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Energie & Management > Wirtschaft - Energiepreise für Haushalte leicht gestiegen
Quelle: Pixabay / Florian Pircher
Wirtschaft

Energiepreise für Haushalte leicht gestiegen

Private Haushalte in Deutschland haben im zweiten Halbjahr 2025 für Erdgas und Strom erneut etwas mehr gezahlt. Die Preise für Nicht-Haushalte hingegen gingen im selben Zeitraum zurück.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte im zweiten Halbjahr 2025 bei 12,23 Cent je kWh und damit um 0,8 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 gaben die Preise leicht um 0,4 Prozent nach. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 − vor der durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verschärften Energiekrise − lag der Gaspreis für Haushaltskunden um 79,1 Prozent höher. 

Die Energiebeschaffung und der Vertrieb von Erdgas vergünstigten sich im zweiten Halbjahr 2025 für private Haushalte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 leicht um 0,8 Prozent. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 fällt der Rückgang mit 10 Prozent noch deutlicher aus. Um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3,86 Cent pro kWh gestiegen ist allerdings die Belastung durch Steuern, Umlagen und Abgaben. Letzteres sei auf die Erhöhungen der CO2-Steuer und der Gasspeicherumlage ab dem 1. Januar 2025 zurückzuführen. Auch die gestiegenen Netzentgelte (+19,7 Prozent) schlagen hier zu Buche.

Für Strom zahlten private Verbraucher im zweiten Halbjahr 2025 im Durchschnitt 40,55 Cent je kWh. Das entspricht einem Anstieg um 1,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 lag der Preis um 1,6 Prozent niedriger, gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 aber noch um 23,4 Prozent höher.

Hier lagen die Beschaffungs- und Vertriebskosten um 1,2 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2025, aber um 8,6 Prozent niedriger als im zweiten Halbjahr 2024. Die Netzentgelte sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent. Dagegen stiegen Steuern, Abgaben und Umlagen um 8,3 Prozent. Destatis führt das vor allem auf die höhere Offshore-Netzumlage und den gestiegenen Aufschlag für besondere Netznutzung seit Januar 2025 zurück. 

Sinkende Preise für Nicht-Haushalte

Für Nicht-Haushalte gingen die Preise im zweiten Halbjahr 2025 zurück. Erdgas kostete im Durchschnitt 6,18 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Das waren 8,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und 2,7 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2024. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 lag das Preisniveau aber weiterhin um 33,5 Prozent höher.

Je nach Verbrauchsgruppe entwickelten sich die Gaspreise für Nicht-Haushalte unterschiedlich. Bei einem Jahresverbrauch zwischen 1.000 und unter 10.000 Gigajoule lag der Durchschnittspreis bei 8,60 Cent je kWh und damit auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 entsprach das einem Plus von 93,3 Prozent. Bei Jahresverbräuchen von mehr als vier Millionen Gigajoule sank der Preis auf 4,52 Cent je kWh. Das waren 14,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und 20,4 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2021, als die steigenden Gaspreise zunächst Großverbraucher trafen.

Für Strom zahlten Nicht-Haushalte im Durchschnitt 19,22 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Das entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 und von 6,5 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 lag der Preis um 15,4 Prozent höher.

Kleinere Nicht-Haushalte mit einem Jahresverbrauch von unter 20.000 kWh zahlten im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt 32,58 Cent je kWh. Das waren 0,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 ergibt sich ein Anstieg um 28,1 Prozent. In der größten Verbrauchsgruppe mit mehr als 150 Millionen kWh pro Jahr lag der Strompreis bei 13,07 Cent je kWh. Das waren 2,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und entsprach etwa dem Niveau des zweiten Halbjahrs 2021 mit 13,11 Cent je kWh.

Die Statistik zu den Erdgas- und Stromdurchschnittspreisen erhebt Destatis seit 2020 bei Energieversorgern. Erfasst werden sämtliche Verkaufspreise einschließlich Grund- oder Leistungspreis, Arbeitspreis, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen. Zusätzlich fließen Verwaltungsdaten unter anderem zur Stromsteuer, Energiesteuer sowie zu Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und zur Offshore-Netzumlage ein. 

