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Energie & Management > E-Fahrzeuge - EVN mit den meisten Ladesäulen in Österreich
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
E-Fahrzeuge

EVN mit den meisten Ladesäulen in Österreich

Die niederösterreichische EVN AG hat in Österreich den früheren Marktführer bei Ladepunkten, „da Emobil“, auf die Plätze verwiesen. Und hat auch außerhalb Österreichs einiges vor.
Die Expansion des niederösterreichischen Energieversorgers EVN in der E-Ladeinfrastruktur hat eine erste Frucht gebracht: Die EVN ist jetzt Marktführer in ganz Österreich, wenn man ausschließlich die Zahl der Ladepunkte betrachtet.

Der börsennotierte Energieversorger in mehrheitlich öffentlicher Hand mit Sitz in Maria Enzersdorf bei Wien will auch außerhalb Österreichs mit Ladesäulen wachsen und erwartet von der als strategisch auserkorenen Sparte eine günstigere Konzern-Refinanzierung.
 
Ein Ladepunkt des Österreich-Marktführers EVN vor einem Möbelhaus
Quelle: EVN

Laut dem Wiener Energieregulierer E-Control betreibt die Tochter EVN Energieservices GmbH seit August 3.561 über Österreich verteilte Ladepunkte. Das ist ein Marktanteil von knapp 9 Prozent von 39.800 Ladepunkten. Der Konzern selbst kommuniziert 3.850 Ladepunkte. Über eine EVN-Ladekarte haben Automobilisten Zugang zu europaweit 140.000 Lademöglichkeiten. 2010 war die erste Ladestation des Unternehmens in Betrieb genommen worden.

Der frühere Marktführer „da Emobil“ kommt demgegenüber nur auf 2.929 Stationen − gut 7 Prozent. Ende 2025 waren der erste und der zweite Platz laut Austriatech genau umgekehrt gewesen. Da Emobil ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Tankstellenbetreibers und Energiehändlers Gutmann mit dem Elektrotechnik- und Gebäudetechnik-Unternehmen Fiegl und Spielberger, beide aus Tirol. Und die Zahl der vollelektrischen Autos ist in Österreich im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf knapp 297.000 gestiegen.

EVN will bis 2030 jährlich 1 Milliarde Euro investieren, davon gehen 10 Prozent in die E-Mobilität. Bei der Standortauswahl fokussiert sich EVN auf Standorte, die fest im Alltag der Menschen verankert sind. „Unser Ziel ist es, Ladeinfrastruktur dort bereitzustellen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Dadurch wird das Laden ganz selbstverständlich in den Alltag integriert, ohne dass dafür zusätzliche Wege oder Unterbrechungen notwendig sind“, erläutert Roman Nowatschek, Leiter E-Mobilität bei der EVN. „Destination Charging“ nennt sich das.

In der Praxis bedeutet das: Die Ladepunkte der EVN befinden sich zum einen bei Fachmärkten, Supermärkten, Outlets und Ausflugszielen, zum anderen entlang des hochrangigen Straßennetzes wie Rastplätzen oder Tankstellen. Alleine bei den Österreich-Filialen der Möbelkette XXX Lutz soll Nowatschek zufolge die Zahl der Ladepunkte bis 2028 auf über 600 ausgebaut werden. Weitere wichtige Partner sind Österreichs führende Lebensmittelketten Spar und Hofer – der österreichische Aldi.

Die Zahl der Kooperationen wurde nach Unternehmensangaben in diesem Jahr ausgeweitet auf den österreichischen Teil des Tankstellenverbundes Avia. Die Vereinbarung sieht vor, das Netz an Schnellladepunkten an Avia-Tankstellen in den nächsten Jahren auszubauen.

Bei den Zielgruppen unter den Abnehmern sieht der Technikvorstand Stefan Stallinger aktuell „noch einen leichten Überhang im Einzelhandel und bei Tankstellen. Jedoch stellen immer mehr Unternehmen ihre Pkw- als auch Nutzfahrzeugflotten auf Elektroantriebe um.“ Gerade bei der Ladeinfrastruktur für Firmenflotten sieht EVN Wachstumspotenzial.

