Quelle: Davina Spohn
Der Verteilnetzbetreiber Avacon lobt sich für seinen Beitrag zur Energiewende. Die im eigenen Netzbereich installierte Leistung der Ökokraftwerke sei seit 2016 um 50 Prozent gewachsen.
Avacon hatte zu Beginn des Jahres 2026 in seinen Netzgebieten mehr als 155.000 Anlagen angeschlossen, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren. Diese Zahl nennt der Verteilnetzbetreiber aus dem niedersächsischen Helmstedt in einer Mitteilung. Zusammen kämen die Ökokraftwerke auf etwa 15.000 MW installierter Leistung.
Die Eon-Tochter, an der zu 38,5 Prozent auch Kommunen und Landkreises beteiligt sind, spricht von einem Leistungszuwachs von rund 50 Prozent im Vergleich zu 2016. 15.000 MW entsprächen ungefähr einem Fünftel der elektrischen Leistung, die aktuell zu Spitzenzeiten republikweit gefragt sei.
Avacons Stromnetz umfasst eine Länge von mehr als 64.000 Kilometern und verteilt sich auf die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt sowie Teile von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Vorstandschef Matthias Boxberger spricht in der Mitteilung von einer zentralen Rolle der Verteilnetzbetreiber für die Energiewende und fügt an: „Durch die Digitalisierung unserer Netze, einen zielstrebigen Smart-Meter‑Rollout sowie konsequenten Netzausbau sorgen wir dafür, dass das Tempo der Energiewende hoch bleibt.“
Den Strom von 2.500 niedersächsischen Windkraftanlagen transportierten die Leitungen von Avacon zu Jahresbeginn. Dies seien etwa 40 Prozent aller Turbinen des Bundeslandes. Noch mehr sind es prozentual in Sachsen-Anhalt: Dort stellen 1.400 Anlagen etwa die Hälfte aller installierten Kraftwerke. Bei der Leistung kommen Niedersachsens Turbinen im Avacon-Netz auf 6.500 MW oder 64 Prozent, in Sachsen-Anhalt auf 3.000 MW und über 50 Prozent.
Das absolute Wachstum bei den Solaranlagen im Netz des Unternehmens ist deutlich. Binnen zehn Jahren stieg die Anzahl von rund 30.000 auf über 150.000. Allein 2025 kamen 35.000 neue Sonnenkraftwerke hinzu, das seien rechnerisch drei bis vier Anlagen pro Stunde.
Durch digitale Lösungen und ein systematisches Monitoring der Auslastung will Avacon es in der Hochspannung schaffen, die Übertragungskapazitäten von Leitungen zeitweise um bis zu 60 Prozent zu steigern. Um Netze effizient auszulasten, seien ferner intelligente Messsysteme unabdingbar. Avacons Rollout-Quote liege derzeit bei etwa 30 Prozent und damit „deutlich über den gesetzlichen Vorgaben“.
Dienstag, 28.04.2026, 17:21 Uhr
Volker Stephan
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