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Energie & Management > Klimaschutz - Blick auf Akzeptanz richten
Quelle: Fotolia / kav777
Klimaschutz

Blick auf Akzeptanz richten

Das Öko-Institut hat ein Online-Tool entwickelt, das Kommunen und Gremien helfen soll, Klimaschutz sozial gerecht zu gestalten und gesellschaftliche Akzeptanz früh zu berücksichtigen.
Klimaschutzmaßnahmen stoßen nur dann auf breite Unterstützung, wenn Menschen sie als gerecht und umsetzbar wahrnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut, ein gemeinnütziges Forschungs- und Beratungsinstitut mit Hauptsitz in Freiburg. In einem spendenfinanzierten Projekt hat das Institut untersucht, welche Faktoren die gesellschaftliche Zustimmung zu klimapolitischen Maßnahmen beeinflussen.

Zentrales Ergebnis ist der neu entwickelte „Maßnahmencheck Klimapolitik & Gesellschaft“. Das Online-Tool richtet sich laut dem Öko-Institut vor allem an Kommunalverwaltungen, zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Beratungsgremien wie Klimabeiräte. Es soll Akteure unterstützen, Maßnahmenideen so auszugestalten und zu kommunizieren, dass Fragen der Akzeptanz, Gerechtigkeit und Motivation von Beginn an berücksichtigt werden.

Schwachpunkte früh erkennen

Dirk Arne Heyen, Projektleiter am Öko-Institut, erklärt, das Tool solle Verantwortliche bereits in der Konzeptionsphase für gesellschaftliche Aspekte sensibilisieren. So könnten mögliche Schwachstellen frühzeitig erkannt und Zustimmung fördernde Elemente eingeplant werden. Nutzerinnen und Nutzer beantworten Leitfragen zu sieben Prüfaspekten und erhalten anschließend eine kurze Einschätzung sowie Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung.

Ein zentrales Thema ist die finanzielle Belastung durch Klimaschutzmaßnahmen. Laut dem Institut zeigen Forschungsergebnisse, dass viele Menschen befürchten, durch neue Vorgaben oder Investitionen finanziell überfordert zu werden. Bei der Entwicklung neuer Instrumente müsse daher geprüft werden, wie sich Belastungen sozial ausgewogen verteilen lassen. Das Öko-Institut verweist in diesem Zusammenhang auf zielgerichtete und einkommensabhängige Förderinstrumente.

Diese könnten Haushalte mit geringem Einkommen entlasten und ihnen zugleich ermöglichen, etwa durch energieeffiziente Technologien langfristig Kosten zu sparen.
Wenn Maßnahmen als sozial ausgewogen wahrgenommen würden, steige nach Einschätzung des Instituts die Bereitschaft, sie zu unterstützen. Neben finanziellen Fragen spiele auch die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Geplante Maßnahmen müssten verständlich und transparent erläutert werden. Heyen betont, viele Menschen legten Wert darauf, dass Vorhaben wirksam und praktikabel seien.

Zielgruppenspezifische Ansprache

Diese Aspekte sollten in der öffentlichen Kommunikation im Vordergrund stehen.
Im Rahmen des Projekts führte das Institut vier Fokusgruppen mit Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen Gebäudesanierung und Elektromobilität durch. Dabei zeigte sich laut Öko-Institut eine Vielzahl von Hemmnissen.

Genannt wurden unter anderem Sorgen vor Brandgefahren oder einer zu geringen Reichweite von Elektroautos. Hier könne eine zielgruppenspezifische Ansprache ansetzen, die Informationen alltagsnah aufbereitet und Vorteile konkret erläutert. Zudem empfiehlt das Institut, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einzubinden, deren Vorbildfunktion andere zum Handeln motivieren könne.

Das Online-Tool entstand im Rahmen des Spendenprojekts „Bausteine motivierender und sozial gerechter Klimapolitik“. Neben dem Maßnahmencheck veröffentlichte das Institut weitere Publikationen, in denen es den Forschungsstand auswertet und Handlungsempfehlungen formuliert. 

Der Maßnahmencheck Klimapolitik & Gesellschaft vom Ökoinstitut steht im Internet bereit.

