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Hamburg will erstmals einen Green Bond für die Kernverwaltung und öffentliche Unternehmen auflegen. Das Volumen soll mindestens 500 Millionen Euro betragen.
Der Hamburger Senat hat die „FinanzServiceAgentur AöR“ − kurz FSA − mit der Vorbereitung des Green Bonds beauftragt. Sie soll das erforderliche Rahmenwerk entwickeln und die Emission gemeinsam mit den beteiligten Behörden und öffentlichen Unternehmen koordinieren. Nach Angaben der Stadt könnte die erste Anleihe zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Halbjahr 2027 auf den Markt kommen. Wann genau, will Hamburg je nach Finanzierungsbedarf und Entwicklung am Kapitalmarkt entscheiden.
Die Hansestadt plant für jede Emission ein Mindestvolumen von 500 Millionen Euro. Die Mittel sollen ausschließlich in ökologisch nachhaltige Projekte fließen. Dazu zählen laut Stadt etwa Klimaschutzmaßnahmen und Investitionen in nachhaltige Infrastruktur.
Der Green Bond soll fest verzinst und an der Börse gehandelt werden. Er soll sich vor allem an institutionelle Investoren wenden. Auch Privatanleger sollen die Anleihe über ihre Hausbank erwerben können.
Green Bond ersetzt klassische Anleihe
Mit dem Green Bond will Hamburg einen Teil seiner ohnehin geplanten Finanzierung über eine grüne Anleihe abwickeln. Zusätzliche Kredite sind damit nicht verbunden. Neu ist nach Angaben der Stadt vor allem, dass Kernverwaltung und öffentliche Unternehmen erstmals gemeinsam über ein solches Instrument finanziert werden.
Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sieht darin die Möglichkeit, Hamburgs Bonität stärker für Investitionen im gesamten Konzern zu nutzen. Zugleich müsse die Stadt Investitionen und Transformation mit einer tragfähigen Finanzierung verbinden.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die FSA. Die Anstalt des öffentlichen Rechts arbeitet seit Anfang 2025 als Finanzierungsgesellschaft für die Stadt und ihre Beteiligungen. Sie kann unter anderem Kredite aus dem Kernhaushalt an Unternehmen vergeben, die vollständig Hamburg gehören. Nach Angaben der Stadt hat die FSA in den vergangenen zwölf Monaten bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro für öffentliche Unternehmen finanziert. Mit dem neuen Green-Bond-Rahmenwerk soll nun auch die Finanzierung ökologischer Projekte stärker über den Kapitalmarkt laufen. (ds)
Mittwoch, 26.08.2026, 09:30 Uhr
Davina Spohn
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