Die Einnahmen aus dem Betrieb der Ladestationen sollen in den kommenden Jahren auch einen wachsenden Anteil am Konzernumsatz einspielen. Bei Erfüllung der Kriterien der EU-Taxonomieverordnung lassen sich die entsprechenden Umsatzanteile als ökologisch-nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten ausweisen. Strategisch soll die Sparte die „defensiven Felder der Energieversorgung“ ergänzen, die für 80 Prozent des Konzern-Ebitda stehen. (geo) 

Freitag, 7.08.2026, 17:20 Uhr
Georg Eble
Energie & Management > E-Fahrzeuge - EVN mit den meisten Ladesäulen in Österreich
Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
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EVN mit den meisten Ladesäulen in Österreich
Die niederösterreichische EVN AG hat in Österreich den früheren Marktführer bei Ladepunkten, „da Emobil“, auf die Plätze verwiesen. Und hat auch außerhalb Österreichs einiges vor.
Die Expansion des niederösterreichischen Energieversorgers EVN in der E-Ladeinfrastruktur hat eine erste Frucht gebracht: Die EVN ist jetzt Marktführer in ganz Österreich, wenn man ausschließlich die Zahl der Ladepunkte betrachtet.

Der börsennotierte Energieversorger in mehrheitlich öffentlicher Hand mit Sitz in Maria Enzersdorf bei Wien will auch außerhalb Österreichs mit Ladesäulen wachsen und erwartet von der als strategisch auserkorenen Sparte eine günstigere Konzern-Refinanzierung.
 
Ein Ladepunkt des Österreich-Marktführers EVN vor einem Möbelhaus
Quelle: EVN

Laut dem Wiener Energieregulierer E-Control betreibt die Tochter EVN Energieservices GmbH seit August 3.561 über Österreich verteilte Ladepunkte. Das ist ein Marktanteil von knapp 9 Prozent von 39.800 Ladepunkten. Der Konzern selbst kommuniziert 3.850 Ladepunkte. Über eine EVN-Ladekarte haben Automobilisten Zugang zu europaweit 140.000 Lademöglichkeiten. 2010 war die erste Ladestation des Unternehmens in Betrieb genommen worden.

Der frühere Marktführer „da Emobil“ kommt demgegenüber nur auf 2.929 Stationen − gut 7 Prozent. Ende 2025 waren der erste und der zweite Platz laut Austriatech genau umgekehrt gewesen. Da Emobil ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Tankstellenbetreibers und Energiehändlers Gutmann mit dem Elektrotechnik- und Gebäudetechnik-Unternehmen Fiegl und Spielberger, beide aus Tirol. Und die Zahl der vollelektrischen Autos ist in Österreich im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf knapp 297.000 gestiegen.

EVN will bis 2030 jährlich 1 Milliarde Euro investieren, davon gehen 10 Prozent in die E-Mobilität. Bei der Standortauswahl fokussiert sich EVN auf Standorte, die fest im Alltag der Menschen verankert sind. „Unser Ziel ist es, Ladeinfrastruktur dort bereitzustellen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Dadurch wird das Laden ganz selbstverständlich in den Alltag integriert, ohne dass dafür zusätzliche Wege oder Unterbrechungen notwendig sind“, erläutert Roman Nowatschek, Leiter E-Mobilität bei der EVN. „Destination Charging“ nennt sich das.

In der Praxis bedeutet das: Die Ladepunkte der EVN befinden sich zum einen bei Fachmärkten, Supermärkten, Outlets und Ausflugszielen, zum anderen entlang des hochrangigen Straßennetzes wie Rastplätzen oder Tankstellen. Alleine bei den Österreich-Filialen der Möbelkette XXX Lutz soll Nowatschek zufolge die Zahl der Ladepunkte bis 2028 auf über 600 ausgebaut werden. Weitere wichtige Partner sind Österreichs führende Lebensmittelketten Spar und Hofer – der österreichische Aldi.

Die Zahl der Kooperationen wurde nach Unternehmensangaben in diesem Jahr ausgeweitet auf den österreichischen Teil des Tankstellenverbundes Avia. Die Vereinbarung sieht vor, das Netz an Schnellladepunkten an Avia-Tankstellen in den nächsten Jahren auszubauen.

Bei den Zielgruppen unter den Abnehmern sieht der Technikvorstand Stefan Stallinger aktuell „noch einen leichten Überhang im Einzelhandel und bei Tankstellen. Jedoch stellen immer mehr Unternehmen ihre Pkw- als auch Nutzfahrzeugflotten auf Elektroantriebe um.“ Gerade bei der Ladeinfrastruktur für Firmenflotten sieht EVN Wachstumspotenzial.

Die Einnahmen aus dem Betrieb der Ladestationen sollen in den kommenden Jahren auch einen wachsenden Anteil am Konzernumsatz einspielen. Bei Erfüllung der Kriterien der EU-Taxonomieverordnung lassen sich die entsprechenden Umsatzanteile als ökologisch-nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten ausweisen. Strategisch soll die Sparte die „defensiven Felder der Energieversorgung“ ergänzen, die für 80 Prozent des Konzern-Ebitda stehen. (geo) 

Freitag, 7.08.2026, 17:20 Uhr
Georg Eble

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