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Energie & Management > Auftrag - EAM setzt auf Energiemanagement von Kiwigrid
Quelle: Shutterstock
Auftrag

EAM setzt auf Energiemanagement von Kiwigrid

EAM will ab 2027 ein Energiemanagementsystem von Kiwigrid anbieten. Die Lösung soll PV-Anlagen, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen verschiedener Hersteller verknüpfen.
Die EAM-Gruppe erweitert ihr Angebot um ein Energiemanagementsystem für Privathaushalte. Der kommunale Energieversorger und Netzbetreiber mit Sitz in Kassel hat Kiwigrid mit einer White-Label-Anwendung und der dazugehörigen Energiemanagement-Hardware beauftragt. Das neue Angebot soll den Kundinnen und Kunden der EAM nach Angaben der Unternehmen im ersten Quartal 2027 zur Verfügung stehen.

Grundlage der Zusammenarbeit ist die Energie-IoT-Plattform „KiwiOS X“. Über sie sollen Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wallboxen und Wärmepumpen unterschiedlicher Hersteller eingebunden, gesteuert und aufeinander abgestimmt werden können. Nach Angaben von Kiwigrid sind bereits mehr als 290.000 Geräte mit der Plattform verbunden.

Zur Lösung gehört außerdem eine von Kiwigrid entwickelte App. Sie soll Erzeugung und Verbrauch sowie die Energieflüsse innerhalb eines Haushalts darstellen. Das Unternehmen beziffert mögliche Einsparungen durch die Optimierung von Wärmepumpen und Wallboxen auf bis zu 1.800 Euro jährlich. Wie hoch der wirtschaftliche Effekt im Einzelfall tatsächlich ausfällt, hängt allerdings unter anderem von Anlagenkonfiguration, Verbrauchsverhalten und Stromtarif ab.

Auch Anbindung von §14a-Anlagen

Die EAM will die technische Infrastruktur perspektivisch auch für weitere Anwendungen nutzen. Genannt werden dynamische Stromtarife sowie die Flexibilitäts- und Direktvermarktung. Damit könnte das Energiemanagement künftig neben der Optimierung innerhalb des Haushalts auch auf Preissignale aus dem Strommarkt reagieren.

Kiwigrid stellt neben Plattform und App auch die Hardware bereit. Nach Unternehmensangaben ermöglicht das Gerät zugleich eine Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a EnWG sowie von Erzeugungsanlagen nach § 9 EEG.

Energiemanagementsysteme haben im Rahmen des § 14a EnWG auch für die netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen Bedeutung. Die Bundesnetzagentur lässt neben der direkten Ansteuerung einzelner Geräte durch den Netzbetreiber eine Steuerung über ein EMS zu. Dabei kann am Netzanschluss eine Obergrenze für den netzwirksamen Leistungsbezug vorgegeben werden. Das Energiemanagement kann anschließend hinter dem Netzascnhluss entscheiden, wie die verfügbare Leistung beispielsweise auf Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher verteilt wird, und dabei auch Eigenerzeugung berücksichtigen.

Dem Auftrag von EAM war nach Angaben des Versorgers ein mehrmonatiger Feldtest vorausgegangen. Insbesondere die Hersteller- und Geräteoffenheit der Plattform sowie starke Entwicklungs- und Betriebskapazitäten des Anbieters, die sich auch an einem Testlabor zeigen, seien ausschlaggebende Kriterien bei der Auswahl gewesen, sagt EAM-Energie-Geschäftsführer Daniel Strömer.

Die EAM betreibt nach eigenen Angaben rund 50.000 Kilometer Strom- und Erdgasnetze und hat mehr als 116.000 dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen angebunden. Das Unternehmen beliefert Kunden in mehr als 280 Städten und Gemeinden. (fw)

Dienstag, 6.10.2026, 14:50 Uhr
Fritz Wilhelm
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EAM setzt auf Energiemanagement von Kiwigrid
EAM will ab 2027 ein Energiemanagementsystem von Kiwigrid anbieten. Die Lösung soll PV-Anlagen, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen verschiedener Hersteller verknüpfen.
Die EAM-Gruppe erweitert ihr Angebot um ein Energiemanagementsystem für Privathaushalte. Der kommunale Energieversorger und Netzbetreiber mit Sitz in Kassel hat Kiwigrid mit einer White-Label-Anwendung und der dazugehörigen Energiemanagement-Hardware beauftragt. Das neue Angebot soll den Kundinnen und Kunden der EAM nach Angaben der Unternehmen im ersten Quartal 2027 zur Verfügung stehen.

Grundlage der Zusammenarbeit ist die Energie-IoT-Plattform „KiwiOS X“. Über sie sollen Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wallboxen und Wärmepumpen unterschiedlicher Hersteller eingebunden, gesteuert und aufeinander abgestimmt werden können. Nach Angaben von Kiwigrid sind bereits mehr als 290.000 Geräte mit der Plattform verbunden.

Zur Lösung gehört außerdem eine von Kiwigrid entwickelte App. Sie soll Erzeugung und Verbrauch sowie die Energieflüsse innerhalb eines Haushalts darstellen. Das Unternehmen beziffert mögliche Einsparungen durch die Optimierung von Wärmepumpen und Wallboxen auf bis zu 1.800 Euro jährlich. Wie hoch der wirtschaftliche Effekt im Einzelfall tatsächlich ausfällt, hängt allerdings unter anderem von Anlagenkonfiguration, Verbrauchsverhalten und Stromtarif ab.

Auch Anbindung von §14a-Anlagen

Die EAM will die technische Infrastruktur perspektivisch auch für weitere Anwendungen nutzen. Genannt werden dynamische Stromtarife sowie die Flexibilitäts- und Direktvermarktung. Damit könnte das Energiemanagement künftig neben der Optimierung innerhalb des Haushalts auch auf Preissignale aus dem Strommarkt reagieren.

Kiwigrid stellt neben Plattform und App auch die Hardware bereit. Nach Unternehmensangaben ermöglicht das Gerät zugleich eine Einbindung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen gemäß § 14a EnWG sowie von Erzeugungsanlagen nach § 9 EEG.

Energiemanagementsysteme haben im Rahmen des § 14a EnWG auch für die netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen Bedeutung. Die Bundesnetzagentur lässt neben der direkten Ansteuerung einzelner Geräte durch den Netzbetreiber eine Steuerung über ein EMS zu. Dabei kann am Netzanschluss eine Obergrenze für den netzwirksamen Leistungsbezug vorgegeben werden. Das Energiemanagement kann anschließend hinter dem Netzascnhluss entscheiden, wie die verfügbare Leistung beispielsweise auf Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher verteilt wird, und dabei auch Eigenerzeugung berücksichtigen.

Dem Auftrag von EAM war nach Angaben des Versorgers ein mehrmonatiger Feldtest vorausgegangen. Insbesondere die Hersteller- und Geräteoffenheit der Plattform sowie starke Entwicklungs- und Betriebskapazitäten des Anbieters, die sich auch an einem Testlabor zeigen, seien ausschlaggebende Kriterien bei der Auswahl gewesen, sagt EAM-Energie-Geschäftsführer Daniel Strömer.

Die EAM betreibt nach eigenen Angaben rund 50.000 Kilometer Strom- und Erdgasnetze und hat mehr als 116.000 dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen angebunden. Das Unternehmen beliefert Kunden in mehr als 280 Städten und Gemeinden. (fw)

Dienstag, 6.10.2026, 14:50 Uhr
Fritz Wilhelm

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