Dienstag, 31.03.2026, 12:38 Uhr
Katia Meyer-Tien
Energie & Management > Wirtschaft - Energiepreise für Haushalte leicht gestiegen
Quelle: Pixabay / Florian Pircher
Wirtschaft
Energiepreise für Haushalte leicht gestiegen
Private Haushalte in Deutschland haben im zweiten Halbjahr 2025 für Erdgas und Strom erneut etwas mehr gezahlt. Die Preise für Nicht-Haushalte hingegen gingen im selben Zeitraum zurück.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte im zweiten Halbjahr 2025 bei 12,23 Cent je kWh und damit um 0,8 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 gaben die Preise leicht um 0,4 Prozent nach. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 − vor der durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verschärften Energiekrise − lag der Gaspreis für Haushaltskunden um 79,1 Prozent höher. 

Die Energiebeschaffung und der Vertrieb von Erdgas vergünstigten sich im zweiten Halbjahr 2025 für private Haushalte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 leicht um 0,8 Prozent. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 fällt der Rückgang mit 10 Prozent noch deutlicher aus. Um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3,86 Cent pro kWh gestiegen ist allerdings die Belastung durch Steuern, Umlagen und Abgaben. Letzteres sei auf die Erhöhungen der CO2-Steuer und der Gasspeicherumlage ab dem 1. Januar 2025 zurückzuführen. Auch die gestiegenen Netzentgelte (+19,7 Prozent) schlagen hier zu Buche.

Für Strom zahlten private Verbraucher im zweiten Halbjahr 2025 im Durchschnitt 40,55 Cent je kWh. Das entspricht einem Anstieg um 1,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 lag der Preis um 1,6 Prozent niedriger, gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 aber noch um 23,4 Prozent höher.

Hier lagen die Beschaffungs- und Vertriebskosten um 1,2 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2025, aber um 8,6 Prozent niedriger als im zweiten Halbjahr 2024. Die Netzentgelte sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent. Dagegen stiegen Steuern, Abgaben und Umlagen um 8,3 Prozent. Destatis führt das vor allem auf die höhere Offshore-Netzumlage und den gestiegenen Aufschlag für besondere Netznutzung seit Januar 2025 zurück. 

Sinkende Preise für Nicht-Haushalte

Für Nicht-Haushalte gingen die Preise im zweiten Halbjahr 2025 zurück. Erdgas kostete im Durchschnitt 6,18 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Das waren 8,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und 2,7 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2024. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 lag das Preisniveau aber weiterhin um 33,5 Prozent höher.

Je nach Verbrauchsgruppe entwickelten sich die Gaspreise für Nicht-Haushalte unterschiedlich. Bei einem Jahresverbrauch zwischen 1.000 und unter 10.000 Gigajoule lag der Durchschnittspreis bei 8,60 Cent je kWh und damit auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 entsprach das einem Plus von 93,3 Prozent. Bei Jahresverbräuchen von mehr als vier Millionen Gigajoule sank der Preis auf 4,52 Cent je kWh. Das waren 14,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und 20,4 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2021, als die steigenden Gaspreise zunächst Großverbraucher trafen.

Für Strom zahlten Nicht-Haushalte im Durchschnitt 19,22 Cent je kWh ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern. Das entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 und von 6,5 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024. Gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021 lag der Preis um 15,4 Prozent höher.

Kleinere Nicht-Haushalte mit einem Jahresverbrauch von unter 20.000 kWh zahlten im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt 32,58 Cent je kWh. Das waren 0,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2021 ergibt sich ein Anstieg um 28,1 Prozent. In der größten Verbrauchsgruppe mit mehr als 150 Millionen kWh pro Jahr lag der Strompreis bei 13,07 Cent je kWh. Das waren 2,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025 und entsprach etwa dem Niveau des zweiten Halbjahrs 2021 mit 13,11 Cent je kWh.

Die Statistik zu den Erdgas- und Stromdurchschnittspreisen erhebt Destatis seit 2020 bei Energieversorgern. Erfasst werden sämtliche Verkaufspreise einschließlich Grund- oder Leistungspreis, Arbeitspreis, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen. Zusätzlich fließen Verwaltungsdaten unter anderem zur Stromsteuer, Energiesteuer sowie zu Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und zur Offshore-Netzumlage ein. 

Dienstag, 31.03.2026, 12:38 Uhr
Katia Meyer-Tien

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