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Energie & Management > Wasserstoff - Deutsch-niederländische Wasserstoffverbindung vereinbart
Quelle: Shutterstock / petrmalinak
Wasserstoff

Deutsch-niederländische Wasserstoffverbindung vereinbart

Gasunie, Open Grid Europe und Thyssengas wollen die künftigen Wasserstoffnetze beider Länder bis 2031 am Grenzübergang Zevenaar-Elten verbinden. Dafür unterzeichneten sie einen Vertrag.
Die niederländische Gasinfrastrukturgesellschaft Gasunie sowie die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe und Thyssengas haben eine Vereinbarung zum Aufbau eines grenzüberschreitenden Wasserstoffkorridors unterzeichnet. Ziel ist laut den Unternehmen, die nationalen Wasserstoffnetze der Niederlande und Deutschlands am Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten miteinander zu verbinden. Die Inbetriebnahme der Verbindung ist für 2031 vorgesehen.

Nach Angaben der Unternehmen sollen dafür möglichst bestehende Erdgasleitungen auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Die Infrastruktur gilt als Teil des geplanten Wasserstoffnetzes in Nordwesteuropa, das Industriezentren, Importterminals und Speicheranlagen miteinander verbinden soll.

Anbindung für Industriestandorte

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung bei der „Hydrogen Milestone Ceremony“ in Rotterdam am 21. Mai. Anwesend waren unter anderem die niederländische Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Stientje van Veldhoven, sowie Stefan Rouenhoff, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). Im Rahmen der Veranstaltung feierte Gasunie nach eigenen Angaben zudem die Fertigstellung des ersten Abschnitts des niederländischen Wasserstoffnetzes.

Die Unternehmen sehen in der Verbindung zwischen Zevenaar und Elten einen zentralen Baustein für die Versorgung der deutschen Industrie mit Wasserstoff. Laut der Vereinbarung soll zunächst die Rhein-Ruhr-Region angebunden werden. In einer späteren Phase wollen die Partner auch südlich gelegene Industriestandorte wie Ludwigshafen integrieren.
 
Bei der Unterzeichnung (v.l.): Stefan Rouenhoff (Staatssekretär im BMWE), Stientje van Veldhoven (niederländische Klimaministerin), Hans Coenen (COO Gasunie), Thomas Hüwener (CEO Open Grid Europe), Willemien Terpstra
(CEO Gasunie), Stefanie Kesting (CEO Thyssengas), Britta van Boven (Geschäftsführerin Gasunie Deutschland).
Bildquelle: Anne Reitsma

Anschluss bis Rotterdam

Auf niederländischer Seite übernimmt dabei der Delta-Rhein-Korridor eine wichtige Rolle. Die Infrastruktur verbindet den Hafen von Rotterdam mit dem deutschen Wasserstoffnetz. Die Niederlande positionieren sich damit nach Angaben der Unternehmen als Import-, Produktions- und Transitland für Wasserstoff in Nordwesteuropa.

Thomas Hüwener, Vorsitzender der Geschäftsführung von Open Grid Europe, erklärte: „Die Energiewende brauche europäische Partnerschaften und grenzüberschreitende Infrastruktur.“ Die Nutzung bestehender Leitungen könne den Aufbau des Wasserstoffmarktes beschleunigen und wirtschaftlicher machen.

Stefanie Kesting, Vorsitzende der Geschäftsführung von Thyssengas, betonte, dass der Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten künftig den Transport von Wasserstoff aus dem Rotterdamer Importhafen in die Rhein-Ruhr-Region ermöglichen solle. „Dadurch wird die Versorgungssicherheit gestärkt und die Dekarbonisierung der Industrie unterstützt“, erläuterte er.

Die Vereinbarung wurde im Umfeld des World Hydrogen Summit geschlossen. Dort diskutieren Unternehmen, Politik und Verbände derzeit über den Ausbau internationaler Wasserstoffinfrastrukturen und den Hochlauf des europäischen Wasserstoffmarktes.

