die Hälfte der Kommunen eine Strategie entweder bereits umgesetzt oder zumindest erarbeitet. 26 Prozent befinden sich noch in der Konzeptphase, während 29 Prozent ihre Strategie bereits umgesetzt haben.

Qualität der Strategien stark unterschiedlich

Neben der Verbreitung der Strategien untersuchte PwC auch deren Qualität. Nur 29 Prozent der untersuchten Konzepte gelten als umfassende Gesamtstrategien. Diese berücksichtigen mehrere Elemente der kommunalen Verkehrsplanung, etwa Analyse der Ausgangslage, Zieldefinition, langfristige Leitbilder sowie konkrete Maßnahmen und Umsetzungspläne.

Weitere 18 Prozent der Konzepte bewertet die Analyse als Teilstrategien. Sie enthalten einzelne Bausteine der Mobilitätsplanung, decken aber nicht alle zentralen Aspekte ab. PwC sieht darin ein strukturelles Problem der kommunalen Planung. Einzelmaßnahmen ohne strategischen Rahmen reichen nach Einschätzung der Autoren nicht aus, um den Wandel der Verkehrssysteme zu steuern.
 
 
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Verknüpfung von Mobilitätsplanung mit anderen Bereichen der Stadtentwicklung. Nur 16 Prozent der untersuchten Strategien beziehen Aspekte wie Wohnen, Tourismus oder Grünflächen systematisch ein. Auch Fragen der Finanzierung bleiben häufig offen. Laut dem Beratungshaus behandeln viele Strategien Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Investitionsbedarf nur am Rande.

Sechs Faktoren für die Transformation

PwC nennt sechs Faktoren, die den Erfolg der Mobilitätswende auf kommunaler Ebene beeinflussen. Dazu gehört die Gestaltung von Straßenräumen und Verkehrsstrukturen mit dem Ziel, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Maßnahmen betreffen etwa Radverkehr, verkehrsberuhigte Bereiche oder Knotenpunkte für verschiedene Verkehrsträger.

Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs gilt als zentraler Baustein. Ergänzend nennt die Analyse digitale On-Demand-Angebote, Sharing-Modelle und vernetzte Mobilitätsplattformen. Hinzu kommt der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe, etwa bei Busflotten. Ende 2024 waren nach Angaben der Studie bereits 3.375 Busse deutscher Verkehrsunternehmen emissionsfrei unterwegs.

Weitere Faktoren betreffen Förderprogramme, betriebliches Mobilitätsmanagement sowie digitale Anwendungen zur Vernetzung verschiedener Verkehrsträger. Nach Einschätzung von PwC hängt der Fortschritt der Mobilitätswende wesentlich davon ab, ob Kommunen diese Elemente in eine konsistente Gesamtstrategie integrieren.

Weitere Informationen zu dieser Analyse „Mobilitätswende“ finden Interessierte auf der Internetseite von PwC.

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