Dienstag, 17.02.2026, 12:44 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Klimaschutz - Blick auf Akzeptanz richten
Quelle: Fotolia / kav777
Klimaschutz
Blick auf Akzeptanz richten
Das Öko-Institut hat ein Online-Tool entwickelt, das Kommunen und Gremien helfen soll, Klimaschutz sozial gerecht zu gestalten und gesellschaftliche Akzeptanz früh zu berücksichtigen.
Klimaschutzmaßnahmen stoßen nur dann auf breite Unterstützung, wenn Menschen sie als gerecht und umsetzbar wahrnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut, ein gemeinnütziges Forschungs- und Beratungsinstitut mit Hauptsitz in Freiburg. In einem spendenfinanzierten Projekt hat das Institut untersucht, welche Faktoren die gesellschaftliche Zustimmung zu klimapolitischen Maßnahmen beeinflussen.

Zentrales Ergebnis ist der neu entwickelte „Maßnahmencheck Klimapolitik & Gesellschaft“. Das Online-Tool richtet sich laut dem Öko-Institut vor allem an Kommunalverwaltungen, zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Beratungsgremien wie Klimabeiräte. Es soll Akteure unterstützen, Maßnahmenideen so auszugestalten und zu kommunizieren, dass Fragen der Akzeptanz, Gerechtigkeit und Motivation von Beginn an berücksichtigt werden.

Schwachpunkte früh erkennen

Dirk Arne Heyen, Projektleiter am Öko-Institut, erklärt, das Tool solle Verantwortliche bereits in der Konzeptionsphase für gesellschaftliche Aspekte sensibilisieren. So könnten mögliche Schwachstellen frühzeitig erkannt und Zustimmung fördernde Elemente eingeplant werden. Nutzerinnen und Nutzer beantworten Leitfragen zu sieben Prüfaspekten und erhalten anschließend eine kurze Einschätzung sowie Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung.

Ein zentrales Thema ist die finanzielle Belastung durch Klimaschutzmaßnahmen. Laut dem Institut zeigen Forschungsergebnisse, dass viele Menschen befürchten, durch neue Vorgaben oder Investitionen finanziell überfordert zu werden. Bei der Entwicklung neuer Instrumente müsse daher geprüft werden, wie sich Belastungen sozial ausgewogen verteilen lassen. Das Öko-Institut verweist in diesem Zusammenhang auf zielgerichtete und einkommensabhängige Förderinstrumente.

Diese könnten Haushalte mit geringem Einkommen entlasten und ihnen zugleich ermöglichen, etwa durch energieeffiziente Technologien langfristig Kosten zu sparen.
Wenn Maßnahmen als sozial ausgewogen wahrgenommen würden, steige nach Einschätzung des Instituts die Bereitschaft, sie zu unterstützen. Neben finanziellen Fragen spiele auch die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Geplante Maßnahmen müssten verständlich und transparent erläutert werden. Heyen betont, viele Menschen legten Wert darauf, dass Vorhaben wirksam und praktikabel seien.

Zielgruppenspezifische Ansprache

Diese Aspekte sollten in der öffentlichen Kommunikation im Vordergrund stehen.
Im Rahmen des Projekts führte das Institut vier Fokusgruppen mit Bürgerinnen und Bürgern zu den Themen Gebäudesanierung und Elektromobilität durch. Dabei zeigte sich laut Öko-Institut eine Vielzahl von Hemmnissen.

Genannt wurden unter anderem Sorgen vor Brandgefahren oder einer zu geringen Reichweite von Elektroautos. Hier könne eine zielgruppenspezifische Ansprache ansetzen, die Informationen alltagsnah aufbereitet und Vorteile konkret erläutert. Zudem empfiehlt das Institut, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einzubinden, deren Vorbildfunktion andere zum Handeln motivieren könne.

Das Online-Tool entstand im Rahmen des Spendenprojekts „Bausteine motivierender und sozial gerechter Klimapolitik“. Neben dem Maßnahmencheck veröffentlichte das Institut weitere Publikationen, in denen es den Forschungsstand auswertet und Handlungsempfehlungen formuliert. 

Der Maßnahmencheck Klimapolitik & Gesellschaft vom Ökoinstitut steht im Internet bereit.

Dienstag, 17.02.2026, 12:44 Uhr
Susanne Harmsen

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