Donnerstag, 21.05.2026, 14:32 Uhr
Susanne Harmsen
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Wasserstoff
Deutsch-niederländische Wasserstoffverbindung vereinbart
Gasunie, Open Grid Europe und Thyssengas wollen die künftigen Wasserstoffnetze beider Länder bis 2031 am Grenzübergang Zevenaar-Elten verbinden. Dafür unterzeichneten sie einen Vertrag.
Die niederländische Gasinfrastrukturgesellschaft Gasunie sowie die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe und Thyssengas haben eine Vereinbarung zum Aufbau eines grenzüberschreitenden Wasserstoffkorridors unterzeichnet. Ziel ist laut den Unternehmen, die nationalen Wasserstoffnetze der Niederlande und Deutschlands am Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten miteinander zu verbinden. Die Inbetriebnahme der Verbindung ist für 2031 vorgesehen.

Nach Angaben der Unternehmen sollen dafür möglichst bestehende Erdgasleitungen auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Die Infrastruktur gilt als Teil des geplanten Wasserstoffnetzes in Nordwesteuropa, das Industriezentren, Importterminals und Speicheranlagen miteinander verbinden soll.

Anbindung für Industriestandorte

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung bei der „Hydrogen Milestone Ceremony“ in Rotterdam am 21. Mai. Anwesend waren unter anderem die niederländische Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Stientje van Veldhoven, sowie Stefan Rouenhoff, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). Im Rahmen der Veranstaltung feierte Gasunie nach eigenen Angaben zudem die Fertigstellung des ersten Abschnitts des niederländischen Wasserstoffnetzes.

Die Unternehmen sehen in der Verbindung zwischen Zevenaar und Elten einen zentralen Baustein für die Versorgung der deutschen Industrie mit Wasserstoff. Laut der Vereinbarung soll zunächst die Rhein-Ruhr-Region angebunden werden. In einer späteren Phase wollen die Partner auch südlich gelegene Industriestandorte wie Ludwigshafen integrieren.
 
Bei der Unterzeichnung (v.l.): Stefan Rouenhoff (Staatssekretär im BMWE), Stientje van Veldhoven (niederländische Klimaministerin), Hans Coenen (COO Gasunie), Thomas Hüwener (CEO Open Grid Europe), Willemien Terpstra
(CEO Gasunie), Stefanie Kesting (CEO Thyssengas), Britta van Boven (Geschäftsführerin Gasunie Deutschland).
Bildquelle: Anne Reitsma

Anschluss bis Rotterdam

Auf niederländischer Seite übernimmt dabei der Delta-Rhein-Korridor eine wichtige Rolle. Die Infrastruktur verbindet den Hafen von Rotterdam mit dem deutschen Wasserstoffnetz. Die Niederlande positionieren sich damit nach Angaben der Unternehmen als Import-, Produktions- und Transitland für Wasserstoff in Nordwesteuropa.

Thomas Hüwener, Vorsitzender der Geschäftsführung von Open Grid Europe, erklärte: „Die Energiewende brauche europäische Partnerschaften und grenzüberschreitende Infrastruktur.“ Die Nutzung bestehender Leitungen könne den Aufbau des Wasserstoffmarktes beschleunigen und wirtschaftlicher machen.

Stefanie Kesting, Vorsitzende der Geschäftsführung von Thyssengas, betonte, dass der Grenzübergangspunkt Zevenaar-Elten künftig den Transport von Wasserstoff aus dem Rotterdamer Importhafen in die Rhein-Ruhr-Region ermöglichen solle. „Dadurch wird die Versorgungssicherheit gestärkt und die Dekarbonisierung der Industrie unterstützt“, erläuterte er.

Die Vereinbarung wurde im Umfeld des World Hydrogen Summit geschlossen. Dort diskutieren Unternehmen, Politik und Verbände derzeit über den Ausbau internationaler Wasserstoffinfrastrukturen und den Hochlauf des europäischen Wasserstoffmarktes.

Donnerstag, 21.05.2026, 14:32 Uhr
Susanne Harmsen

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