Quelle: Stadtwerke Pirmasens
Die Stadtwerke Pirmasens und die EEW Energy from Waste haben einen Wärmeliefervertrag über zehn Jahre abgeschlossen.
Testphase beendet. Nach zwei Verträgen über eine Laufzeit von lediglich einem Jahr geht es nun länger weiter. Die Stadtwerke Pirmasens Versorgungs GmbH (SWPS) und die EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH haben am 2. Februar einen langfristigen Wärmeliefervertrag unterzeichnet. „Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer Option auf Verlängerung“, sagte eine EEW-Sprecherin auf Nachfrage der Redaktion. Die EEW ist Eigentümerin und langjährige Betreiberin des Müllheizkraftwerks in Pirmasens.
Zum Hintergrund: Ende 2023 verkaufte der Zweckverband Abfallverwertung Südwestpfalz das Müllheizkraftwerk an EEW. „Seitdem wurden zwei Wärmelieferverträge über je 12 Monate Laufzeit für die Jahre 2024 und 2025 geschlossen“, heißt es weiter aus Pirmasens. Mit der nun abgeschlossenen Vereinbarung werde die Fernwärmelieferung aus dem MHKW für „bestehende und zukünftige Kunden in Pirmasens nachhaltig und verlässlich gesichert“.
Energieeffizienz bis zu 25 Prozent höher
Für EEW bedeutet der langfristige Vertrag einen substanziellen Effizienzgewinn. Durch die Erneuerung der Turbine hat das Unternehmen die Energieeffizienz des Standorts um bis zu 25 Prozent erhöht. Die jährliche Stromerzeugung liegt bei mehr als 110.000 Megawattstunden und entspricht rechnerisch dem Bedarf von über 30.000 Haushalten.
Infolge der verbesserten Anlageneffizienz werden rund 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Bei der Betriebsweise hat die Wärmenutzung Vorrang: Erst nachdem der Bedarf der Fernwärmekunden gedeckt ist, wird die verbleibende Energie zur Stromerzeugung eingesetzt.
„Die Vereinbarung unterstreicht den Anspruch von EEW, Energie aus Abfall möglichst vollständig nutzbar zu machen und Anlagen kontinuierlich weiterzuentwickeln – nicht nur in der Stromerzeugung, sondern insbesondere auch in der Wärmenutzung“, heißt es weiter.
Mit Blick auf die kommunale Wärmeplanung eröffnet der Vertrag zusätzliche Perspektiven. Der Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes, etwa im Zuge neuer Quartiersentwicklungen, können durch zusätzliche Wärmemengen aus dem Müllheizkraftwerk abgesichert werden. Technisch ist zudem eine weitere Steigerung der Wärmeauskopplung aus der Anlage möglich.
Die EEW Energy from Waste Saarbrücken GmbH ist eine Tochter der EEW mit Sitz in Helmstedt. Diese wiederum gehört zu 100 Prozent der chinesischen Beijing Enterprises Holdings Limited.
Montag, 2.02.2026, 17:06 Uhr
Stefan Sagmeister
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